Formel 1: Ocon nimmt Stroll in Schutz

Williams als letzte Hoffnung

Esteban Ocon steht für 2019 ohne Formel-1-Cockpit da - weil einige Fans Lance Stroll als Zielscheibe ausgemacht haben, stellt sich Ocon vor seinen Freund.
Die Zukunft von Esteban Ocon beschäftigt weiterhin die Formel 1. Der talentierte Mercedes-Junior steht für 2019 noch ohne Cockpit da - seinen Platz bei Force India wird Lance Stroll übernehmen, dessen Vater Lawrence gemeinsam mit einer Investorengruppe das finanziell angeschlagene Team im August übernommen hat. Grund genug für viele Fans, in den Sozialen Netzwerken ihren Unmut über die Situation und Paydriver wie Stroll zum Ausdruck zu bringen.

Dieses Bild mit Stroll postete Ocon bei Instagram

Ausgerechnet Ocon stellt sich nun aber schützend vor den Kanadier. „Dieser ganze Hass bei Social Media ist unerträglich, komplett inakzeptabel“, sagt Ocon am Donnerstag in Sotschi. „Lance ist mein bester Freund im Fahrerlager, ich kenne ihn seit vielen Jahren. Und ich unterstütze keinen Hass.“
Bereits zuvor hatte Ocon in seiner Instagram-Story ein Bild von sich und Stroll beim gemeinsamen Hinflug nach Russland gepostet, damit an die Fairness der Fans appelliert.
An der schwierigen Cockpitsuche für Ocon hat sich indes nichts geändert. „Ich bin immer noch ohne Vertrag. Es gibt natürlich Gespräche mit Williams“, so Ocon, der das Team aus Grove selbst als letzte Hoffnung für ein Renncockpit 2019 bezeichnet. Williams bezieht Kundenmotoren von Mercedes - ein Deal mit verbesserten Konditionen für das Team könnte für Ocon zum Rettungsanker werden.

In welches Cockpit darf Ocon klettern - und wann?

Der Silberpfeil-Junior ist überzeugt: „Das einzig Positive ist im Moment die Unterstützung von Mercedes. Ich weiß, dass sie alles für meine Zukunft machen.“ Trotzdem ist Ocon bewusst: „Es kann sein, dass ich nächstes Jahr nur auf der Ersatzbank sitze. Wenn das passiert, komme ich 2020 zurück - dann noch stärker und besser vorbereitet.“
Ein Wechsel in eine andere Serie, wie etwa in die IndyCar, kommt für Ocon nicht infrage. „Es ist zweifelsohne eine tolle Serie. Aber ich bin nicht interessiert. Wenn man zum Beispiel sieht, was Robert (Wickens; d. Red.) passiert ist, schreckt das schon ein bisschen ab. Auch ohne seinen Unfall wäre es aber keine Option. Ich schaue nur auf die Formel 1. Mein Ziel ist es, eines Tages Weltmeister zu werden. Deswegen habe ich das Gefühl, dass es abseits der F1 nichts für mich zu lernen gibt.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.