Formel 1: Bilder vom Brasilien GP

Formel 1: Vettel lässt Räikkönen vorbei

„Ich freue mich für Kimi“

Sebastian Vettel nur Sechster. Am Start von Mercedes abgeklemmt, später vom eigenen Team zurückgepfiffen. Warum der Ferrari-Star trotzdem lacht:
Eine Stunde nach Rennende konnte Sebastian Vettel trotz eines enttäuschenden sechsten Platzes beim Brasilien GP schon wieder lachen. Als ihm AUTO BILD MOTORSPORT vom 3:0-Sieg seiner Frankfurter Eintracht gegen Schalke berichtete, war der Ärger des Rennens wieder vergessen und der Heppenheimer strahlte über sein ganzes, frisch rasiertes Gesicht.
In den 90 Rennminuten von Sao Paulo hatte Vettel allerdings weniger Grund zur Freude. „Ich bin natürlich nicht happy, es war kein guter Tag“, erklärt der Ferrari-Star seinen „schwierigen Nachmittag“. Vor allem Ferraris Reifenwahl macht Vettel das Leben schwer - denn die entpuppt sich als Reinfall.
„Ich denke, es war kein Vorteil auf Soft zu starten, weil der Supersoft viel länger gehalten hat, als wir alle erwartet haben. Dadurch hatten wir beim Start einen Nachtteil und weniger Grip. Das ist Teil des Spiels, wenn man auf der härteren Mischung ist“, so Vettel.

Auch gegen Verstappen hatte Vettel keine Chance

Schon in Kurve eins verliert er seinen zweiten Platz an Valtteri Bottas. „Valtteri und Lewis (Hamilton; d. Red.) haben da zusammengearbeitet. Lewis ist früh auf die Bremse, um ihm die Außenseite zu geben. Ich konnte dann nirgends hin“, erklärt Vettel, der dadurch beim Start hinter den Silberpfeilen eingeklemmt wird - und dann schnell unter Druck von Max Verstappen gerät.
Wenig später schnappt sich der Holländer den Ferrari-Star in Kurve eins. „Das war ein optimistisches Manöver, aber wir hätten ihn sowieso nicht halten können - wir waren heute ganz einfach nicht schnell genug.“
Dazu trägt in Vettels Fall auch ein technisches Problem bei. „Wir hatten schon ab der Formationsrunde ein Problem mit einem Sensor an Sebs Auto“, erklärt Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene. „Deswegen musste Sebastian das ganze Rennen lang mit anderen Einstellungen fahren als sonst. Das hat das Auto für ihn sehr schwer zu fahren gemacht.“
Mit ein Grund, warum Ferrari Vettel später im Rennen für Kimi Räikkönen opfert. Der Deutsche muss seinen Teamkollegen nach Stallregie vorbeilassen. Vettel hat dafür Verständnis: „Es war ziemlich klar. Er kam mit frischen Reifen hinter mir raus. Ich hatte ein paar Runden, um Valtteri vor mir zu schnappen. Das hat nicht geklappt und dann hat das Team mich gefragt, ob ich ihn vorbeilassen kann.“
Teamplayer Vettel weiter: „Das war kein Problem. Ich mag Kimi und bin happy, ihm den Schuss zu ermöglichen. Außerdem hat er es dann ja geschafft (aufs Podium; d. Red.). Also freue ich mich für ihn.“

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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