Der Opel Astra fährt in die sechste Runde! Zählt man den Vorgänger Kadett hinzu, ist es allerdings schon die elfte (!) Generation des Kompakten aus Rüsselsheim. Apropos Rüsselsheim: Der Astra L wurde in Deutschland entwickelt und im Stammwerk in Rüsselsheim produziert. Um gegen die Dauer-Konkurrenten VW Golf 8 und Ford Focus zu bestehen, hat Opel beim neuen Astra richtig aufgefahren und ihm jede Menge Technik spendiert. Endlich gibt es den Astra in der neuen Generation auch mit Plug-in-Hybridantrieb!
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Alle Infos zum neuen Opel Astra auf einen Blick:

● 2023 folgt eine rein elektrische Version des Astra – als Kombi und Fünftürer
● erstmals auch als Plug-in-Hybrid erhältlich (zwei Leistungsstufen)

Kombi mit bis zu 1634 Liter Kofferraumvolumen
● Basispreis beim Fünftürer auf Vorgänger-Niveau (ab
22.465 Euro)

Preis und Marktstart: Astra L kostet exakt so viel wie der Vorgänger

Der neue Opel Astra feierte seinen Marktstart Anfang 2022. Preislich geht es bei 22.465 Euro los. Damit ist das Kompaktmodell zum Vorgänger preisstabil geblieben und kostet in der Basis exakt dasselbe. Erstmals gibt es den Astra auch mit Plug-in-Hybridantrieb. Hier starten die Preise des Rüsselsheimers bei 36.710 Euro vor Abzug der Umweltprämie.
Der Astra Kombi heißt bei Opel Sports Tourer und ist ebenfalls bestellbar. Sein Marktstart wird im Sommer 2022 sein, die Preise starten bei 23.565 Euro. Und dann wäre da noch die bereits bestätigte Elektroversion. Die wird ein Jahr nach den Versionen mit Verbrenner zum Händler rollen, also Anfang 2023. Auch beim Astra-e wird es zunächst den Fünftürer geben, der Kombi wird dann  folgen.

Alle Preise im Überblick:

Benzin:
● Opel Astra 1.2 Turbo 6-Gang (110 PS): Fünftürer ab 22.465 Euro / Kombi ab 23.565 Euro
● Opel Astra 1.2 Turbo 6-Gang (130 PS): Fünftürer ab 25.560 Euro / Kombi ab 26.660 Euro
● Opel Astra 1.2 Turbo Automatik (130 PS): Fünftürer ab 30.350 Euro /Kombi ab 31.450 Euro

Plug-in-Hybrid:
● Opel Astra Hybrid Automatik (180 PS): Fünftürer ab 36.710 Euro / Kombi ab 37.810 Euro

Diesel:
● Opel Astra 1.5 Diesel 6-Gang (130 PS): Fünftürer ab 28.660 Euro / Kombi ab 29.760 Euro
● Opel Astra 1.5 Diesel Automatik (130 PS): Fünftürer ab 33.450 Euro / Kombi ab 34.550 Euro
Für Gewerbekunden gibt es weiterhin eine Business-Version mit Preisvorteilen.

Astra Sports Tourer: Kombi mit mehr Platz und flexiblem Ladeboden

Knapp zwei Drittel aller in Deutschland verkauften Astra sind Kombis, deshalb gibt es auch die neue Generation natürlich wieder als Sports Tourer. Das Design ist wie gewohnt bis zur B-Säule identisch, danach beginnt die Kombi-Form. Das Dach fällt beim Neuen optisch leicht ab, das verleiht ihm einen sportlicheren Auftritt, und mündet in einen größeren Spoiler. In den hat Opel auch beim Sports Tourer die vertikale dritte Bremsleuchte als kleinen Hingucker integriert. Die schmalen Rückleuchten des Fünftürers wurden eins zu eins übernommen.

Der Verbrenner legt beim Kofferraum deutlich zu

Das Wichtigste beim Kombi ist natürlich der Kofferraum – und der legt bei den reinen Verbrennern noch deutlich zu. In den Vorgänger passten 540 bis 1630 Liter. Mit 597 respektive 1634 Litern Kofferraumvolumen bei umklappten Rücksitzen ist der neue Astra Sports Tourer noch mehr  Packesel als bisher. Und das bei kompakteren Abmessungen, denn die neue Generation auf der Stellantis-Plattform EMP2 ist entgegen dem Trend kürzer geworden. Ganze sechs Zentimeter wurden abgezwackt, was vor allem auf den verkürzten vorderen Überhang zurückzuführen ist.

Niedrige Ladekante und eine quadratische Ladefläche mit viel Nutzwert

Opel Astra Sportstourer
Selbst mit 1,95 Meter kann man im Sports Tourer hinten noch aufrecht sitzen. An den Knien wird es dagegen etwas knapp.
Aber kommen wir zum wichtigsten Teil des Sports Tourer: Dem Gepäckabteil. Klappe auf! Die gibt den Blick elektrisch surrend frei auf eine quadratische Ladefläche mit 103 cm Tiefe und Breite. Die Höhe des Kofferraums gibt Opel mit 69 cm an. Klappt man die 40/20/40 teilbare Rücksitzlehne um, können bis zu 1,85 Meter lange Gegenstände verstaut werden. Die recht niedrige Ladekante (60 cm) ist auf Oberschenkelhöhe – gut für einen bequemen Ladevorgang ohne Hieven.
Dazu haben alle Verbrenner-Astra einen doppelten Ladeboden, unter dem sich auch eine Verstaumöglichkeit fürs Kofferraumrollo versteckt. Positiv wirkt sich der im Vergleich zum Vorgänger vergrößerte Radstand (plus sieben Zentimeter) auf den Innenraum aus. Und so finden auch Große in der zweiten Reihe gute Platzverhältnisse vor – mit gefühlt einem My mehr Luft überm Haaransatz im Vergleich zum Fünftürer-Astra.

Astra-e: Elektroversion kommt auch als Kombi

2023 will Opel den Astra auch als Elektroauto anbieten. Der Namensgebung der anderen Modelle folgend, wird die Elektro-Variante vermutlich Astra-e heißen. Jetzt hat Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz am Rande einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass auch der Sports Tourer vollelektrisch kommen wird! Damit dürften die Rüsselsheimer einen der ersten elektrischen Kombis auf den Markt bringen.
Das war es dann aber auch schon mit den offiziellen Infos. Betrachtet man die anderen mit verschiedenen Antrieben verkauften Modelle der Marke, kann man aber davon ausgehen, dass sich der Astra-e optisch nicht groß von seinen Geschwistern mit Verbrennungsmotor unterscheiden wird. Unsere Illustration zeigt ihn mit vollständig verkleidetem Grill, leicht veränderten Lufteinlässen und aerodynamisch optimierten Felgen.
Opel Astra e
Große optische Veränderungen sind beim Elektro-Astra nicht zu erwarten. Unsere Illustration zeigt den Fünftürer.
Was den Antrieb betrifft, lohnt ein Blick auf den Konzernbruder Peugeot e-308: Der bekommt laut dem Magazin "Autocar" einen 115 kW (156 PS) starken Elektromotor an der Vorderachse. Das maximale Drehmoment wird demnach bei bis zu 270 Nm liegen. Ein 54 kWh großer Akku erlaube eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern, heißt es weiter. Alles Werte, die auch gut zum Kompakten von Opel passen würden.

Innenraum: Opel setzt nicht komplett auf Touchscreens

Wir steigen ein und staunen. Das Cockpit mit seinen zwei 10-Zoll-Displays sieht elegant und modern aus. Keine fetten Plastikrahmen, alles stimmig im Armaturenbrett positioniert, leicht zum Fahrer geneigt. Moment! Bevor Sie jetzt voreilig zur Kritik ansetzen – Klimabedienung und Lautstärke bleiben ablenkungsfrei justierbar.
Der Astra hat Knöpfe. Sogar der Home-Button des Infotainments muss nicht krampfig auf dem Display getoucht werden, sondern hat eine eigene Taste unterm Monitor. Auch das neu gestaltete Lenkrad, dessen Hupknopf die Form des Grills zitiert, ist mit Knöpfen bestückt, die sich satt drücken lassen. Handschuh- und Brillenfach sind mit einem filzartigen Stoff ausgeschlagen. Fühlt sich trotz Plastik wertig an – auch leider nicht mehr selbstverständlich.
Opel Astra Hybrid
Im Vergleich zum Vorgänger wirkt das Cockpit hochmodern. Trotzdem behält der Astra auch Knöpfe und Tasten.

Sitzposition und Ergonomie sind gut

Gegen Aufpreis gibt es im Astra AGR-Sitze für Fahrer und Beifahrer – mit Massagefunktion, Belüftung, Heizung und Nappaleder. An Sitzposition und Ergonomie gibt es beim ersten Probesitzen nichts auszusetzen. Das vordere Gestühl ist etwas tiefer montiert als bisher, das Dach ist etwas flacher.
Hinten wird es für die Knie eng, wenn der Vordersitz auf einen 1,95-Meter-Menschen eingestellt bleibt. Befindet sich vorne eine durchschnittlich gewachsene Person, dann sitzt es sich im Fond auch für Große gut. Mit einer kleinen Einschränkung allerdings, denn die Sitzfläche im Fond ist für lange Oberschenkel etwas zu kurz, Hüft- und Kniewinkel sind dadurch recht spitz. Jedoch: Kopffreiheit und Fußfreiheit sind gut, sodass sogar Redakteur Peter R. Fischer hinten quasi formschlüssig Platz findet.

Motoren: Die Auswahl ist gewohnt umfangreich

Die Motorenpalette des in Rüsselsheim gemeinsam mit dem Citroën C4 produzierten Astra ist gewohnt umfangreich und reicht vom Benziner mit 1,2 Litern Hubraum (110 PS oder 130 PS) und dem 130 PS starken 1,5-Liter-Diesel bis zu zwei Plug-in-Hybriden – beide mit einer 12,4 kWh-Batterie (ca 60 km nach WLTP) und 180 PS bzw. 225 PS Systemleistung. Bei den klassischen Verbrennern haben die Kunden die Wahl zwischen Sechsgang-Handschaltung oder Achtgang-Automatik.
Und der Astra soll nicht nur sportlich aussehen, sondern auch so fahren. So wurde die Verwindungssteifigkeit um 14 Prozent erhöht – besonderes Augenmerk wurde auf Fahrstabilität und Fahrspaß gelegt. Zwei Punkte, die wir schon nach der ersten Testfahrt im Prototyp bestätigen können. Zudem halten sich die Gerüchte, dass Opel zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder einen Astra OPC auf den Markt bringt. Das Topmodell könnte ebenfalls als Plug-in-Hybrid mit rund 300 PS kommen. Ganz offiziell ist: Ab 2023 wird es eine rein elektrische Variante des Astra L geben. Äußerlich vermutlich kaum vom Verbrenner zu unterscheiden. Technische Details oder Reichweitenangaben gibt es bisher jedoch noch nicht.

Opel Astra OPC
Eine OPC-Version des neuen Astra ist Gerüchten zufolge nicht abwegig – wahrscheinlich als Plug-in-Hybrid.

Abmessungen: Sports Tourer wird kürzer als der Vorgänger

Während der Fünftürer genauso lang wie der Vorgänger ist, wird der Sports Tourer mit der neuen Generation um sechs Zentimeter kürzer. Und das trotz sieben Zentimeter mehr Radstand, Grund ist der kürzere Überhang vorn. Die Abmessungen im Überblick:
Opel Astra Fünftürer:
● Länge: 4,37 Meter (genauso lang wie der Vorgänger)
● Breite: 1,86 Meter
● Höhe: 1,47 Meter
● Radstand: 2,68 Meter
● Kofferraum: Verbrenner 422–1339 Liter; Plug-in-Hybrid 352–1268 Liter
● Anhängelast: max. 1,55 Tonnen
Opel Astra Sports Tourer:
● Länge: 4,64 Meter (–6 cm im Vergleich zum Vorgänger)
● Breite: 1,86 Meter
● Höhe: 1,48 Meter
● Radstand: 2,73 Meter
● Kofferraum: Verbrenner 597–1634 Liter; Plug-in-Hybrid 516–1553 Liter

Ausstattung: Hightech-Features für den Astra

Gleichzeitig soll aber auch der Luxus nicht zu kurz kommen, und so stattet Opel den Astra auf Wunsch mit vielen Hightech-Features aus. Während digitale Instrumente und Smartphone-Anbindung via Apple CarPlay oder Android Auto serienmäßig sind, dürften andere Ausstattungen wie Head-up-Display oder die hochmodernen "Intelli-Lux"-LED-Scheinwerfer extra kosten.

Bildergalerie

Opel Astra Hybrid
Opel Astra Hybrid.  !!! Embargo 13.7.2021 !!!
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Kamera
Galerie Opel Astra (2022)
Auch beim Thema Sicherheit geht Opel keine Kompromisse ein: Die Kamera in der Frontscheibe wird durch vier weitere Kameras und fünf Radarsensoren ergänzt. Mithilfe dieser Technik funktioniert auch der Geschwindigkeits-Assistent, der den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hält und bei Modellen mit Automatik sogar selbständig wieder anfährt ("Stop & Go"-Funktion). Die bewährten Aktivsitze mit AGR-Zertifikat sind im neuen Astra zwölf Millimeter tiefer montiert als im Vorgänger.

Fahren: So fährt der Astra mit Plug-in-Hybrid

Lief der Vorgänger des Astra noch in Polen und Großbritannien vom Band, soll die neue Generation wieder richtig "Made in Germany" sein. Ganz selbstbewusst verpassen die Rüsselsheimer dem Kompakten das Siegel "Autobahn-geprüft" – deutscher geht es kaum. Für den richtigen Auftritt sorgt die Lackierung in Kultgelb-Metallic, die als einzige Farbe beim Astra aufpreisfrei ist. Sein innovatives Design mit dem Vizor und serienmäßigem LED-Licht tun ihr Übriges.
AUTO BILD ist mit der sportlichen GS Line unterwegs, die AGR-Sitze sind mit Alcantara bezogen. Im Innenraum wandert der Blick zuerst über das 85 Zentimeter breite "Pure Panel", das zwei jeweils 10 Zoll große Monitore beherbergt und blendfrei sein soll. Ganz so "pure" wie ursprünglich geplant fallen Darstellung und Bedienung aber nicht aus, das Menü ist etwas verschachtelt und muss erst mal erlernt werden.
Opel Astra Plug in Hybrid
Im Plug-in-Hybrid des neuen Astra lauern 180 PS Systemleistung. Bis zu 60 Kilometer elektrische Reichweite sollen drin sein.

Doch jetzt heißt es: auf zur ersten Fahrt. Unter der Haube steckt der Plug-in-Hybrid mit einem 150 PS starken 1,6 Liter-Vierzylinder und einem E-Motor mit 110 PS. Die Systemleistung des vorläufigen Topmodells liegt bei 180 PS. Lautlos geht es auf den ersten Metern vom Hof, der mit 10,5 Metern angenehm kleine Wendekreis fällt direkt positiv auf. Dank feinfühliger Achtstufen-Wandlerautomatik gelingen die Gangwechsel fast unmerklich. Wer es eilig hat, sprintet in 7,6 Sekunden auf Landstraßen-Niveau, Schluss ist erst bei 225 km/h. Wem das zu schnell ist, der kann die kleineren Benziner mit 110 und 130 PS bestellen. Für Sparfüchse hat Opel einen 130-PS-Diesel im Programm.
Das spricht für den neuen Astra:
• breite Ausstattungs- und Motorenpalette
• hoher praktischer Nutzwert
• bequeme Sitze

Design: Auch der Astra bekommt das "Opel Vizor"-Gesicht

Im Vergleich zum 2015 eingeführten Vorgänger Astra K ist der Neue kaum wiederzuerkennen. Er wirkt modern, sportlich und dennoch nicht überstyled. Nach den SUVs Mokka, Crossland und Grandland bekommt auch der Astra das Markengesicht mit dem charakteristischem "Opel Vizor" verpasst. Hinter Glas verbaut Opel auf Wunsch die aus dem großen Bruder Insignia bekannten "Intelli-Lux"- LED-Scheinwerfer mit insgesamt 168 LED-Elementen verteilt auf 84 Stück pro Scheinwerfer.
Das Heck ist klar gezeichnet, schmale, zweigeteilte LED-Rückleuchten sind Serie, die dritte Bremsleuchte ist vertikal angeordnet. Die Kofferraumklappe mit dem mittigen Astra-Schriftzug besteht aus leichtem Kunststoff und lässt sich über das Opel-Logo öffnen. Zwei Besonderheiten des neuen Astra auf der dritten Evolutionsstufe der EMP2-Plattform sind die optisch stark nach vorne geneigte C-Säule sowie die optionale Zweifarblackierung, die es für den Vorgänger nicht gab.
Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von der Opel Automobile GmbH. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

Fazit

Ja, neu ist nicht immer besser – aber der neue Astra macht einen durchdachten ersten Eindruck.  Gelungenes Design, modernes Cockpit mit wenig Touch-Quatsch und aufmerksamen Details. Das tut richtig gut. Ich bin gespannt, ob der Astra so den Vergleich mit dem ewigen Gegner Golf bestehen kann.