Bildergalerie Porsche 911/992 (2018)

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Porsche 911/992 (2018): Test und alle Infos

Erste Infos zum neuen Porsche 911

Im November 2018 präsentiert Porsche die neue 911er-Generation 992. Optisch und technisch tut sich dabei einiges. AUTO BILD ist bereits mitgefahren.
Vorstellung
Innenraum
Fahren (Update!)
Motor und Preis

Vorstellung: Das Design ist eine Evolution

Noch gibt es lediglich Erlkönigbilder, komplett ungetarnt wird die neue Generation 911 mit dem Baucode 992 dann im November 2018 präsentiert. Schon auf den ersten Blick fällt auf: Die siebte Elfer-Generation seit 1963 ist eine extensive Weiterentwicklung des Vorgängers, aber kein porentief neues Auto. Muss er auch nicht, denn schon der aktuelle 911 gilt in vielen Punkten als Maß der Dinge. Deshalb hat Porsche gut daran getan, die DNA nur behutsam zu verändern. Der Schwerpunkt lag diesmal eher auf – für Sportwagen vergleichsweise nebensächlichen – Themen wie dem Bedienkonzept, den Fahrerassistenzsystemen, der Effizienz.

Das Design betont die Horizontale: Hinten mit breiteren Rückleuchten und durchgehendem Leuchtband.

Von außen gibt sich der 992 zurückhaltend-evolutionär. So schließt die vordere Haube gerade mit der ebenfalls begradigten Frontschürze ab. Die Frontkotflügel werden größer und umschließen die Scheinwerfer. Da steckt etwas mehr Botox in den Radhäusern, die Räder sind rundum einen Zoll breiter geworden, die windschlüpfigere Aerodynamik besorgt etwas mehr Abtrieb. Im Profil fallen neben den neuen Felgen vor allem die Türgriffe auf. Die bekannten Bügelgriffe werden offensichtlich durch Klappgriffe ersetzt. Das Design betont die Horizontale: breiterer Lufteinlass mit adaptiven Klappen vorne, breitere Rückleuchten mit durchgehendem Leuchtband hinten, der gesamte Auftritt bulliger. Die Optik täuscht nicht, der neue Carrera hat bei der Spurweite um vier Zentimeter zugelegt. Klingt nach wenig, ist aber für die Fahrdynamik eine Welt.

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Innenraum: Digitale Instrumente im Cockpit

Das Cockpit des neuen Porsche 911 wird digital – lediglich der Drehzahlmesser bleibt analog.

Neuerung im Innenraum: Die nächste Generation des 911 kommt mit voll digitalen Instrumenten – nur der Drehzahlmesser bleibt klassisch analog. Das Design der digitalen Instrumente übernimmt die Sportwagen-Ikone aus Cayenne und Panamera. Ebenfalls neu ist der Gangwahlhebel, mit dem im neuen 911er nur noch die Fahrstufen "R", "N" und "D" ausgewählt werden. "P" und "M" werden über separate Tasten hinter dem kleinen Schaltstummel angewählt.

Fahren: Der neue Elfer ruht in sich

Enge Kurven, blinde Kuppen und Senken sind wie gemacht für den Hecktriebler.

Zwar wird der neue 911 mit dem Baucode 992 erst im November 2018 in Los Angeles präsentiert – AUTO BILD ist jedoch bereits in einem Prototyp mitgefahren: Enge Kurven, blinde Kuppen und Senken sind wie gemacht für den Hecktriebler. Die aktive Hinterachskinematik verdoppelt auf kurvigen Strecken die Anzahl der Hummeln im Heck. Da werden mit Nachdruck ambitionierte Radien durchcarvt, das Einlenken präzisiert und beschleunigt, die Balance mit Gas und Lenkung sauber austariert. Geht kaum besser. Der neue Elfer ruht also in sich, mehr denn je.

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Motor und Preis: Kein Mittelmotor im Porsche 911

Das Wichtigste: Der Motor bleibt an seinem angestammten Platz: Laut des Magazins Car and Driver hält Porsche beim 911 am Heckmotor fest! Hauptgrund, das aktuelle Konzept nicht anzufassen, ist die Alltagstauglichkeit. Anders als bei Lamborghini, Ferrari oder McLaren können in einem Porsche 911 vier Personen mitfahren. Zumindest offiziell, in der Praxis sieht das natürlich anders aus. Ein weiterer Grund ist der enorme Konstruktionsaufwand, den ein Wechsel aufs Mittelmotorkonzept nach sich zieht. Denkbar ist allerdings, dass der Heckmotor minimal weiter vorne platziert wird, um die Gewichtsverteilung zu verbessern. Zudem soll der kommende 911 auf einer komplett neuen Sportwagen-Plattform stehen, die auch für den neuen Audi R8 eingesetzt werden könnte.

Die Illustration des AUTO BILD-Zeichners ist auf Basis von Erlkönigfotos entstanden.

Was die Motorentechnik angeht, gibt es für Puristen eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Der 911 bleibt vom Vierzylinder aus den 718er-Modellen verschont. Bei der Ikone setzt Porsche auch in der achten Generation auf den Sechszylinder. Zum Einsatz kommen die im 991.2 vorgestellten Dreiliter-Turbomotoren in verschiedenen Leistungsstufen. Porsche bietet den Elfer wie gehabt in zwei Leistungsstufen an, jetzt mit 385 oder 450 PS, immer mit Partikelfilter. Der stärkere heißt S und beschleunigt ungefähr auf dem Niveau des aktuellen GTS. Laut "Automobilemag" wird der 911 Turbo S rund 620 PS bekommen. Die schlechte Neuigkeit: Nach aktuellem Stand könnte die achte Generation komplett ohne Saugmotoren kommen. Sogar die Tracktools GT3 und GT3 RS werden voraussichtlich auf 3,8-Liter-Biturbos setzen. Schwacher Trost: Später im Lebenszyklus wird Porsche die Ikone 911 erstmals mit einem Hybridantrieb ausstatten. Der Antriebsstrang soll einen Dreiliter-Sechszylinder mit einer rund 95 PS starken E-Maschine kombinieren. Die Systemleistung könnte dann bei rund 485 PS liegen. Die Batterie könnte es auf eine Kapazität von elf kWh bringen. Eine reine Elektrovariante lässt wohl noch auf sich warten, denn vorerst dürfte sich Porsche beim Thema EV auf den angekündigten Taycan konzentrieren. Der Gedanke, einen reinen Elektro-Elfer zu bringen werde aber diskutiert: "Vor zwei Jahren noch hätte ich gesagt: auf keinen Fall. Heute würde ich das nicht mehr kategorisch ausschließen", so August Achleitner, Baureihenleiter für den 911. AUTO BILD rechnet damit, dass der Basis-911 unter 100.000 Euro kosten wird.

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Autoren: Jan Götze, Peter R. Fischer, Georg Kacher

Stichworte:

Sportwagen Prototyp

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