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Formel 1: Statistik Brasilien-GP

Knackt Hamilton den Vettel-Rekord?

Beim Brasilien-GP crashte der Führende mal wieder mit einem überrundeten Fahrer. Mercedes und Lewis Hamilton sind dadurch weiterhin auf Rekordjagd.
- Mercedes ist zum fünften Mal in Folge Konstrukteursmeister. Das wird nur durch Ferrari übertroffen, die von 1999 bis 2004 sogar sechs Titel in Serie holten. Mercedes hat auch insgesamt fünf Konstrukteurstitel, denn 1954 und 1955, als Mercedes ebenfalls dominant war, gab es noch keinen Pokal für die Teams. Der wurde erst 1958 eingeführt. 
- Lewis Hamilton feierte mit seinem 72. Sieg auch das Ende eines Schreckensrekords. Bisher konnte er nämlich in seinen Weltmeister-Jahren nie die noch ausstehenden Rennen für sich entscheiden. Außerdem kommt er nun auf 383 WM-Punkte. Wird er beim Finale in Abu Dhabi mindestens Dritter, dann knackt er den Rekord von Sebastian Vettel aus der Saison 2011, der mit damals 397 Zählern den Allzeit-Rekord aufstellen könnte.

Hamilton jagt einen Rekord nach dem anderen

- Wird Hamilton sogar Zweiter oder Erster, durchbricht er als erster Fahrer die 400-Punkte-Grenze. Sebastian Vettel knackte 2010 als erster die 200er Marke (256 Punkte) und 2011 die 300er (392 Zähler), Alain Prost war 1989 der erste Pilot mit mehr als 100 Punkten (105). Damals gab es für die Fahrer aber nicht nur viel weniger Saisonrennen, sondern auch weniger Punkte. Der Sieg war zum Beispiel nur neun statt wie heute 25 Zähler wert.
- Als fünftes Team nach Ferrari, Lotus, Williams und McLaren hat Mercedes die 100. Poleposition bei einem Formel-1-WM-Lauf an Land gezogen. McLaren gelang das zuletzt als viertes Team durch Mika Häkkinen beim Deutschland-GP 1999.
- Inzwischen steht McLaren am sportlichen Abgrund. Die Plätze 18 und 20 bedeuten das schlechteste Qualifying für McLaren seit Detroit 1983, als Niki Lauda von Rang 18 und John Watson von Rang 21 losfahren mussten. Ein Jahr davor war das Quali-Ergebnis in Detroit mit den Plätzen 22 und 23 sogar noch schlechter – aber damals holten Watson und Lauda nach einer irren Aufholjagd einen Doppelsieg. Das ist bis heute ein Rekord.

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- Fernando Alonso kann sich immerhin darüber hinwegtrösten, dass er auch zum 20. Mal in dieser Saison Stoffel Vandoorne im Qualifying geschlagen hat. Schafft er das auch in Abu Dhabi, ist er einer der wenigen Fahrer, die in jedem Saisonrennen den gleichen Teamkollegen immer besiegen konnten. Zuletzt gelang das Michael Schumacher 1993 bei Benetton gegen Riccardo Patrese.
- Viel besser als für McLaren lief es dagegen im Qualifying für Sauber. Startplatz sechs und sieben sind die besten seit Japan 2012, als Kamui Kobayashi und Sergio Pérez als Vierter und Fünfter im Grid standen. Für Marcus Ericsson ist Rang sechs der beste Startplatz seiner Karriere und der beste eines Schweden seit Stefan Johansson 1986 in Detroit im Ferrari (Platz fünf).
- Der Sieg für Mercedes kam auch durch einen Crash des bis dato führenden Max Verstappen mit dem überrundeten Fahrer Esteban Ocon zustande. In Brasilien 2001 war Papa Jos Verstappen der Überrundete, der Juan-Pablo Montoya in Führung liegend aus dem Rennen genommen hat. Es wäre Montoyas erster Sieg gewesen. 1982 crashte der Chilene Eliseo Salazar in Hockenheim in den Brabham-BMW von Nelson Piquet, 1998 Jean-Louis Schlesser in Monza in den McLaren-Honda von Ayrton Senna und 1988 in Belgien David Coulthard in den Ferrari von Michael Schumacher.
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- Valtteri Bottas ist der Mann für die schnellsten Rennrunden 2018: Zum siebten Mal holte sich der Finne schon die schnellste Rennrunde 2018 – das kann von keinem mehr übertroffen werden. In seiner gesamten Formel-1-Karriere ist es die zehnte schnellste Runde für Bottas.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance

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