Fahrbericht Kia EV6

Kia EV6: Test, Elektro, Motor, Akku, Prototyp, 800-Volt-Technik

Erste Fahrt: So gut ist Kias neuer Elektro-Crossover EV6

AUTO BILD war einen Tag mit dem Prototyp des Kia EV6 unterwegs – und wollte den Elektro-Crossover am Morgen danach am liebsten behalten.
Wir sind ja unter uns, da können wir kurz persönlich werden. Wenn du also auf die 50 zugehst, da tut gelegentliches Liegen während der Arbeitszeit ganz gut. Einfach mal in die Horizontale und wegdösen, so ein kleines Nickerchen hält uns Silver Surfer fit auf dem Weg zum Best Ager. Ionity-Schnellladestation in der hintersten Ecke einer Tankstelle neben dem Autohof "Hessenland" Kirchheim. Du drückst also den Knopf am Fahrersitz, die Lehne fährt automatisch zurück, wie wir uns das früher beim Knutschen im Käfer gewünscht hätten, und ruck, zuck liegst du und verteufelst das Auto, weil du gleich wieder hoch musst. (Wichtige Tipps für den Neuwagenkauf im Internet)

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Wir fahren den Prototyp des neuen Kia EV6, für 24 Stunden, und jetzt geht es auch wieder weiter, denn dank 800-Volt-Technik lädt dieser Korea-Kracher so schnell wie ein Porsche Taycan; Kia sagt: in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Bei uns zieht er nicht ganz mit 239 kW, macht er nur, wenn er leer ist. Wir haben mit 39 Prozent Rest angedockt, Zauberknopf gedrückt, sind eingedöst, nach 20 Minuten mit 85 Prozent weitergefahren. Wir sind ja immer noch unter uns: In jedem VW-ID-Modell hätten wir noch 20 Minuten schlafen können. Jetzt erst mal Bohnenkaffee und Brezel. Der kleine Roadtrip spielt immer noch in der waldhessischen Prärie zwischen A7 und A4, wir fassen kurz zusammen: Losgefahren mit leichtem Magengrummeln mitten in der Nacht, weil sich der Fotomann beim Sonnenaufgang um eine geschlagene Stunde vertan und erst mal Strecke gemacht hat.

Optisch macht der elektrische Kia richtig viel her

Kia EV6 (2021): Sitzprobe - Neuvorstellung - Elektro - Preis - Info

Erste Sitzprobe im Elektro-Kia EV6

Nee, ist gar nicht einfach, die Batterie in die Knie zu zwingen; die von Kia sind doch tatsächlich 528 Kilometer durch die Gegend geschlichen, bis sie den Akku leer hatten, aber wir bleiben ehrlich: Kias EV6 gibt es mit zwei Batterie-Paketen, der Kleine für 44.990 Euro hat einen 58-kWh-Akku und 170 PS, der Größte kostet 65.990 Euro, hat 77,4 kWh, Allrad, 584 PS – und schießt dich in 3,5 Sekunden auf Tempo 100. Da musst du aufpassen, dass dir das Frühstück nicht ein zweites Mal begegnet. Das Auto mit dem amtlichen Kennzeichen F-EV 68 E, das kurz vor Ladenöffnung aus Versehen fast mitten in die Bad Hersfelder Fußgängerzone gefahren wäre, ist einer für die örtlichen Festspiele: Wie kann man bloß ein derart geschliffenes Auto auf die Räder stellen, bei dem du gleich nach den ersten Kilometern am liebsten aufstehen und klatschen würdest? 4,70 Meter sexy Hülle, coupéartiges Heck mit außergewöhnlichem Leuchtenband.
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Innen großzügiges Platzangebot im Fond und dieses Zwei-Monitor-Cockpit. Unser EV6 hat auch Allrad – ein E-Motor vorn und einer hinten –, den großen Akku, aber 325 PS Systemleistung im Unterboden. In Österreich kostet dieses Auto 57.590 Euro, bei uns würfeln sie noch. Haben wir schon gesagt, dass Kia früher mal langweilige Autos zu günstigen Preisen verkauft hat und danach ordentliche mit sieben Jahren Garantie und jetzt erstaunliche Technik mit atemberaubendem Design?

Im Antrieb und in der Abstimmung steckt ordentlich Fahrspaß

Der macht richtig Laune: In 5,2 Sekunden ist der EV6 auf 100 km/h, seine zwei Tonnen spürt man nicht.

©F. Roschki / AUTO BILD

Ach ja, Spaß macht's auch. Du trittst auf den Pinsel, zwei Tonnen Crossover fühlen sich so leicht an wie früher 850 kg im Golf GTI, nur dass die Fuhre in 5,2 Sekunden auf 100 Sachen ist, fast doppelt so schnell wie der Traum von vor 30 Jahren. Fahrwerk, Lenkung, alles fühlt sich derart straff, wohldosiert und top abgestimmt an, dass wir, wenn wir's nicht schon wüssten, spätestens jetzt sagen würden: Die haben das doch einen von BMW machen lassen! Wir fahren weiter in den Sonnenuntergang, nachts wird uns noch die Stadtpolizei in Kassel sagen, dass man ein Auto nicht vor dem Museum in Innenstadtlage namens "Fridericianum" abstellen darf, auch nicht zwei Minuten für ein Foto, während die AMGs an uns vorbeidonnern. Den Ausflug zu VW, die vor den Toren Kassels Motoren für die ID-Flotte bauen, um dort mal Kias IDee zu zeigen, sparen wir uns. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)
Technische Daten Kia EV6 AWD 77,4 kWh • Motor: zwei Elektro-Motoren • Leistung: 74 kW (100 PS) vorn, 165 kW (225 PS) hinten; gesamt 239 kW (325 PS) • max. Drehmoment: 605 Nm • Antrieb: Allrad, Automatik • Länge/Breite/Höhe: 4695/1890/1550 mm • Leergewicht: 2015 kg • Kofferraum: 520-1300 l • 0-100 km/h: 5,2 s • Vmax: 185 km/h • Verbrauch: 17,2 kWh/100 km • Reichweite: 506 km • Abgas CO2: 0 g/km • Preis ca. 58.000 Euro.

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Fotos: F. Roschki / AUTO BILD

Stichworte:

Allradantrieb

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