Vor der Premiere der elektrischen S-Klasse EQS im April 2021, liefert Mercedes beinahe wöchentlich neue Teaser oder Erlkönigfotos. Das neuste Bild zeigt das Auto im Profil, ist aber so dunkel gehalten, dass man nur die Silhouette bis etwa zu den Schürzen und die Türlinie gut erkennen kann. Wie es schon die Erlkönigbilder verraten haben, weicht die Grundform der Oberklasse-Limousine von der uns bekannten S-Klasse ab.

Mercedes EQS wird coupéhaft

Mercedes EQS Erlkönig
Der Mercedes EQS wirkt coupéhafter als die S-Klasse und hat einen deutlich kürzeren hinteren Überhang.
Front- und Heckbereich sind kürzer, die Form ist coupéhafter und die Seitenfenster reichen weiter nach vorn und hinten. Dafür übernimmt der EQS die versenkbaren Türgriffe – womöglich sind die aber ebenfalls aufpreispflichtig. Insgesamt wirkt das Auto etwas gedrungener als sein Verbrenner-Bruder. Außerdem erhärtet sich mit dem neuen Teaser der Verdacht, dass das Auto eine eigene Lichtsignatur am Heck bekommt, die sich aus Schrägstricken zusammensetzt. Und: Das Auto hat Seitenspiegel. Der EQS bekommt also offenbar keine Kameras, wie Audi sie für das Elektro-SUV e-tron anbietet.
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Front des EQS scheinbar von der Studie übernommen

Wie die Front in aussehen wird, zeigte bereits der im Dezember 2020 veröffentlichte Teaser. Die Serienversion übernimmt den komplett geschlossenen Grill mit einem großen Stern von der Studie Vision EQS Concept. Die Lichtsignatur scheint aus einem durchgehenden LED-Band und je drei kleinen runden Elementen pro Seite zu bestehen. Die Schürze wirkt, als würde sie etwas weiter vorstehen als der Grill. Außerdem sind eine ausgeformte Motorhaube und breite Kotflügel zu sehen.
Mercedes EQS Teaser
Der erste Teaser bestätigt: Die Serienversion übernimmt den geschlossenen Grill der Studie.

MBUX Hyperscreen im Innenraum

Der durch den Wegfall des Verbrenners entstandene Platz im Motorraum wird unter anderem von einem neuen HEPA-Luftfiltersystem genutzt. Das will Mercedes optional für den EQS anbieten. Das zehn Liter große Filtersystem soll die Luft im Innenraum so sauber wie in einem Operationssaal machen. Neben Feinstaub und Stickoxiden sollen aber auch unangenehme Gerüche ferngehalten werden. Apropos Innenraum: Im EQS wird es optional einen neuen Bildschirm geben, der noch größer als der in der S-Klasse ist. Der MBUX Hyperscreen erstreckt sich mit einer Breite von 1,41 Metern über die gesamte Fahrzeugbreite und arbeitet mit künstlicher Intelligenz. Dank OLED-Technologie ist die Darstellung besonders kontrastreich und liefert ein sattes Schwarz.
Mercedes MBUX Hyperscreen
Der EQS kommt mit dem neuen Hyperscreen, bei dem sich drei Bildschirme übers gesamte Armaturenbrett strecken.

Bis zu 700 Kilometer Reichweite im EQS

Laut Mercedes soll der EQS dank moderner Batterietechnik eine Reichweite von 700 Kilometern nach WLTP schaffen. Wahrscheinlich realisiert man das mit einer 100-kWh-Batterie. An einer Schnellladestation mit einer Ladeleistung von 350 kW könnte der Stromspeicher in nur 20 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt werden. Das Antriebskonzept wird wahrscheinlich dem der Studie und des EQC ähneln: Je ein Elektromotor treibt die beiden Achsen an. Die Limousine soll es in verschiedenen Leistungsvarianten geben – gerüchteweise von 400 bis 600 PS.