Gebrauchtwagen: Edle Raritäten

Gebrauchtwagen: Seltene Autos

Edle Raritäten als Gebrauchte

Sie bevorzugen außergewöhnliche und seltene Autos? Der Alfa Romeo Brera ist so ein spezieller Typ. AUTO BILD stellt das bildschöne Coupé und weitere Geheimtipps vor.
Der 2005 eingeführte Alfa Romeo Brera besticht mit seinem rundlichen und zeitgleich aggressiven Design und wird unter Alfisti schon jetzt als zukünftiger Klassiker gehandelt. Da der technische Bruder des Alfa 159 für die Italiener nie ein finanzieller Erfolg war, wurde das Modell aber schon 2010 wieder aus dem Programm genommen und erhielt leider keinen Nachfolger. Doch das macht ihn für Fans noch begehrenswerter. Die stört es auch nicht, dass der Brera bei nüchternen Vergleichstests kein Siegertyp ist.

Ein Charaktertyp mit Schwächen

Die rundliche Coupé-Linie führt leider zu knappen Platzverhältnissen.

Das schicke Design des nach einem Mailänder Stadtviertel benannten Coupés brachte nämlich einige praktische Nachteile mit sich. Der Platz im Fond ist so knapp bemessen, dass die Rückbank eigentlich nur als Ablage taugt. Für Erwachsene können Langstrecken hier zur Folter werden. Auch der Kofferraum ist nicht gerade üppig bemessen. Trotz seiner kompakten Abmessungen (4,41 Meter Länge) und dem sportlichen Anspruch ist der Brera alles andere als ein Leichtgewicht. Die magerste Version mit Frontantrieb wiegt bereits fast 1,5 Tonnen, während die Topversion 3.2 JTS V6 Q4 mit Allrad und Vollausstattung nochmals über 200 Kilo mehr auf die Waage bringt. Das schlägt sich leider auch im Handling nieder. Der Brera geht eher behäbig als sportlich ums Eck. Dafür punktete der Italiener mit einer umfangreichen Motorenpalette. Bei den Benzinern bildete die ersten Jahre der 185 PS starke Vierzylinder 2.2 JTS 16V den Einstieg. 2009 wurde er durch ein 2,0-Liter-Aggregat mit 170 PS, sowie einen temperamentvolleren 1,8-Liter-Vierzylinder mit 200 PS ersetzt. Die Topversion war der je nach Variante allradgetriebene 3.2 JTS V6 24V, der mit seinen 260 PS bis zu 250 km/h rennt. Außerdem gab es Selbstzünder mit vier und fünf Zylindern, deren Leistung zwischen und 170 und 210 PS lag.

Typisches Alfa-Cockpit und durstige Benziner

Das Cockpit des Brera ist solide verarbeitet und stammt aus dem Alfa 159. Leider ist die Sitzposition für Leute über 1,85 unangemessen.

Das ordentlich verarbeitete Cockpit ist zu weiten Teilen aus dem Mittelklasse-Modell 159 bekannt. Markentypisch gibt es zwei große Rundinstrumente und ein sportliches Dreispeichen-Lenkrad. Großgewachsene über 1,85 Meter könnten aber auch vorne Probleme dabei bekommen, eine angenehme Sitzposition zu finden. Zu den technischen Schwachstellen des Brera zählt vor allem bei den frühen Baujahren das anfällige Lenkgetriebe und bei den meisten Benzinern die schnell verschleißende Steuerkette. Die Otto-Motoren gelten durch die Bank als ziemlich durstig. Der 260-PS-V6 gönnt sich sogar gerne mal 15 Liter oder mehr. Der Brera ist also alles andere als ein Auto für Perfektionisten. Die Unterhalts- und Wartungskosten sollten ebenso nicht unterschätzt werden. Dafür lockt der Schönling gebraucht mit niedrigen Einkaufspreisen: Gute Exemplare aus den späten, deutlich ausgereifteren Baujahren (ab 2008) gibt es schon ab etwa 6.500 Euro.
In der Bildergalerie finden Sie weitere spannende Gebrauchte für Individualisten.

Gebrauchtwagen: Edle Raritäten

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