Reaktionen zum Lauda-Rücktritt

Formel 1: Niki Lauda darf gehen

F1-Legende verlässt Krankenhaus

Niki Lauda ist nach zwei Wochen in einer Wiener Klinik wegen einer Grippe wieder entlassen worden. Alles zum Gesundheitszustand des Österreichers.
+++ 17. Januar: Gute Nachrichten aus Österreich. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet, durfte Niki Lauda die Wiener Klinik entlassen. Am 2. Januar war er wegen einer Grippeerkrankung eingeliefert worden. Berichte einer Lungenentzündung wurden vom Krankenhaus nicht bestätigt. Im August wurde dem 69-Jährige eine Lunge transplantiert.
+++ 09. Januar: Niki Laudas behandelnder Arzt Walter Klepetko meldet sich zu Wort. Der Mediziner bestätigt, dass der Österreicher wegen einer Grippe im AKH Wien betreut wird. „Es handelt sich nicht um einen klassischen Infekt. Es ist mehr als eine Erkältung“, verrät Laudas Doktor. Lauda sei „sehr mitgenommen“. Klepetko: „Es geht ihm so wie jedem mit Grippe.“ Aufgrund der Lungentransplantation im letzten Jahr sei die Situation allerdings „nicht so einfach wie bei einem gesunden Menschen. Die Situation ist komplex.“ Eine Lungenentzündung hat Klepetko indes nicht bestätigt. „Die Lunge funktioniert sehr gut“, verrät er.  
+++ 8. Januar: Eigentlich sollte Niki Lauda diese Woche schon wieder aus dem Wiener Krankenhaus entlassen werden, in das er sich letzte Woche wegen einer Grippe begeben hat. Österreichische Medien berichten, der dreimalige Formel-1-Weltmeister und Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Formel-1-Teams leide nach der Grippe an einer entzündeten Lunge. Die ist ihm erst im Sommer transplantiert worden. Eine Sprecherin des Krankenhauses konnte diese Berichte allerdings nicht bestätigen. Übernommen habe sich Lauda nach der Lungentransplantation im Vorjahr nicht, stattdessen ist im Familienkreis ein Influenza-Fall aufgetreten. Die ist offenbar auf den 69-Jährigen übergesprungen.
+++ 6. Januar: Wieder Sorgen um Niki Lauda (69)! Wie die Kronenzeitung berichtet, soll der dreimalige Weltmeister wieder ins AKH Wien eingeliefert worden sein. Schuld sei demnach ein gesundheitlicher Rückschlag: Lauda soll Anfang der Woche mit einer schweren Grippe auf die Intensivstation gekommen sein. Dort wurde der Mercedes-F1-Aufsichtsrat auch nach seiner Lungentransplantation im August wochenlang behandelt. 
Schon bei seiner Entlassung Ende Oktober hatten die Ärzte Angst vor einer Infektion der frisch transplantierten Lunge. Laudas Immunsystem ist durch Medikamente, die eine Abstoßung der Lunge verhindern sollen, extrem geschwächt. Beim letzten Telefonat mit AUTO BILD MOTORSPORT kurz vor Weihnachten klang seine Stimme sehr dünn. "Es ist mein härtester Kampf", hatte er damals gesagt. Die Feiertage verbrachte Lauda mit seiner Familie auf Ibiza.
+++ 20. Dezember: Mercedes-Formel-1-Aufsichtsrat Niki Lauda hat vor seiner Lungen-Transplantation keine Angst gehabt. „Ich muss ehrlich sein: Nein, ich hatte nie Angst“, hat der 69-Jährige in seinem ersten Interview nach der Lungentransplantation der „Gazzetta dello Sport gesagt. „Ich wusste aber, dass es hart sein würde, sehr hart. Unter diesen Umständen konnte ich nur eins tun: kämpfen. Das habe ich in jedem Moment getan, ich tue es immer noch.“
Für die Formel-1-Legende war die Zeit im Krankenhaus jetzt sogar noch härter als nach seinem Feuer-Unfall auf dem Nürburgring 1976. Laudas Begründung: „Damals lag ich nur einen Monat lang im Krankenhaus. Ja, ich hatte zwar Brandwunden, aber ich kam schnell davon weg. Diesmal war es wirklich lang.“ 
Bis vor einigen Tagen sei er im Krankenhaus gewesen. „Dann habe ich die Erlaubnis bekommen, nach Hause zurückzukehren und bin nach Ibiza geflogen, wo ich Weihnachten mit meiner ganzen Familie verbringen werde.“ Auch dort müsse er sechs Stunden am Tag für seine vollständige Genesung trainieren, habe zwei Physiotherapeuten an seiner Seite.
Besonders gefreut hat er sich über eine Nachricht, den ihm Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel geschrieben hat. Der Heppenheimer habe „einen handgeschriebenen Brief voller netter Worte gesendet. Damit hatte ich nicht gerechnet“, so Lauda: „Piloten tun so etwas normalerweise nicht. Sie fahren – und Schluss.“ 
+++ 24. November: Das sind tolle Nachrichten! Mit starker Stimme und in typischer Niki-Lauda-Manier hat sich der Österreicher in einem knapp einminütigen Video vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi öffentlich zu Wort gemeldet - erstmals seit seiner Lungentransplantation im Sommer. Lauda, der seine Comeback-Pläne für dieses Wochenende noch verschieben musste (s. unten), bedankt sich in seiner Botschaft für die viele Unterstützung und kündigt an, schon bald wieder bei seinem Mercedes-Team zu sein - mit dem Ziel, 2019 bei einem möglichen sechsten Silberpfeil-Titel in Folge, wieder mitfeiern zu können.
+++ 23. November: Niki Lauda ist rund vier Monate nach seiner Lungentransplantation weiter auf dem Weg der Besserung. Doch Hoffnungen, er könnte beim Saisonfinale in Abu Dhabi sogar schon wieder an die Strecke kommen, haben sich zerschlagen. Grund zur Besorgnis um den 69-Jährigen gibt es aber nicht, wie sein Landsmann, Rivale und Red-Bull-Motorsportdirektor Dr. Helmut Marko gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT beruhigt: „Für diese Reise hat er noch nicht ganz die Kraft, aber es geht ihm deutlich besser.“
+++ 25. Oktober: Wenn sich einer mit überraschend schnellen Comeback auskennt, dann er: Niki Lauda arbeitet nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus fortan in der Reha (Ort wird geheim gehalten) weiter an seiner Genesung. Verläuft diese gut, hat der Österreicher offenbar vor, schon beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi Ende November wieder mit seinem Mercedes-Team an der Strecke zu sein!
"Ich verstehe, dass er gerne dabei wäre und wir alle würden uns darüber freuen", erklärt am Freitag Dr. Walter Kletepko, Leiter der klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie, auf einer Pressekonferenz des Allgemeinen Krankenhauses Wien. Ob das Ziel realistisch sei, will Kletepko aber nicht mutmaßen: "Dazu bräuchte ich eine Glaskugel." Fakt sei aber, "dass er sich jetzt auf seine Rehabilitation und zunehmende Kraftgewinnung konzentrieren kann."

Ärtze-PK in Wien: Laudas Doktoren geben Auskunft

Nach Auskunft der Mediziner ist Lauda nicht mehr bettlägrig, kann aber noch nicht wieder selbstständig laufen. "Man muss lernen, wieder richtig zu gehen. Muskeltraining, Ausdauertraining, Atemtraining. Das sind klar strukturierte Programme in der Reha", so Thoraxchirurg Peter Jaksch.
Die Heilungsprognosen sind dennoch positiv: "Wir erwarten, dass er eine fast normale Lebensqualität hat. Er wird sicher wieder fliegen können. Er kann zu den ganzen Grand-Prix-Rennen fahren, er wird Autofahren können, er wird herumgehen können", erklärt Kletepko. Eine einzige Einschränkung müsse Lauda nach der OP in Zukunft aber hinnehmen: "Dass er seine Medikamente schlucken muss und eine gewisse Infektanfälligkeit da ist."
Gut möglich, dass der dreimalige F1-Weltmeister vor allem im ersten Jahr nach seiner Lungentransplantation deshalb nur mit Mundschutz in die Öffentlichkeit treten wird, um weiteren Risiken vorzubeugen. Ansonsten sehe Lauda aber "aus wie vorher. Er sieht gut aus", so Kletepko, der sich abschließend im F1-Jargon bedient: "Der Motor brummt, am Fahrgestell müssen wir noch arbeiten. Aber es wird für den Sieg reichen."
+++ 24. Oktober: Formel-1-Legende Niki Lauda konnte das Krankenhaus verlassen. Der Österreicher, der eine Lungentransplantation hinter sich hat, wurde jetzt in eine Rehaklinik verlegt. Dort soll er wieder zu Kräften kommen soll. Hintergrund: Lauda befand sich eine lange Zeit im Krankenbett, sein Körper ist noch geschwächt. Durch ein Trainingsprogramm soll der dreimalige Formel-1-Weltmeister wieder fit werden.  
+++ 20. Oktober: Den fünften WM-Titel seines Schützlings Lewis Hamilton wird Niki Lauda nicht live mitfeiern können. Egal ob in Austin oder das Wochenende drauf in Mexiko: Für Lauda kommen nach seiner Lungentransplantation im Sommer Reisen in dieser Saison noch viel zu früh. Dass der Österreicher aber bald wieder bei seinen Silberpfeilen an der Strecke ist, daran hat zumindest Hamilton keine Zweifel.
"Niki hat mich vor zwei Tagen angerufen. Ich war geschockt von ihm zu hören", verrät Hamilton in Austin. "Ich habe gesagt: 'Du hörst dich jünger an denn je.' Er ist sehr darauf erpicht zurückzukommen - und dankbar gegenüber den Doktoren und seiner Frau", erzählt der Mercedes-Star. "Niki hat gesagt, dass er bald aus der Intensivbehandlung entlassen wird und ich ihn dann besuchen kann. Ich bin sicher vor Saisonende in Wien", so Hamilton, der erkärt: "Wir vermissen ihn im Team, aber sein Geist ist mit uns an der Strecke."
+++ 15. Oktober: Endlich gute Nachrichten zum Gesundheitszustand von Niki Lauda nach der Lungentransplantation! Der dreimalige Formel-1-Weltmeister soll laut einem Bericht von „Österreich“ Ende des Monats die Intensivstation verlassen. Anschließend soll der 69-Jährige in einer Reha-Klinik wieder zu Kräften kommen, um nach dem langwierigen Krankenhausaufenthalt seine Muskulatur zu stärken. Momentan soll der Mercedes-Aufsichtsratchef „nur mit Hilfe“ stehen können, aber bereits in der Behandlung von drei Physiotherapeuten sein. Wann wir das „rote Kapperl“ wieder im Fahrerlager sehen werden, steht noch nicht fest.
+++ 08. August: Jetzt sprechen die Ärzte! Auf einer Pressekonferenz des AKH Krankenhauses in Wien haben sieben Ärzte über den Gesundheitszustand von Niki Lauda gesprochen. „Die Lunge hat eine ausgezeichnete Primärfunktion, sodass wir die Kreislaufunterstützung bereits im Operationssaal entfernen konnten", sagt Thoraxchirurg Konrad Hötzenecker. "Die Transplantatlunge hat ihre Funktion gut übernommen." Bevorzugt wurde Promi Lauda bei der Vermittlung einer Lunge übrigens nicht. Seine Daten wurden anonymisiert an die europamweite Organ-Vermittlungsstelle Eurotransplant gesendet.
"Wir können feststellen, dass der Patient den Eingriff hervorragend überstanden hat und bereits nach 24 Stunden extubiert werden konnte", ergänzt Kardiologie-Leiter Christian Hengstenberg. "Das heißt: Der Schlauch in der Lunge konnte entfernt werden, und der Patient konnte selbst und spontan atmen. Das ist für uns und für den gesamten Heilungsverlauf enorm wichtig. Wir können feststellen, dass er bei vollem Bewusstsein ist und dass alle Organe ordentlich funktionieren. Alles ist vollständig in Ordnung. Es ist ein sehr, sehr erfreulicher Verlauf."
Die Ärzte erklärten ebenfalls, dass der Österreicher keine Sommergrippe hatte, wie es bisher kommuniziert wurde. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister hatte erst entzündete Lungenbläschen. Später folgte schließlich eine schwere akute Lungenerkrankung, bei der Immunzellen des Blutes in die Lunge wanderten und dort das Gewebe angriffen. "Dies führt letztendlich zu einer Zerstörung und somit zum Verlust von funktionstüchtigem Lungengewebe - und der Patient ist nicht mehr in der Lage, genügend Sauerstoff über seine Lunge aufzunehmen", erklärt Marco Idzko, Leiter der Klinischen Abteilung für Pulmologie.
+++ 06. August: Niki Lauda macht Fortschritte. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister hat bereits 24 Stunden nach der Operation wieder selbstständig geatmet und war wieder bei vollem Bewusstsein. Das hat das AKH-Krankenhaus in Wien bestätigt. "Seither kam es zu einer kontinuierlichen Verbesserung, alle Organe funktionieren gut", gab die Klinik bekannt. Zur weiteren Rehabilitation bleibt Lauda noch im Hospital.
+++ 04. August: Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda (69) ist nach einer Lungentransplantation am Donnerstag in Wien aus dem künstlichen Koma geholt worden. Das berichtet „oe24“. Demnach hätten die Ärzte den Beatmungsschlauch entfernt. Seit 12 Uhr soll Lauda wieder bei Bewusstsein sein und selbstständig atmen. 
Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass der Mercedes-F1-Aufsichtsrat als Folge einer schweren Sommergrippe im Allgemeinen Krankenhaus seiner Heimatstadt Wien liegt. Zunächst hieß es, Lauda sei bereits auf dem Weg der Besserung und habe die Intensivstation verlassen - am Donnerstag dann aber der Schock: Lungentransplantation!

Schwere OP: Große Sorgen um F1-Legende Lauda

Die Formel-1-Legende befindet sich nun aber auf dem Weg der Besserung. Sein Arzt Prof. Dr. Walter Klepetko sagt zu BILD: „Wir sind sehr, sehr zufrieden mit seiner Entwicklung.“ Der Spezialist vom AKH Wien verrät aber auch, wie ernst die Lage war. „Herr Lauda ist sieben Tage mit einer Pumpe am Leben gehalten worden, der Patient ist dabei bei vollem Bewusstsein. Das ist ein Zustand, bei dem es keine andere Alternative als eine Transplantation gibt, weil man den Patienten so nur zwei Wochen am Leben erhalten kann.“
Lauda hatte die beiden letzten Formel-1-Wochenenden in Hockenheim und Budapest bereits verpasst. Seitens Mercedes hieß es nur, der dreimalige Weltmeister sei krank. Jetzt kam raus: Lauda hatte seinen Sommerurlaub in Ibiza wegen eines grippalen Infekts abgebrochen und war zurück nach Wien geflogen, um sich in Behandlung zu begeben.
Der Wiener Arzt: "Bei Herrn Lauda war die Situation so, dass das ganze sehr rasch und rapide kam. Er war bis vor kurzem diesbezüglich eigentlich komplett normal. Das hat die Ausgangssituation für eine Transplantation natürlich günstig beeinflusst und war einer der Gründe, weswegen wir uns entschlossen haben, ihm eine Transplantation anzubieten." 
Lauda ist bereits seit seinem Horrorunfall 1976 auf dem Nürburgring, der sich letzte Woche zum 42. Mal jährte, gesundheitlich angeschlagen. Der Österreicher hatte den Feuer-Crash mit schweren Verbrennungen wie durch ein Wunder überlebt. Weil er giftige Gase einatmete, wurde seine Lunge dabei aber teilweise verätzt. Als Spätfolge des Unfalls musste er sich bereits zweimal einer Nierentransplantation unterziehen. Ob die aktuelle Lungenerkrankung eine Spätfolge des Unfalls war, will die Klinik nicht bestätigen.
Auf Lauda kommt jetzt die Rehabilitation zu, die mehrere Wochen dauern kann. Klepetko zu BILD: „Ein Training, damit sich das neue Organ an den Körper gewöhnt, gibt es nicht. Wichtig ist aber die mentale Einstellung des Patienten. Er muss wirklich ein Kämpfer sein, wirklich wollen. Einen größeren Kämpfer als Niki Lauda wird es nicht so leicht zu finden geben. Die Voraussetzung ist somit ideal.“

Autor: ABMS

Fotos: Picture-Alliance

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