Lackreparatur-Sets im Test: Ergebnisse

Lackreparatur-Sets im Test: Ergebnisse

Kratzerentferner: Test

Acht Lackreparatur-Sets im Test

Eine neue Lackierung am Auto kann teuer werden. Mit handwerklichem Geschick und dem richtigen Mittel soll man kleine Schäden auf der Blechhaut leicht selbst ausbessern können. AUTO BILD hat acht Lackreparatur-Sets getestet.
Steinschlag, die Tür des Nebenmanns oder ein Einkaufswagen: Autolack hat viele Feinde. Solange es nur kleine Kratzer sind, hilft der Zubehörhandel weiter. Mit speziellen Lackreparatur-Sets und etwas handwerklichem Geschick kann jeder selbst ans Werk gehen und den Fahrzeuglack aufbereiten. AUTO BILD hat acht Lackreparatur-Produkte für maximal 17 Euro ausprobiert. Um dabei belastbare Ergebnisse zu erzielen, haben wir uns Unterstützung von den Reinigungsprofis der Firma Kärcher geholt. In deren Testzentrum mussten die Mittel beweisen, wie gut sie Kratzer entfernen und ob sie die Oberflächen angreifen, sprich ihre Materialverträglichkeit wurde überprüft.

Test: Viele Kratzerentferner nicht für Kunststoff geeignet

Die Materialverträglichkeit der Kratzerentferner wird auf Polycarbonat geprüft.

Zwar sind die Produkte hauptsächlich für die Anwendung auf Lack gedacht, aber viele Autofahrer nutzen sie auch, um matte Kunststoffklarglasscheiben der Scheinwerfer zum Strahlen zu bringen. Da nur drei Testteilnehmer vor dem Einsatz auf Kunststoff warnen, haben wir zusätzlich die Verträglichkeit auf Polycarbonat überprüft. Nach einer halben Stunde bemerkt Laborchef Frank Ritscher die ersten geschädigten Kunststoff-Teststreifen. "Ein Lackreiniger beinhaltet unter anderem auch Lösemittel. Diese erkennt man nicht nur an ihrem intensiven Geruch, sondern auch daran, dass sie Polycarbonat stark angreifen", erklärt der Fachmann. Zum Glück machen nicht alle Produkte in diesem Prüfpunkt eine schlechte Figur. Sonax und Dr. Wack fallen hier besonders positiv auf und zeigen, dass es sehr wohl möglich ist, ein materialfreundliches und trotzdem wirksames Produkt zu entwickeln. Kein Wunder, dass sie in der Gesamtwertung die Nase vorne haben.

Bei Anwendung auf Lack Acht geben

Grundsätzlich gibt es zwei Produktgruppen: Ein- und Zweikomponentenprodukte. Der Unterschied? Bei Zweikomponentenmitteln werden zwei Polituren mit unterschiedlichen Schleifgrößen zum Auspolieren der Kratzer benutzt. Eines sollten Anwender immer beachten: Alle getesteten Produkte beseitigen die Schrammen, indem sie den Lack abtragen. Wer es bei der Anwendung übertreibt, macht aus einem kleinen Kratzer schnell einen unansehnlichen und teuren Schaden. Denn die Lackierung soll dem Auto nicht nur Farbe verleihen, sondern es auch vor Wettereinflüssen schützen. Eine wichtige Aufgabe für die nur 100 Mikrometer dicke Lackschicht. Wer diese mit Schleifpapier und abrasiven Mitteln bearbeitet, sollte besonders behutsam ans Werk gehen. Sonst ist am Ende noch der Lack ab!
# Lackreparatur-Sets im Test  
1.

Sonax Kratzer-Entferner

Preis: 14,70 Euro*
Bewertung: empfehlenswert

 
2.

Dr. Wack A1 Nano Kratzer Polish

Preis: 16,99 Euro*
Bewertung: empfehlenswert

 
3.

Abacus Pre-Poli Kratzer-Entferner

Preis: 14,95 Euro*
Bewertung: bedingt empfehlenswert

 
4.

Stark Kratzer-Entferner-Set

Preis: 11,95 Euro*
Bewertung: bedingt empfehlenswert

 
5.

Quixx Repair-System

Preis: 12,99 Euro*
Bewertung: bedingt empfehlenswert

 
6.

Kratzer-Ex Kratzer-Entferner-Set

Preis: 15,40 Euro*
Bewertung: bedingt empfehlenswert

 
7.

Brestol Kratzer-Entferner

Preis: 13,90 Euro*
Bewertung: bedingt empfehlenswert

 
8.

Nigrin RepairTec Lackreperatur

Preis: 14,12 Euro*
Bewertung: nicht empfehlenswert

 

So wurde getestet

Laborleiter Frank Ritscher prüft mit einem Glanzgradmessgerät ein Testblech.

Um die Lackreparatur-Sets unter reproduzierbaren Bedingungen prüfen zu können, haben wir den Test im Kompetenzzentrum des Reinigungsspezialisten Kärcher durchgeführt. Hier wurden unter Aufsicht des Laborchefs Frank Ritscher die Produkte geöffnet, die wir im verdeckten Testeinkauf erworben hatten. Anschließend kamen die strengen Testkriterien des Industrieverbandes Körperpflege und Waschmittel (IKW) zum Einsatz. Die normverkratzten Testbleche wurden nach jedem Einsatz mit Isopropanol gereinigt, die Produktwirkung mit einem Glanzgradmessgerät kontrolliert.

Jasmin Apitzsch-Krause

Fazit

Bei leichten Kratzern kann sich der Griff zu einem guten Lackreparatur-Set lohnen. Bei tiefen Schrammen führt kein Weg am Spezialisten vorbei – sonst blüht schon bald der Rost.

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