Powerstations im Test

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
Anker 757 PowerHouse
1,8 (gut)
2.
Preis-Leistungs-Sieger
Ecoflow Delta Mini
2,0 (gut)
3.
Bosswerk Powerstation 1000
2,1 (gut)
4.
Jackery Explorer 1000
2,4 (gut)

Kurz gesagt ist eine Powerstation eine große Batterie mit 230-Volt-Steckdosen zum Mitnehmen – ob beim Camping, beim Festival oder im kommenden Winter als Notfallreserve. Nachhaltig werden die Speicher, wenn sie mit dem passenden Solarpanel aufgeladen werden. AUTO BILD REISEMOBIL und COMPUTER BILD haben vier kleine Akku-Kraftpakete mit einer Kapazität von 1000 Wh getestet.
Anker 757 PowerHouse
757 PowerHouse
Anker
757 PowerHouse

1,8 (gut)

  • viele Anschlüsse
  • bis zu 100 W schnelle USB-Buchsen
  • schwer und groß
  • Laden klappt erst nach Knopfdruck
Preis 1.699,00 €

Sieger im Powerstation-Test: Anker 757 PowerHouse

Mit satten 20 Kilogramm ist der Anker-Solargenerator ist ein echtes Schwergewicht – in dem aber auch richtig viel Leistung steckt. Der Lithium-Eisen-Akku hat eine Kapazität von 1,01 kWh und versorgt Verbraucher mit einer Dauerlast von bis zu 1500 Watt. Neben seinen beiden 230-Volt-Steckdosen gibt es diverse USB-Anschlüsse, darunter einmal USB-C. Anker verspricht 3000 Ladzyklen, an einer Haushaltssteckdose ist das 757 Powerhouse in schlanken 84 Minuten aufgeladen. Das passenden Solarmodul Anker 625 mit 100 Watt schafft an sonnigen Tagen immerhin 0,68 kWh. Im Test erzielte die Anker 757 PowerHouse die Note 1,8 (gut).
Ecoflow Delta Mini
Delta Mini
Ecoflow
Delta Mini

2,0 (gut)

  • leicht und im handlichen Format
  • mit App
  • lädt langsam über Solarpanel
  • nur eine USB-C-Buchse mit 18 Watt
Preis 999,00 €

Preis-Leistungs-Sieger: Ecoflow Delta Mini

Geradezu ein Leichtgewicht gegenüber dem Testsieger ist der Preis-Leistungs-Sieger Ecoflow Delta Mini. Die mit weniger als 38 Zentimetern an ihrer längsten Seite sehr kompakte Powerstation bringt nur gut zehn Kilogramm auf die Waage und bietet alle wichtigen Anschlüsse. Die USB-Buchsen dürften aber etwas leistungsstärker sein. Im Lithium-Ionen-Akku stecken 800 Wattstunden Energie, er lässt sich an einer Steckdose in 125 Minuten vollständig laden; das zugehörige Solarpanel Ecoflow 160 W liefert maximal 0,57 kWh. Interessant: Die Delta Mini ist die einzige Powerstation mit App zur Anzeige der wichtigsten Daten. Im Test erzielte die Ecoflow Delta Mini die Note 2,0 (gut).
Produkttest Powerstation
Fast ein Fliegengewicht: Die kleine Ecoflow bringt nur zehn Kilo auf die Waage. Testsieger Anker ist doppelt so schwer.

So haben AUTO BILD REISEMOBIL und COMPUTER BILD getestet

Um die Leistungsfähigkeit der Powerstations zu bewerten, wurden die vier Konkurrenten in einem Testlabor in unterschiedlichen Kategorien geprüft.
Akkukapazität: Ausschlaggebend für die Leistung ist die entnehmbare Energiemenge der voll aufgeladenen Akkus. Im Testaufbau diente eine herkömmliche Glühbirne mit klassischem Glühfaden als Verbraucher, ein Messgerät zeichnete die abgegebene Energie auf. Die gemessenen Werte wurden mit den Herstellerangaben verglichen und auch in Bezug zum Preis gesetzt, um kleinere Modelle nicht zu benachteiligen.
Aufladen: Die Powerstations wurden auf zwei verschiedene Arten geladen. Zum einen an einer 230-Volt-Steckdose, zum anderen mittels Solarpanel. Dieser Test erfolgte auf einem Hausdach ohne Verschattung an einem Sonnentag. Gemessen wurde im Anschluss der Ladestand der Powerstations.
Anschlüsse: Sämtliche Anschlüsse von Powerstation und Solarpanel wurden geprüft. Die 230-Volt-Steckdose musste zusätzlich für 15 Minuten die vom Hersteller angegebene Maximalleistung liefern, ohne abzuschalten.
Alltagstauglichkeit: In dieser Kategorie kommen Abmessungen und Gewicht der Geräte zum Tragen. Zusätzlich wurden Lieferumfang, Geräuschentwicklung, Anzeige und der Qualitätseindruck bewertet.
Produkttest Powerstation
Umfangreich: Alle Powerstations bieten zwei 230-Volt-Steckdosen. Dazu kommen diverse USB-Anschlüsse für Handy und Co.

Die Testergebnisse im Überblick

Sämtliche Powerstations lassen sich auf drei Arten aufladen. Neben der klassischen Steckdose und dem Solarpanel können sie auch über den "Zigarettenanzünder" des Autos aufgeladen werden. Letzteres sollte allerdings ausschließlich während der Fahrt erfolgen, sonst droht eine leere Fahrzeugbatterie.
Alle Geräte werden mit Ladekabel für die Steckdose geliefert – hier zeigen Anker und Ecoflow Bestwerte in Sachen Schnelligkeit. Der Anker-Akku ist in 84 Minuten von null auf 100 Prozent, Ecoflow braucht für dieselbe Disziplin 125 Minuten. Die beiden anderen Kandidaten geraten mit ihrem eher lahmen Netzeil geraten da deutlich ins Hintertreffen: Das Gerät von Jackery brauchte 477 Minuten, das Modell von Bosswerk 622 Minuten.
Deutlich mehr Effizienz zeigen die beiden bei der Aufladung mittels Solarpanel. An einem sonnigen Tag füllen sie ihre Batterie komplett wieder auf. Bosswerk schaffte 0,97 kWh, Jackery: 0,89 kWh, während Anker 0,68 kWh und Ecoflow sogar nur 0,57 kWh nachtanken konnten. Auffällig und ärgerlich: Die Anker 757 startete die Solar-Aufladung mitunter erst nach Knopfdruck oder nach einer kurzen Verbindung zur Haussteckdose.
Jeweils zwei 230-Volt-Steckdosen haben alle Modelle, ihre Leistung unterscheidet sich jedoch deutlich. Hier ist die Anker PowerHouse der Spitzenreiter, der dauerhaft bis zu 1500 Watt und als Spitzenlast kurzfristig sogar 2400 Watt liefert. Ecoflow folgt knapp dahinter mit 1400 Watt Dauer- und 2200 Watt Spitzenleistung. Deutlich schwächer sind die Akkus von Bosswerk und Jackery, die dauerhaft 1000 Watt und kurzzeitig 2000 Watt liefern. Der Betrieb von Herd (4000 bis 13.000 Watt), Ofen (3000 bis 4000 Watt), Waschmaschine (1300 bis 3000 Watt) oder das Laden eines E-Autos (3700 bis 12.000 Watt) ist mit allen vier Powerstations nicht möglich.
Bemerkenswert ist das teils hohe Gewicht der kleinen Stromspeicher. Ganz vorne liegt hier die Anker 757 mit 19,85 Kilogramm. Die drei anderen Testkandidaten sind im Vergleich geradezu Leichtgewichte: Bosswerk bringt 13,15 kg, Ecoflow 10,55 kg und Jackery schlanke 9,9 kg auf die Waage.
Was die Tester erstaunt: Keine der vier Powerstations ist wasserdicht. Wer sie beim Camping oder auf einem Festival nutzen möchte, braucht definitiv einen wirksamen Wetterschutz für die Geräte.

Fazit des Powerstation-Tests

Wer darüber nachdenkt, sich eine Powerstation zu kaufen, um Strom zu sparen, liegt falsch. Anders als ein Balkonkraftwerk besteht das Gerät aus einem teuren Speicher, der optional (und sinnvollerweise) um ein Solarpanel ergänzt wird. Ein Solargenerator ermöglicht, autark Strom zu produzieren, abseits von Landstrom oder im Falle eines Stromausfalls. Er arbeitet nachhaltig mit Sonnenenergie und ist beispielsweise nicht auf Dieselkraftstoff angewiesen. Sinnvoll sind solche Geräte zum Beispiel beim Camping.
Wer viele Geräte laden will, braucht eine größere Batterie, die schwer und teuer ist. Am besten schlug sich im Test die Anker 757 PowerHouse, die zugleich das teuerste Produkt ist. Der Preis-Leistungs-Tipp geht auf das leichte Ecoflow-Modell, das aber aufgrund der Lithium-Ionen-Technik weniger langlebig sein dürfte.

Nützliches Wissen: mobile Powerstations mit Solarmodul

Welche Powerstation ist die beste?

Pfeil
Der Testsieger des AUTO BILD Powerstation-Tests ist mit einer Note von 1,8 (gut) die mobile Powerstation 757 PowerHouse der Marke Anker. Der Lithium-Eisen-Akku hat eine Kapazität von 1,01 kWh und versorgt Verbraucher mit einer Dauerlast von bis zu 1500 Watt. Neben seinen beiden 230-Volt-Steckdosen verfügt das PowerHouse über diverse USB-Anschlüsse, darunter ein Mal USB-C. An der Haussteckdose ist die Powerstation in 87 Minuten aufgeladen. Das passende Solarmodul Anker 625 mit 100 Watt schafft an sonnigen Tagen immerhin 0,68 kWh.

Ist eine Powerstation sinnvoll?

Pfeil
Ob beim Camping an abgelegenen Orten, auf einem Festival, bei einer Gartenparty oder sogar als Notfallgenerator bei einem Stromausfall – überall hier kann eine Powerstation Licht ins Dunkle bringen oder Geräte versorgen. Besonders nützlich sind natürlich Solargeneratoren. Das sind Powerstations, die in Verbindung mit einem Solarpanel autark genutzt werden können. So auch das Anker 757 PowerHouse, der Testsieger im AUTO BILD Powerstation-Test.

Wie lange läuft eine Powerstation?

Pfeil
Der Lithium-Eisen-Akku im Anker 757 PowerHouse, dem Testsieger des AUTO BILD-Powerstation-Tests, hat eine Kapazität von 1,01 kWh und versorgt Verbraucher mit einer Dauerlast von bis zu 1500 Watt. Zudem verspricht Anker 3000 Ladezyklen. Im Lithium-Ionen-Akku des Preis-Leistungs-Siegers Ecoflow Delta Mini stecken 800 Wattstunden Energie – er lässt sich an einer Steckdose in 125 Minuten vollständig laden.