Kia ProCeed: Vorstellung

Kia ProCeed: Vorstellung

Kia ProCeed (2018): Test, Motor, Shooting Brake

Alle Infos zum Kia ProCeed

Neben Schrägheck und Kombi bringt Kia den Ceed nun als Shooting Brake. AUTO BILD hat alle Infos zum neuen ProCeed.

Vorstellung: Kia macht den Ceed zum Shooting Brake

Nachdem Kia seinen kompakten Ceed im Frühjahr 2018 in Genf präsentierte, folgt in Paris dessen Shooting Brake, der ProCeed. Optisch zwar klar dem Steilheck zugeordnet, machen die Koreaner beim sportlicheren Modell doch vieles anders. An der Front erhält der ProCeed eine eigenständige Stoßstange mit großen Lufteinlässen. Die LED-Leuchten sind schon vom regulären Ceed bekannt, auch die Motorhaube übernimmt der schnittigere ProCeed von seinem Ausgangsmodell. An der Seite fällt die im Vergleich zum Sportswagon um 43 mm niedrigere Dachlinie auf. Der Radstand bleibt wie bei allen Ceed-Modellen mit 2,65 Metern unverändert. Mit 4,61 Metern ist der ProCeed der längste in der Ceed-Familie. Die Heckscheibe läuft deutlich flacher in das Heck als bei Kombi und Limousine. Kia legt den ProCeed gegenüber den anderen Ceeds um fünf Millimeter tiefer. Am Heck fällt die Ähnlichkeit zur auf der IAA 2017 präsentierten Studie am meisten auf. Die Rückleuchten sind durch ein LED-Leuchtband miteinander verbunden, die breite Stoßstange beheimatet zwei Endrohre. Der Kia ProCeed feiert auf dem Autosalon in Paris (2. bis 14. Oktober 2018) seine Premiere.

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Innenraum: Das Ceed-Cockpit bleibt

Der Innenraum bleibt wie beim Ceed.

Den Innenraum übernimmt der ProCeed fast vollständig vom normalen Ceed. Bedeutet: Cockpit aus der Großserie, alle Schalter und Knöpfe wohlbekannt. Ist nicht schlecht, denn schon der Ceed gefällt uns mit seiner Klarheit richtig gut. Klar ist auch der frei stehende, sieben Zoll große Touchscreen, der beim Proceed serienmäßig verbaut wird, optional sind acht Zoll wählbar. Das Platzangebot vorne ist mehr als ausreichend. Und auch hinten lässt sich es durch den im Vergleich zu den anderen Ceed-Modellen unveränderten Radstand bequem sitzen – vorausgesetzt, man ist nicht größer als 1,80 Meter, denn dann macht einem die im Vergleich zum Sportwagon um 4,3 Zentimeter abgesenkte Dachlinie einen Strich durch die Frisur. Wer das maximale Raumangebot möchte, der bestellt eben den Kombi.

Fahren: Mit der Top-Motorisierung ist man sportlich unterwegs

Die Lenkung des ProCeed ist präzisier geworden.

AUTO BILD ist die getarnte Topversion schon gefahren!
 Auf der Straße zeigt sich die 204 PS starke Topversion bei ersten Testfahrten ausgewogen und stimmig. Der aufgeladene Vierzylinder hängt direkt am Gas, obwohl der koreanische Fronttriebler nicht nur durch seine mäßige Akustik den überschaubaren Hubraum nicht überspielen kann. Wahlweise gibt es das Topmodell mit einer Sechsgang-Handschaltung oder einem gut abgestimmten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das die Gangwechsel dezent im Hintergrund vollzieht. Ab 1800/min dreht der Vierzylinder mit Direkteinspritzung willig hoch und beschleunigt kraftvoll bis jenseits der 200er-Marke. Einmal mehr hat das Entwicklungsteam rund um den ehemaligen BMW-Mann Albert Biermann gerade bei der Fahrwerksentwicklung einen guten Job gemacht: Denn der ProCeed fährt sich mit seinen McPherson-Federbeinen vorn und einer Mehrlenkeranse gerade mit dem serienmäßigen 18-Zoll-Radsatz der GT-Version noch straffer und direkter, als man es vom normalen Ceed kennt. Insbesondere die Lenkung hat ihre labile Leichtigkeit der vergangenen Jahre verloren, lässt sich jetzt gut und präzise dosieren.

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Ausstattung: Als GT so richtig sportlich

Ein sieben Zoll Touchscreen ist Serie, optional gibt es auch acht Zoll.

Der ProCeed kommt in zwei Ausstattungsvarianten in den Handel. Basis ist die GT-Line, mit schwarz-braunen Sitzen in einer Kunstleder-Stoff-Kombination und höheren Seitenwangen. Top ausgestattet ist der ProCeed GT. Hier finden sich Sportsitze mit eingesticktem GT-Logo. Sie sind mit einer Leder-Veloursleder-Mischung bezogen und sollen dank ihrer straffen Polsterung und Seitenwangen mehr Seitenhalt garantieren. Die Sitze sind auch optional für die "GT-Line" erhältlich. Von der Länge des ProCeed profitieren nicht nur die Insassen, sondern auch der Laderaum, der mit 594 Litern auf üppigem Kombiniveau liegt und damit rund 100 Liter mehr als ein Mercedes CLA Shooting Brake bietet. Dabei lässt sich die Rückbank nicht nur im Verhältnis 40:20:40 geteilt umlegen, auch die zahlreichen Zurrösen sorgen für ideale Transportmöglichkeiten. Auch eine Reihe an Assistenzsystemen findet ihren Weg in den ProCeed. Serienmäßig sind sechs Airbags, ein Frontkollisionswarner inklusive Notbremsassistent, ein aktiver Spurhalteassistent, ein Müdigkeitswarner und der Fernlichtassistent. Optional bietet Kia, erstmals in Europa, den teilautonomen Stauassistenten an. Auch automatisiertes Einparken oder ein Querverkehrswarner stehen optional zur Auswahl.

Motoren und Preise: Top-Modell mit 204 PS

Das Top-Modell erhält einen 1,6-Liter Vierzylinder mit 204 PS.

Wem die ProCeed-Versionen mit 1,0 und 1,4 Litern mit ihren 120 beziehungsweise 140 PS zu schlapp sind, und wer keine Lust auf den 136 PS starken Diesel hat, der dürfte sich gerade in Verbindung mit der Shooting-Brake-Karosserie für die Topversion des 1.6 T-GDI mit 150 kW/204 PS erwärmen können, dessen maximales Drehmoment von 265 Nm für ausreichend Dampf sorgt. Zu den Preisen hat sich Kia bisher nicht geäußert, jedoch dürften sie rund 1000 Euro über dem Ceed Sportswagon liegen, der ab 16.990 Euro zu haben ist. Europäischer Marktstart ist im ersten Quartal 2019. Sieben Jahre Herstellergarantie bis maximal 150.000 Kilometer machen das Ganze gewohnt interessant.

Kia ProCeed: Vorstellung

Autoren: Andreas Huber, Jan Götze, Joaquim Oliveira

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