Renault kränkelt. Bereits 2020 hat der französische Autobauer deshalb angekündigt, bis 2023 zwei Milliarden Euro einsparen zu wollen. Neben Personalabbau wird das Modellprogramm kräftig umgestrickt, wie Renault-CEO Luca De Meo am 14. Januar 2021 bekanntgab. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen die Franzosen 14 neue Autos auf den Markt bringen, davon sieben mit E-Antrieb. Eines davon wurde jetzt als Prototyp enthüllt, der auf den klangvollen Namen "5" hört! Und tatsächlich ist die Studie eine moderne Elektro-Interpretation des ikonischen Kompakten aus den 80ern. (Auch Dacia wird vollständig umgekrempelt!)
Der neue 5 soll laut Renault das E-Auto in Europa demokratisieren. In diesem Fall müsste er deutlich günstiger als der knapp 30.000 Euro teure Zoe werden. (Renault Zoe bei carwow.de mit einer Ersparnis bis 14.267 Euro!) So oder so will der vollelektrische 5 eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen und mit frechen Details wie den gelben Akzenten unter den Scheinwerfern und Anlehnungen an seinen Urahn R5 überzeugen. Die breiten Backen, der seitenversetzte "Lufteinlass" auf der Motorhaube (Ladeanschluss) und das schwarze Dach erinnern sogar an die legendären Turbo-Versionen. Die Basis für den Kompakten wird wohl die neue E-Plattform CMF-EV bilden. Damit ist eine Verbrenner-Variante ausgeschlossen.
Details zu Antrieb und Reichweite gibt Renault noch nicht bekannt. Als sicher gilt aber, dass auch der kastige R4 als Elektroversion wiederbelebt werden wird. Ein offizielles Datum für den Marktstart von R4 und R5 steht noch aus. Wir spekulieren, dass man zumindest den R5 nicht vor Ende 2022 auf der Straße sehen wird. Im selben Jahr soll nämlich auch Renaults neues, Google-Basiertes Infotainment-System kommen, das im R5 Premiere feiern könnte.