Saisonbedingt steht bei Autofahrern zweimal im Jahr ein Reifenwechsel an. Im Frühjahr ersetzen die Sommer- die Winterreifen, im Herbst wird wieder getauscht. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Wer mit Ganzjahresreifen unterwegs ist, darf laut Gesetzgeber das ganze Jahr mit nur einem Reifensatz fahren – das ist auf den ersten Blick günstiger. Einzige Voraussetzung: Die Ganzjahresreifen müssen mindestens mit dem M+S-Symbol gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung erhalten alle Reifen, die lediglich ein gröberes Profil haben. Ein zusätzliches Schneeflocken-Symbol ist bei Neureifen, die ab 2018 produziert wurden, Pflicht und attestiert dem Ganzjahresreifen ein höheres Maß an Wintertauglichkeit.

Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss

Die Allwetterreifen sind jedoch nicht für jeden Autofahrer die optimale Wahl, denn von ihrer Leistungsfähigkeit bieten Ganzjahresreifen immer nur einen Kompromiss. Bei der Entwicklung suchen Hersteller nach dem Mittelweg, der die Anforderungen bei sommerlichen wie winterlichen Bedingungen zufriedenstellend meistert. Bei stark saisonal wechselnden Wetterbedingungen überwiegen die Vorteile der Sommer- und Winterspezialisten.
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Die Vor- und Nachteile von Ganzjahresreifen

Der Vorteil von Ganzjahresreifen liegt klar auf der Hand: Autofahrer sparen sich zweimal im Jahr den Termin in der Werkstatt, die Kosten für die saisonalen Reifenwechsel und die Einlagerung der Pneus entfallen also. In Regionen mit gemäßigten Temperaturschwankungen und wenig Schneefall sind Ganzjahresreifen ein guter Kompromiss. Auch das reine Stadtauto, mit dem man keine längeren Strecken fährt, oder der Zweitwagen, auf den man nicht unbedingt angewiesen ist, müssen nicht unbedingt 8-fach bereift sein.
Autoreifen müssen in jeder Jahreszeit mit den örtlichen Bedingungen zurechtkommen.
Autoreifen müssen in jeder Jahreszeit mit den örtlichen Bedingungen zurechtkommen.

Ganzjahresreifen müssen vielen unterschiedlichen Wetterlagen genügen. Daher sind sie natürlich keine Spezialisten und nicht für jeden Untergrund bestens geeignet. Ein Sommerreifen ist bei warmem Wetter immer geräuschärmer und spritsparender, ein Winterreifen bietet bei Schnee und Glätte immer deutlich mehr Grip als ein Ganzjahresreifen. Auch für Vielfahrer mit mehr als 30.000 Kilometern im Jahr ist ein Ganzjahresreifen keine optimale Lösung, denn die Laufleistung ist deutlich geringer. Der kombinierte Einsatz von Sommer- und Winterreifen ist in der Bilanz für Vielfahrer unterm Strich günstiger.
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Für welchen Autofahrer sind Ganzjahresreifen eine Alternative?

Autofahrer können sich für einen Ganzjahresreifen entscheiden, wenn ...
... sie in schneearmen Gebieten unterwegs sind, in denen es schon lange keinen "richtigen Winter" mehr gab.
... sie einen Klein- oder einen Kompaktwagen fahren, der überwiegend im Stadtverkehr unterwegs ist.
... sie Urlaub in Regionen mit gemäßigten Klima machen – also weder in den Skiurlaub noch in heiße südliche Regionen fahren.

Fazit zum Ganzjahresreifen-Check

Bei extremen Wetterverhältnissen sind Sommer- oder Winterreifen dem Ganzjahresreifen auf jeden Fall überlegen. Zudem machen ein höherer Verschleiß und Kraftstoffverbrauch den vermeintlichen Kostenvorteil durch den entfallenen Reifenwechsel schnell wieder zunichte – vor allem für Vielfahrer lohnt sich der kombinierte Einsatz von Sommer- und Winterreifen. Auch Fahrer, die sich ein sportlich-dynamisches Fahrverhalten wünschen, sich an den lauteren Abrollgeräuschen stören und Kraftstoff sparen möchten, fahren besser mit einer 8-fach-Bereifung durchs Jahr.