Die Honda-Motoren liefen auch 2014 perfekt, Ducati nutzte die Zugeständnisse

MotoGP 2014

Motorlaufleistung: Honda überragend, Ducati am Limit

Die Lebensdauer der RC213V-Motoren beeindruckt auch 2014 - Ducati nutzt die Open-Vorteile aus und verwendet drei Mal so viele Motoren wie Honda
Neben der Leistung, der Charakteristik und dem Verbrauch spielt auch die Haltbarkeit bei den MotoGP-Motoren eine entscheidende Rolle. Die Factory-Piloten mussten in der vergangenen Saison mit fünf Motoren alle 18 Veranstaltungen meistern. Insgesamt mussten etwa 14.000 Kilometer abgespult werden. Probleme bekamen die Fahrer und Teams dennoch nicht. Alle acht Factory-Piloten von Honda und Yamaha kamen ohne eine zusätzliche Nominierung über die Saison.
Während die Factory-Piloten mit lediglich fünf Aggregaten auskommen mussten, deren Entwicklung eingefroren wurde, hatten die Factory-2- und Open-Piloten immerhin zwölf Motoren zur Verfügung, an denen während der Saison getüftelt werden konnte. Ducati machte von diesem Zugeständnis Gebrauch und reizte das Limit bei einigen Fahrern komplett aus.
Wie in den vergangenen Jahren bestätigte sich erneut, dass Hondas V4-Motor das wohl zuverlässigste Aggregat in der MotoGP ist. Die RC213V-Motoren überstanden die Saison ohne nennenswerte Probleme. Marc Marquez und Dani Pedrosa beendeten die Saison mit dem vierten beziehungsweise fünften Motor. Dabei hatten einige Motoren noch nicht einmal das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Und auch die beiden Satelliten-Fahrer - Stefan Bradl und Alvaro Bautista - kamen problemlos durch die Saison, obwohl sie jeweils einen Motor einbüßten.
Bei Yamaha musste man sich ebenfalls keine Sorgen machen. Jorge Lorenzos fünfter Motor erreichte nur eine geringe Laufleistung und hätte noch einige weitere Rennwochenenden durchgehalten. Bei Ducati sah die Geschichte anders aus. Die Italiener durften durch das Factory-2-Reglement (kein Sieg in der Saison 2013) zwölf Motoren verwenden und konnten die V4-Motoren der Desmosedici während der Saison weiterentwickeln. Dieses Zugeständnis wurde in Bologna auch ausgenutzt.
Da die ab Aragon eingesetzte GP14.2 eine andere Motoraufnahme verwendete, musste das Gehäuse des Desmosedici-Motors angepasst werden. Unterm Strich reizte Ducati das Limit von zwölf Motoren komplett aus. Andrea Dovizioso und Andrea Iannone, die ab Aragon mit der schmaleren GP14.2 unterwegs waren, verwendeten in der Saison 2014 alle zwölf Motoren. Cal Crutchlow, der durch seinen Wechsel zu LCR mit der GP14 weitermachen musste, kam aber nur auf neun Motoren.
Die Open-Piloten nutzten die großzügigen Limits ebenfalls aus. Aspar-Pilot Hiroshi Aoyama nominierte zwölf Motoren. Der Japaner war der einzige Fahrer im Feld, der alle Rennen beenden konnte. Zudem saß Aoyama beim Saisonfinale in Valencia auf der neuen Honda RC213V-RS. Ansonsten wäre er sicher wie Scott Redding und Nicky Hayden mit elf Motoren über die Saison gekommen. Forward-Yamaha-Pilot Aleix Espargaro verwendete beim Saisonfinale den neunten und zehnten Motor und hatte somit noch einen ausreichenden Puffer, obwohl er beim Australien-Grand-Prix durch die Kollission mit Stefan Bradl einen Motor verlor.
Fotoquelle: Repsol

Weitere Startseite Themen

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.