Leak zeigt zwei wichtige Details des neuen Modells

Der neue Mercedes SL wird ein echter AMG! In der achten Generation wird der Roadster als 2+2-Sitzer und mit klassischem Stoffdach wieder deutlich sportlicher werden als die Vorgänger. Aktuell befindet sich der intern R 232 genannte SL in der finalen Erprobungsphase. Jetzt wurde der Roadster geleakt! Das Foto wurde auf der Instagram-Seite von cochespias veröffentlicht und ist scheinbar bei einer internen Präsentation entstanden. Es ist ziemlich unscharf und das Auto ist nicht komplett fotografiert, aber zwei wichtige Details sind zu sehen. Da wäre zum einen die Form der Scheinwerfer. Sie werden deutlich schmaler und länger als beim Vorgänger, das verleiht dem neuen SL eine gewisse Aggressivität. Nummer zwei betrifft die Felgen. Die schwarzen Exemplare auf dem Bild scheinen einen Zentralverschluss zu haben.

Die wichtigsten weiteren Infos zum neuen SL im Überblick:
● neuer SL von Mercedes-AMG entwickelt
● R 232 wird leichter und sportlicher
● Rückkehr zum Stoffdach
● Innenraum mit großen Displays
● erstmals Allradantrieb für den SL
● SL 73 e 4Matic+ als 800 PS starkes Topmodell
● Marktstart Anfang 2022

Optik: Der neue Mercedes-AMG SL wird kleiner

Schon zuvor hatte Mercedes offizielle Bilder veröffentlicht, die zwei Prototypen des kommenden SL bei Tests am Polarkreis zeigen. Auf den Fotos ist deutlich zu erkennen, dass der neue SL eine ganze Ecke kleiner wird als der R 231. Plattformspender für den neuen SL wird der AMG GT. Das Kürzel SL steht eigentlich für "super-leicht". Davon war der SL zuletzt aber weit entfernt. Damit die achte Generation abspecken kann, geht Mercedes zurück zum klassischen Stoffdach, das das aufwendige Variodach des R 231 ersetzt. Zudem ist auf den Bildern zur erkennen, dass die Motorhaube des neuen SL deutlich weiter nach unten gezogen wird. Natürlich darf auch beim SL der Panamericana-Grill nicht fehlen. Interessant wird es am Heck: Neben der elektrisch ausfahrbaren Abrisskante sind unterschiedliche Abgasanlagen zu erkennen. Der Roadster mit dem schwarzen Stoffdach hat vier runde Endrohre, während am SL mit dem roten Dach vier eckige Auspuffblenden zu erkennen sind. Das könnte ein Hinweis auf die Motorisierungen geben.
Mercedes SL
Der neue SL befindet sich schon in der fortgeschrittenen Erprobung.

Innenraum: SL-Cockpit kommt mit großen Displays

AMG hat auch schon die ersten Bilder vom Roadster-Innenraum gezeigt und bestätigt die bisherige Vermutung: Der SL bekommt große Displays für Kombiinstrument und Infotainment. Anders als bei Mercedes C-Klasse oder S-Klasse steht das 12,3 Zoll große Kombiinstrument aber nicht frei hinterm Lenkrad, sondern es verschwindet unter einer Abdeckung. Das soll vor Sonnenlicht von oben schützen, wenn im 2+2 offen gefahren wird. Aus diesem Grund lässt sich auch der 11,9 Zoll große Touchscreen in der Mittelkonsole elektrisch in der Neigung verstellen. Das System ist das gewohnte MBUX-Infotainment, ergänzt um AMG-spezifische Inhalte. Optisch vereint der SL unterschiedliche Designelemente anderer Fahrzeuge mit Stern in sich.
Mercedes-AMG SL Interieur.   !!! EMBARGO: 14.07.2021; 00:01h !!!
Das Kombiinstrument findet sich beim SL wieder unter einer Abdeckung. Das macht einen edlen Eindruck.

Sogar die Sitze sind ein Designelement

Die Mittelkonsole erinnert an den AMG GT 4-Türer, das Armaturenbrett ein wenig an die C-Klasse. Die Lüftungsdüsen sind allerdings weiterhin rund und bekommen geschwungene Turbinenschaufeln als Luftleitelemente. Die Sitze sollen auf Wunsch entweder sportlich oder komfortabel ausgelegt sein. Dabei sind sie ganz klar als Designelement zu betrachten. Die aufwendige Steppung auf den Fotos wird zwar wohl nur den Modellen mit Belüftung vorbehalten sein; sie zeigt aber, was möglich ist. Der Mercedes-typische Luftausströmer in der Kopfstütze ("Air Curtain") gehört natürlich auch im SL zum guten Ton und hält die Insassen auch bei herbstlichen Temperaturen im Nackenbereich warm.

Nach über 30 Jahren gibt es wieder Rücksitze

Erstmals seit 1989 gibt es im SL zur neuen Generation wieder Sitzplätze hinter Fahrer und Beifahrer. Zwar sollen laut Mercedes nur Personen bis 1,50 m Körpergröße in der zweiten Reihe Platz finden, als Notlösung können die beiden Plätze aber wenigstens etwas mehr Alltagsnutzen bieten. Auch ohne Kinder auf der Rücksitzbank ist der gewonnene Platz sicher praktisch und erlaubt das schnelle Verstauen von Kleinteilen ohne den Gang zum Kofferraum.
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Motoren: Mercedes SL 73 e als 800 PS starkes Topmodell?

Klar ist schon jetzt: Der neue SL wird ausschließlich als AMG-Version erhältlich sein. Vier runde Endrohre kennzeichnen bei AMG die 43er-/53er-Modelle. Demnach könnte ein SL 43 die Basisversion bilden. Die eckigen Endrohrblenden sind normalerweise den 63er-Modellen vorbehalten. Ob Mercedes-AMG allerdings weiterhin auf den Vierliter-V8-Biturbo setzt, ist noch nicht ganz sicher. Während der kommende C 63 zum Plug-in-Hybrid mit Vierzylinder wird, dürfte der Prestigeverlust beim SL ohne V8 womöglich zu groß sein. Zudem wird bereits fleißig über das Topmodell SL 73 e spekuliert, das auf eine elektrifizierte Version des V8-Biturbos mit bis zu 800 PS setzen dürfte. 
Mercedes SL-Klasse Roadster AMG  !! ILLUSTRATION !!
Illustration: So könnte der neue Mercedes-AMG SL im Spätherbst 2021 auf den Markt kommen.

Mercedes-AMG SL kommt mit vollvariablem Allradantrieb

Damit würde Mercedes das 73er-Kürzel nach gut 20 Jahren wiederbeleben – allerdings ohne V12, denn einen Zwölfzylinder, wie zuletzt im SL 600 und SL 65, wird es im R 232 definitiv nicht mehr geben. AUTO BILD geht davon aus, dass der SL mit Motorisierungen vom SL 43 (367 PS) bis hin zum SL 73 e (800 PS) angeboten wird. Auch ein Plug-in-Hybrid mit dem Antrieb aus dem neuen, 558 PS starken C 63 ist durchaus denkbar. Zudem gibt es ein absolutes Novum beim SL: Erstmals wird der Roadster auch mit dem vollvariablen Allradantrieb 4Matic+ angeboten. (AUTO BILD-Sommerreifen-Test 2021: mehr als 50 Reifen im Vergleich)

Preise: Neuer Mercedes-AMG SL startet wohl ab 100.000 Euro

Die Premiere des 2+2-Sitzers ist für den Herbst 2021 geplant, die Markteinführung folgt vermutlich Anfang 2022. Zum Preis des neuen SL gibt es noch keine Informationen. Der Vorgänger war zuletzt als 367 PS starker SL 400 ab ungefähr 100.000 Euro zu haben, der 530 PS starke AMG GT Roadster kostet mindestens 136.178 Euro. AUTO BILD geht davon aus, dass der R 232 bei gut 100.000 Euro starten wird – je nachdem, für welche Einstiegsmotorisierung sich Mercedes am Ende entscheidet.