Das ist der neue Hyundai Tucson

Das ist der neue Hyundai Tucson

Hyundai Tucson (2020): Vorstellung, Preis, Marktstart, Hybrid

Der neue Hyundai Tucson bekommt einen Schlafmodus

Das ging schnell: Nach nur fünf Jahren präsentiert Hyundai einen neuen Tucson mit komplett geändertem Design und neuen Antrieben. AUTO BILD macht die Sitzprobe!

Bühne frei für den neuen Tucson! Innerhalb von nur fünf Jahren stellt Hyundai eine vollständig neue Generation seines Mittelklasse-SUVs auf die Räder. Die mittlerweile vierte Generation von Hyundais Bestseller basiert auf einer neuen Plattform. Sie wird global zum Einsatz kommen und wurde 2019 mit dem Sonata eingeführt. Mit ihr wächst der Tucson in allen Dimensionen und gewinnt nicht zuletzt an Sicherheit. Bereits Ende 2020 soll das SUV mit fast durchgehend elektrifizierten Antrieben an den Start gehen.

Das ist der neue Hyundai Tucson

Optik: Kein Stein bleibt auf dem anderen

Spiegelnde Abdeckungen für Grillintarsien und LEDs lassen Kühler und Tagfahrlicht optisch verschmelzen.

Selten fällt eine neue Modellgeneration optisch so radikal anders aus wie der frische Tucson. Das SUV wirkt enorm futuristisch und übernimmt viel von der SUV-Studie Vision T. Mächtig Eindruck macht der Grill in Verbindung mit den Tagfahrleuchten. Die Grillintarsien besitzen nämlich, genau wie die einzelnen LED-Elemente, eine schwarz spiegelnde Oberfläche. Ist das Tagfahrlicht ausgeschaltet, scheint es unsichtbar und ein Teil des Grills zu sein. Durch die Positionierung der Hauptscheinwerfer seitlich unten in der Frontschürze wirkt das Auto stämmig. Untermalt wird das von bis zu 19 Zoll großen Felgen.
 

Ford? Nein, Hyundai! Das Heck erinnert etwas an den Mustang Mach-E. Der Kofferraum fasst 620 Liter.

Heckseitig ist ebenfalls alles anders. Die Heckleuchten mit den beiden vertikalen Streben erinnern etwas an den Mustang Mach-E, ansonsten gibt sich der Tucson auch hier eigenständig. Neu sind das durchgehende Leuchtenband und der Heckscheibenwischer, der jetzt versteckt unter dem Dachkantenspoiler sitzt. Das gibt dem Heck einen glatten Look, ist aber generell anfälliger für Schmutz, der sich dort ansammeln kann. Das optional farblich abgesetzte Dach wird durch eine Aluleiste vom Rest der Karosserie abgetrennt. Insgesamt hat die Optik mit dem Vorgänger nicht mehr viel gemein und dürfte für Diskussionsstoff sorgen. Mangelnden Wiedererkennungswert kann man dem neuen Tucson aber definitiv nicht attestieren.

Innenraum: Schlafmodus für die Fondpassagiere

Bei der ersten Sitzprobe überzeugt das Tucson-Cockpit mit guter Verarbeitung und wertigen Materialien – auch an nicht direkt sichtbaren Stellen wie den unteren Türtafeln. Ansonsten kann das Cockpit mit zwei Worten beschrieben werden: reduziert und schnörkellos. Die Lüftungsdüsen wurden fast unsichtbar in zwei Zierleisten integriert. Das dient nicht nur der Optik, sondern führt auch zu einem indirekten und angenehmeren Luftstrom. Hyundai nennt das "Multi Air". Auffällig ist auch das Digitalcockpit, welches ohne "Höhle" auskommt. Ob es in der Praxis spiegelungsfrei ablesbar ist, wird der Test zeigen. Schade: Ein Head-up-Display wird es offenbar nicht geben.

Bein- und vor allem Kopffreiheit sind im Fond genügend vorhanden, auch mit optionalem Panoramadach.

Das Cockpit kommt fast ohne Knöpfe aus. Die Klimabedienung geschieht über Touchflächen unterhalb des Infotainments. Dessen Bildschirm misst 10,25 Zoll (Basis: Acht Zoll) und steuert Hyundais neueste Bluelink-Infotainment-Generation an. Neu kann der Beifahrersitz vom Fahrer oder von der Rücksitzbank über einen Knopf in der Sitzlehne verstellt werden, um den Fondpassagieren mehr Beinfreiheit zu gewähren. Für die Passagiere auf der Rückbank gibt es einen Schlafmodus. Ist er aktiviert, werden alle Infotainment-Geräusche wie Musik oder Navi-Ansagen nur über die Frontlautsprecher wiedergegeben. Keine Weltneuheit, aber allemal ein nettes Extra.

Connectivity: Smartphone als Infotainment-Erweiterung

Das Interieur wirkt edel. Silberne Zierleisten auf Höhe der Fensterkanten fließen im Zentralbildschirm zusammen.

Das Smartphone ist ein integraler Bestandteil von Hyundais neuester Bluelink-Infotainment-Generation. Über die Bluelink-App können Fahrzeugfunktionen gesteuert, Daten überwacht sowie Informationen und Warnhinweise empfangen werden. So wird etwa eine Warnung aufs Telefon geschickt, wenn sich nach dem Abschließen noch Personen oder Haustiere im Fahrzeug befinden. Über die Bluelink-App kann das Auto auch lokalisiert und der Standort auf dem Display angezeigt werden. Weiter können der Tankstand oder, bei den Hybrid-Versionen, die Batterieladung abgerufen werden. Letztere können via Smartkey auch von außen in Parklücken ferngesteuert werden. Ein praktisches Feature ist die Last-Mile-Funktion: Sie überträgt den letzten Teil einer Navigations-Route aufs Smartphone, wenn der Weg nicht komplett per Auto zurückgelegt werden kann. Umgekehrt können Navigationsrouten auch vom Smartphone direkt ins Auto übertragen werden.

Sicherheit: Neuer Zentral-Airbag

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In Sachen aktiver und passiver Sicherheit ist der neue Tucson sehr weit vorne. Insgesamt sieben Airbags lindern im Falle eines Unfalls dessen Folgen. Einer bläst sich zentral zwischen den Vordersitzen auf und soll verhindern, dass Fahrer und Beifahrer zusammenprallen. Das ist in dieser Klasse einzigartig. Der automatische Abbremsassistent erkennt jetzt auch Querverkehr an Kreuzungen. Komplett neu ist der Highway Driving Assistent. Er kombiniert den Abstandstempomaten mit dem Spurhalteassistenten und Online-Navigationsdaten und soll so für ein möglichst flüssiges Fahrerlebnis sorgen. Beim Aussteigen warnt der Tucson vor nahenden Rad- oder Autofahrern.

Antriebe: Plug-in-Hybrid ab 2021

19 Zoll machen Eindruck. In der Basis rollt der Tucson aber auf Stahlfelgen in 17 Zoll vor.

Bei den Antrieben ist die vierte Tucson-Generation auf der Höhe der Zeit. Fast alle in Deutschland erhältlichen Tucson-Motoren bekommen nämlich eine E-Unterstützung. Der einzige reine, ohne E-Unterstützung erhältliche Verbrenner ist der Einstiegs-Diesel mit 115 PS. Darüber rangiert ein Selbstzünder mit 136 PS und 48-Volt-Bordnetz. Wer einen Benziner will, hat die Wahl zwischen 150 PS und 180 PS, eine Mildhybridunterstützung mit 48-Volt-Bordnetz haben beide. Den Einstiegsbenziner bietet Hyundai allerdings zusätzlich auch ohne Mildhybridunterstützung an. Für Leistungshungrige hält Hyundai einen Hybrid mit 230 PS Systemleistung, 350 Nm Drehmoment und Sechsgang-Automatik bereit. Für die meisten Antriebsvarianten sind Allradantrieb und eine Doppelkupplung optional zu haben. Auch einen Plug-in-Hybrid wird es vom Tucson geben. Der wird aber voraussichtlich erst Anfang 2021 erhältlich sein, Leistungsdaten zu dieser Motorisierung gibt es noch nicht. Reine Elektro- oder Wasserstoffantriebe dürften für den Tucson nicht zur Debatte stehen. Erstens hält Hyundai mit dem Kona Elektro und dem Nexo bereits Alternativen bereit. Zweitens würde ein Elektro-Tucson wahrscheinlich eine zu große Konkurrenz für Hyundais zukünftige E-Marke Ioniq darstellen.

Marktstart/Preis: Ab Ende 2020 ist er zu haben

Marktstart für den neuen Tucson ist voraussichtlich Ende 2020. Preise gibt Hyundai noch nicht bekannt. Die auslaufende dritte Generation ist ab gut 24.000 Euro zu haben. AUTO BILD geht davon aus, dass die Preise leicht steigen werden und der neue Tucson ab etwa 25.000 Euro bei den Händlern wird. Für Märkte außerhalb Deutschlands wird es übrigens erstmals zwei verschiedene Radstände geben. Bei uns wird nur die kürzere Variante erhältlich sein.

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