Für die gründliche Autowäsche sind Hochdruckreiniger unverzichtbar. Nur damit lassen sich vor der eigentlichen Wäsche hartnäckige und grobe Verschmutzungen entfernen. Außerdem ist ein Hochdruckreiniger perfekt geeignet, um auch die Felgen vorzubehandeln. Doch nicht jeder Hochdruckreiniger macht einen guten Job. Das zeigt ein Test der Stiftung Warentest: Nur vier von 13 getesteten Hochdruckreinigern konnten ein gutes Ergebnis liefern. AUTO BILD erklärt, welche Modelle gut sind und was bei der Autowäsche mit Hochdruckreiniger zu beachten ist.

Testsieger: Kärcher K 5 Premium Full Control Plus Home

Das beste Ergebnis im Stiftung Warentest-Test lieferte der Kärcher K 5 Premium Full Control Plus Home. Er bekam insgesamt die Note "gut" (2,0). Er überzeugte die Tester durch einfache Bedienung und eine zügige, gründliche Reinigungsleistung. In der Wertungskategorie Haltbarkeit bekam der Reiniger sogar die Note "sehr gut". In den übrigen Testdisziplinen Reinigung, Handhabung und Deklaration schnitt er jeweils mit "gut" sowie in Sachen Umwelt und Gesundheit mit der Note "befriedigend" ab. Bemängelt wurde hier unter anderem eine Klemmgefahr am Griff. 
Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Kärcher K5 Premium
549,00 EUR
gut
2.
Nilfisk E160
429,00 EUR
gut
3.
Kärcher K4
243,89 EUR
gut
4.
Bosch AdvancedAquatak 140
224,33 EUR
befriedigend
5.
Kränzle K 1050 TS
407,00 EUR
befriedigend
6.
Bosch UniversalAquatak 125
99,99 EUR
befriedigend

Drei weitere Reiniger mit "gut" bewertet"

Neben dem Kärcher K5 konnten sich drei weitere Hochdruckreiniger das Prädikat "gut" der Stiftung Warentest sichern: Nilfisk E 160.1-10 H X-TRA (EU), Kärcher K 4 Compact Home und Globus-Baumarkt Primaster Q1W-SP02-2300. Darüber hinaus schnitten vier Testkandidaten mit "befriedigend", zwei mit "ausreichend" und zwei sogar mit "mangelhaft" ab. Das Überraschende: Zu den "mangelhaft" getesteten Hochdruckreinigern zählt der Kärcher K 2 Full Control Home – die Marke muss also kein Garant für Qualität sein. Grund für die schlechte Note war das Kapitel Haltbarkeit – denn es zeigten sich schon nach kurzer Nutzung Schäden und hoher Verschleiß.

Das ist bei der Autowäsche mit Hochdruckreiniger zu beachten

Bei der Autowäsche mit Hochdruckreiniger sollte man immer auf die Handhabung achten. Denn bei einem Hochdruckreiniger wird Wasser mit sehr großem Druck auf Blech und Reifen gespritzt
–- wer hier nicht ausreichend Abstand hält, kann gerade an empfindlichen Stellen schnell Schäden verursachen.
Flachstrahl nutzen: Punkt- oder Rotationsstrahl üben zu starken punktuellen Druck aus und können bei bestehenden Steinschlägen oder Kratzern zu Lackabplatzern führen
Entfernung beachten: Mit der Lanze mindestens 30 Zentimeter Abstand halten
Druck richtig einstellen: Für die Autowäsche sind 60 bis 80 Bar ideal
Vorsicht mit Gummi: Den Strahl lieber nicht direkt auf die Reifen richten. Auch bei Gummidichtungen (z.B. an Fenstern) nur vorsichtig vorgehen
Nicht zu heiß: Wer mit einem Hochdruckreiniger arbeitet, der nicht nur im Kaltbetrieb läuft, sollte maximal 60 Grad warmes Wasser wählen. Das schont Lack und Dichtungen

Hochdruckreiniger kaufen: darauf achten

Wer einen Hochdruckreiniger anschaffen will, sollte unbedingt darauf achten, dass ein Aufsatz für einen Flachstrahl im Lieferumfang enthalten ist. Das ist nicht nur Voraussetzung für die Autowäsche, sondern kann auch bei anderen Reinigungsarbeiten (z.B. Böden, Fassaden) hilfreich sein. Auch weiteres Zubehör kann je nach Einsatzzweck nützlich sein. Dazu sollte das Gerät natürlich ausreichend Druck liefern – mindestens 80 Bar, gerne mehr. Idealerweise lässt sich der Druck regulieren, sodass er für die Autowäsche ggf. heruntergeregelt werden kann. Dabei sollte der Reiniger in der Lage sein je nach Druck etwa sechs bis zehn Liter Wasser pro Minute zu versprühen.