Preise und Marktstart

Hyundai hat sein bislang kleinstes SUV vorgestellt: Der Bayon (benannt nach der französischen Stadt Bayonne) kommt mit auffälliger Optik, digitalem Cockpit und teilweise elektrifizierten Antrieben samt Zwischengas-Funktion aus den N-Modellen. Der Bayon ist bereits bestellbar, zu den Händlern dürften die ersten Modelle im Sommer 2021 rollen. Der Hyundai Bayon startet in der Basis bei 16.790 Euro.
Die Preise im Überblick:
● Hyundai Bayon 1.2 MPI (84 PS): ab 16.790 Euro
● Hyundai Bayon 1.0 T-GDI (100 PS): ab 19.990 Euro
● Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 48 V (100 PS): ab 20.990 Euro
● Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 48 V (120 PS): ab 23.290 Euro
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Bayon ist länger als der Kia Stonic

Das Design der Front erinnert an Hyundai Kona und Nexo. Das zu einem Schlitz verengte Tagfahrlicht schließt direkt an die Motorhaube an und wird optisch durch einen schmalen Belüftungsschlitz verbunden. Die eigentlichen Scheinwerfer sind etwas tiefer zu finden, in einem zackigen Ausschnitt, der nach unten einen seitlichen Lufteinlass integriert. Die größte Fläche der Front nimmt der Grill ein. Nur eine Chromspange trennt den mittleren Lufteinlass optisch ab. In der Seitenansicht lassen die aufsteigende Fensterlinie und das leicht coupéhaft abfallende Dach das Auto dynamischer wirken. Während der Rest des Autos muskulös designt ist, wirken die schmalen Seitenspiegel recht filigran. Am Heck fallen die bumerangförmigen Rücklichter auf, die durch ein schmales LED-Band miteinander verbunden sind. Unter der Heckscheibe ist die Kofferraumklappe geschwärzt, das soll das Glas optisch verlängern. In der Schürze wird das Chromelement der Front wieder aufgenommen.
Hyundai Bayon
Die leicht coupéhaft abfallende Dachlinie wird von einem Dachkantenspoiler abgeschlossen.

Der Bayon ist das Pendant zum Kia Stonic von dem er auch die Technik bekommt. Der Radstand ist mit 2,58 Metern gleich, der Hyundai aber länger und breiter. Der Kofferraum ist mit 411 Litern etwas größer. Die Abmessungen im Überblick:
Länge: 4180 mm
Breite: 1775 mm
Höhe: 1490 mm
Radstand: 2580 mm
Kofferraum: 411 – 1205 l

Innenraum wie im i20

Der Innenraum des Kleinwagen-SUVs scheint aus dem Hyundai i20 zu stammen. Statt analoger Rundinstrumente gibt es ein 10,25 Zoll großes digitales Cockpit. Je nach Ausstattung ist der aufgesetzte Touchscreen fürs Infotainment acht oder ebenfalls 10,25 Zoll groß. Die wichtigsten Funktionen lassen sich auch über eine Touchleiste unterhalb des Bildschirms anwählen, die Lautstärke kann per Drehrad angepasst werden. Das eigene Smartphone kann per Apple CarPlay oder Android Auto verbunden werden, beim kleineren Infotainmentsystem ohne Navi geht das auch kabellos. Ist das Navi an Bord, soll es dank Abfrage in der Cloud genaue Verkehrsprognosen und daraus abgeleitete Ankunftszeiten liefern. Mit der sogenannten "Last Mile Navigation" kann man sich nach dem Parken auf dem Handy ans Ziel führen lassen. Und natürlich gibt es auch eine eigene App: Die ortet den Bayon, schließt ihn aus der Ferne auf oder zu und zeigt Infos wie den Tankinhalt an.
Hyundai Bayon
Der Innenraum kommt uns bekannt vor: Er erinnert stark an den i20. Auch hier gibt es ein digitales Cockpit.

Dem aktuellen Trend entsprechend ziehen sich die vertikalen Lüftungsschlitze der Klimaanlage über die gesamte Länge des Armaturenbretts. Die Klimaeinheit selbst wird über "richtige" Knöpfe bedient. Für die Sitze gibt es ausschließlich Stoffbezüge in gedeckten Farben. Standardmäßig sind die schwarz, optional gibt es noch welche in einer Kombination aus Dunkel- und Hellgrau oder nur in Dunkelgrau mit grünen Ziernähten und Details.

Mit Assistenten zum teilautonomen Fahren

Serienmäßig fährt der Hyundai Bayon auf 15 Zoll großen Stahlfelgen vor, gegen Aufpreis gibt es aber auch Leichtmetallräder in den Größen 16 und 17 Zoll. Das Grün des Fotofahrzeugs hat den klangvollen Namen "Mangrove Green", es stehen jedoch noch acht weitere Lackfarben zur Wahl, sechs davon können zusammen mit einem schwarz abgesetzten Dach gewählt werden.
Unter den Assistenten finden sich verschiedene Funktionen, mit denen man teilautonom fahren kann. Darunter ein aktiver Spurfolgeassistent oder der adaptive Tempomat mit Abstandsregelung. Er passt mit den Daten des Navis die Geschwindigkeit auf Autobahnen oder Landstraßen selbstständig an. Außerdem wäre da noch ein Parkassistent zu nennen, mit dem das Auto ganz allein in schmale Parklücken ein- und ausparkt.
Hyundai Bayon
Unter der zahlreichen Assistenten findet sich auch eine Verkehrszeichenerkennung oder ein Fernlichtassistent.

Mildhybride mit Zwischengasfunktion unter den Motoren

Diesel gibt es für den Bayon nicht, stattdessen kann man aus vier Benzinern wählen. Den Einstieg bildet ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 84 PS und manuellem Fünfgang-Getriebe. Die stärkeren Motoren haben drei Zylinder und einen Liter Hubraum. Hier gibt es ein Aggregat mit 100 PS, dass es wahlweise auch als Mildhybrid mit 48-Volt-Technik gibt. Der stärkste Motor kommt immer mit dieser Technik und leistet 120 PS. Während der reine Verbrenner immer manuell über sechs Gänge geschaltet wird, gibt es bei den Mildhybriden die Wahl zwischen einer Siebengang-Automatik oder einer intelligenten Sechsgang-Schaltung. Letztere entkoppelt den Motor in bestimmten Situationen und geht in einen spritsparenden Segelmodus, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Beide Getriebevarianten kommen mit der Zwischengas-Funktion aus den Sport-Modellen i20 N und i30 N, die für schnellere Gangwechsel sorgt. Wie zu erwarten bietet Hyundai keinen Allradantrieb für den Bayon an. Auch eine Variante mit reinem Elektroantrieb gibt es nicht.
Hinweis
Hyundai im Gebrauchtwagenmarkt von AUTO BILD

Im ersten Test hat der Bayon nur ein Manko

AUTO BILD ist bereits ein Vorserienmodell gefahren (hier geht's zum ausführlichen Fahrbericht). Das Einsteigen ist vorn wie hinten komfortabler als im i20, obwohl der Bayon nur vier Zentimeter höher ist. In der zweiten Reihe gibt es eine knappe Handbreit mehr Luft zwischen Knie und Vordersitz, das passt  so, auch für Alle, die größer als 1,80 Meter sind. In unserem Testwagen steckt der größte Motor, ein 120-PS-Mildhybrid – natürlich mit der technisch interessanteren Sechsgangschaltung. Bei Gaswegnahme und ausreichend geladenem Akku kuppelt der Antrieb automatisch aus und segelt im Leerlauf oder mit abgeschaltetem Motor. Sowohl das Wiedereinkuppeln, als auch das automatische Starten des gut gedämmten Motors klappen reibungslos. Der Bayon wirkt leichtfüßig, Durchzug und Antritt kann man nicht kritisieren. Es gibt nur ein Manko: Beim flotten Durchschalten der Gänge spricht der Motor leicht verzögert an. Das ist schade, denn ansonsten gibt der straffe, aber trotzdem harmonisch abgestimmte Bayon ein ziemlich rundes Bild ab.
Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 48 Volt
Bei unserer ersten Fahrt im Vorserienmodell schaltet das Sechsgang-Getriebe mit automatischer Segelfunktion exakt.

Technische Daten

Hyundai Bayon 1.2 MPI ● Motor: Vierzylinder-Benziner ● Hubraum: 1197 cm³ ● Getriebe: Fünfgang-Schaltung ● Leistung: 62 kW (84 PS) ● max. Drehmoment: 120 Nm ● 0-100 km/h: 13,5 s ● Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h ● Preis: ab 16.790 Euro.
Hyundai Bayon 1.0 T-GDI ● Motor: Dreizylinder-Turbobenziner ● Hubraum: 998 cm³ ● Getriebe: Sechsgang-Schaltung ● Leistung: 74 kW (100 PS) ● max. Drehmoment: 175 Nm ● 0-100 km/h: 10,7 s ● Höchstgeschwindigkeit: 183 km/h ● Preis: ab 19.990 Euro.
Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 48 V ● Motor: Dreizylinder-Turbobenziner (Mildhybrid) ● Hubraum: 998 cm³ ● Getriebe: Sechsgang-Schaltung/Seibengang-Automatik ● Leistung: 74 kW (100 PS) ● max. Drehmoment: 175 Nm ● 0-100 km/h: 10,7 s ● Höchstgeschwindigkeit: 183 km/h ● Preis: ab 20.990 Euro.
Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 48 V ● Motor: Dreizylinder-Turbobenziner (Mildhybrid) ● Hubraum: 998 cm³ ● Getriebe: Sechsgang-Schaltung/Seibengang-Automatik ● Leistung: 98 kW (120 PS) ● max. Drehmoment: 175 Nm ● 0-100 km/h: 10,4 s ● Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h ● Preis: ab 23.290 Euro.