Flörsch

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Formel 3: Nach der OP

Flörsch kündigt Comeback an

Sophia Flörsch hat sich zwei Tage nach dem Horrorcash in Macau zur Operation geäußert. Außerdem hat die Deutsche ihr Comeback angekündigt.
Einen Tag nach ihrem brutalen Crash beim Formel-3-GP in Macau wurde Sophia Flörsch elf Stunden am gebrochenen siebten Halswirbel operiert. Der Eingriff gut verlaufen. Ihr Vater twitterte bereits, dass die OP bewusst langsam vollzogen wurde um Risiken zu vermeiden. Ihr Rückenmark wurde nicht verletzt. Sie muss noch zwei Wochen im Krankenhaus bleiben.
Mittlerweile hat sich die Nachwuchsfahrerin auf Social Media zur Operation geäußert und sogar direkt ihr Comeback angekündigt. Der ganze Post zum Nachlesen:
"Eine Lähmung war die größte Angst", sagt ihr Teamchef Frits van Amersfoort. Deshalb musste die OP noch in Macau durchgeführt werden. Aber alles lief sehr gut. Die Gefahr der Querschnittslähmung ist gebannt." Der Niederländer glaubt zudem an ein Comeback seiner Pilotin: "Sophia hat einen Schutzengel auf ihrer Schulter gehabt. Ich bin sicher, dass sie zurückkehren wird. Zum Glück steht der Winter bevor, da hat sie genug Zeit zur Genesung."
Neben Flörsch gibt es vier weitere Verletzte. Sho Tsuboi, dessen Dallara-Toyota Flörsch unfreiwillig als Sprungschanze nutzte, klagt über Schmerzen im Lendenwirbelbereich. Ein medizinischer Eingriff ist beim Japaner aber nicht nötig. Ein Marshall trug Kopf- und Gesichstraumata sowie einen Kieferbruch davon, ein Fotograf Leberverletzungen und ein weiterer Fotograf Gesichts- und Kopftraumata. Alle Beteiligten dürften das Krankenhaus innerhalb der nächsten zehn Tage verlassen.

Flörsch hatte in Macau einen Horror-Crash

Inzwischen hat sich auch der Automobilweltverband FIA eingeschaltet. Präsident Jean Todt twitterte: „Nach dem schweren Unfall in Macau ist die FIA mobilisiert, den Involvierten zu helfen und zu analysieren, was passiert ist. Wir werden die Situation überwachen und die nötigen Schlussfolgerungen ziehen. All meine Gedanken sind bei Sophia Flörsch und den anderen Verletzten. Ich wünsche ihnen eine sichere Genesung.“
Bei der Untersuchung muss auch der Vorwurf eines Formel-3-Fahrers ins Zentrum rücken. Guanyu Zhou, Prema-Teamkollege von Mick Schumacher und Ferrari-Junior, beobachtete die Unfallentstehung und spricht von einer gelben Warnlampe, die fälschlicherweise gezeigt wurde. Zhou: „Ich denke, das war ein Organisationsfehler. Sophia war sehr nahe an Jehan Daruvala dran und als der früh bremste, hatte sie keine Zeit zu reagieren.“
Der Flörsch-Crash im Video: Hier ansehen
Demnach verlor die 17-jährige Müchnerin also durch eine Berührung mit Daruvala die Kontrolle über das Fahrzeug und flog mit über 270 km/h (beim offiziellen Messpunkt kurz vor der Anbremszone war Flörsch 276,2 km/h schnell) in die Fangzäune und einen Fotografenturm. 
Immer wieder steht der Macau-GP in der Kritik – allerdings weniger wegen des Formel-3-Rennens. Unter den 13 tödlich verunglückten Fahrern in 65 Jahren Macau-GP waren neun Motorrad-Fahrer und drei Tourenwagen-Piloten – aber nie ein Formel-3-Fahrer. 
Trotzdem steht dem Macau-Rennen eine schwere Zukunft bevor. Denn 2019 kommt die neue internationale Formel-3-Meisterschaft. Die fährt mit 350 PS starken Dallara-Mécachrome-Flitzern (bisher rund 250 PS) im Rahmenprogramm der Formel 1 und damit nicht mehr in Macau. Zwar werden 2019 Rennwagen aus der europäischen Formel 3 (fährt im DTM-Rahmenprogramm), der neuen Regional Formula Championship aus Italien, der Euroformula Open und der japanischen Formel 3 erwartet, aber da sind nicht die Top-Formel-3-Piloten vertreten.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Sophia Flörsch/Twitter / YouTube

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