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Formel 1: Renault jagt die Top-Teams

Ricciardo-Zusage hat selbst Renault überrascht

Nur bei der Fahrerpaarung ist Renault schon ein Top-Team. Wie die Franzosen an die Spitze kommen wollen und wie der Zeitplan dafür aussieht:
Fernando Alonso hört auf, bei Ferrari und Red Bull üben an der Seite von Sebastian Vettel und Max Verstappen mit Charles Leclerc und Pierre Gasly nächstes Jahr zwei Talente. Und bei Mercedes ist Valtteri Bottas neben Weltmeister Lewis Hamilton einfach zu unbeständig. Hat Renault 2019 schon die beste Fahrerpaarung im Formel-1-Feld?

Ricciardos "Ja" sorgte für Staunen - selbst bei Renault

Mit Le-Mans-Sieger Nico Hülkenberg und Neuzugang Daniel Ricciardo brauchen sich die Franzosen bei der Cockpitbesetzung vor den Top-Teams nicht zu verstecken. Kurios: Diesen Umstand mag man bei Renault selbst kaum glauben!
„Wir waren ein bisschen überrascht, als er uns gesagt hat: 'Ja, ich will zu euch kommen'“, verrät Renault-Berater und Ex-Weltmeister Alain Prost in Bezug auf die Ricciardo-Verpflichtung in der neusten Ausgabe des F1-Podcasts 'Beyond The Grid'. „Um ehrlich zu sein: Ich denke es ist ein bisschen zu früh für ihn, weil wir noch nicht ganz da sind.“
Prost erklärt: „Als wir mit Daniel gesprochen haben, war es eine sehr offene Diskussion. Er weiß alles und hat alles gesehen - und er weiß, dass er hier nächstes Jahr nicht Weltmeister werden kann.“ Die Formkurve des Teams zeigt laut Prost aber in die richtige Richtung. „Wir werden sicher besser sein. Aber es braucht eben Zeit.“

Wann kann Renault das Mittelfeld hinter sich lassen?

Denn so schnell und gut wie auf dem Fahrermarkt, läuft es beim Auto noch nicht für Renault. „Wir sind anderthalb Sekunden hinter den Top-Teams. Diese Lücke zu schließen, wird eine echte Herausforderung. Wenn wir also hier sitzen und glauben, dass wir - gegen große Rennställe wie Mercedes und Ferrari, mit ihrer Infrastruktur - einfach so aufholen und sie schlagen, wäre es lächerlich“, sagt Renault-Technikchef Marcin Budkowski.
Realistische Chancen auf die Spitze rechnen sich die Franzosen intern erst bei der nächsten großen Reglementsänderung 2021 aus. „Wir hoffen natürlich, dass es anders ist. Aber wir müssen die Dinge Schritt für Schritt angehen“, erklärt Budkowski. In den kommenden beiden Jahren ist das Ziel „uns vom Mittelfeld abzusetzen.“ Dafür bedarf es laut des Technikchefs „überall“ Verbesserungen. „Beim Motor, beim Chassis, dabei, wie wir das Auto einstellen.“
Hier kommen dann Renaults Top-Piloten zum Tragen. „Ich bin überzeugt, dass wir mit Nico und Daniel ein tolles Gespann haben. Sie werden das Team voranbringen“, sagt Prost. Immerhin bei den Fahrern ist Renault der Spitze schon ganz nahe.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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