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Was für VW der Golf, ist für Seat der Leon. Das Kompaktmodell ist beliebt und bringt eine gewisse optische Würze mit. Seit April 2020 steht der Kompakte in der vierten Generation als Fünftürer und als Kombi beim Händler. Der Dreitürer entfällt!
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Preis: Seat Leon startet bei knapp über 20.000 Euro

Der Seat Leon ist etwas günstiger als sein Konzernbruder Golf. Das spanische Schwestermodell startet bei 20.570 Euro, alle Einstiegspreise im Überblick:

Benziner:

● Seat Leon 1.0 TSI (90 PS); Ausstattung: Reference; 5-Gang-Getriebe
ab 20.570 Euro.
● Seat Leon 1.0 TSI (110 PS); Ausstattung: Reference; 6-Gang-Getriebe
ab 21.570 Euro.
● Seat Leon 1.0 eTSI (110 PS); Ausstattung: Style; 7-Gang-DSG
ab 26.000 Euro.
● Seat Leon 1.5 TSI (130 PS); Ausstattung: Style; 6-Gang-Getriebe
ab 24.450 Euro.
● Seat Leon 1.5 TSI (150 PS); Ausstattung: FR; 6-Gang-Getriebe
ab 27.170 Euro.
● Seat Leon 1.5 eTSI (150 PS); Ausstattung: FR; 7-Gang-DSG
ab 29.650 Euro.
● Seat Leon 2.0 TSI (190 PS); Ausstattung: FR; 7-Gang-DSG
ab 31.020 Euro.

Diesel:

● Seat Leon 2.0 TDI (115 PS); Ausstattung: Reference; 6-Gang-Getriebe
ab 25.000 Euro.
● Seat Leon 2.0 TDI (150 PS); Ausstattung: Style; 7-Gang-DSG
ab 30.180 Euro.

Plug-in-Hybrid:

● Seat Leon 1.4 e-Hybrid (204 PS); Ausstattung: FR; 6-Gang-DSG
ab 35.080 Euro.

Fahren: Der 1.5 TSI passt gut zum Leon

Der 1,5 Liter große Turbobenziner 1.5 TSI dürfte wohl einer der besten Motoren für den 1361 Kilogramm schweren Leon sein. Mit seinen 150 PS und 250 Nm beschleunigt er den Wagen in guten 8,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Angesichts der Höchstgeschwindigkeit von 221 km/h ist es aber überraschend, dass sich der Leon ab 170 durchaus schwer tut. Mit seinem serienmäßigen Sportfahrwerk federt der Leon als FR recht knackig, der 17-Zoll-Radsatz mit Reifen im Format 225/45 sorgt aber für ausreichend Restkomfort. Besonders hervorzuheben ist die gute Abstimmung der Vorderachse, die den Spanier im Vergleich zu seinem Vorgänger präziser einlenkten lässt. Gute Noten gibt es auch für das Siebengang-DSG, das zu keiner Zeit einen Wunsch nach einem manuellen Schaltgetriebe aufkommen lässt. Den vollständigen Fahrbericht finden sie hier!

Design: Leon mit neuem Markengesicht

Schon auf den ersten Blick ist klar: alles neu beim Leon. Die Front trägt das Markengesicht und erinnert an Tarraco und Cupra Formentor. Genau wie die beiden SUVs trägt der Leon einen schmalen Grill und nach hinten versetzte Scheinwerfer. Ganz neu: LED ist ab sofort Serie, gegen Aufpreis gibt es Voll-LED.
Seat Leon FR   !! Sperrfrist 28. Januar 2020  20:00 Uhr !!
Das durchgängige Leuchtband steht dem Leon gut. Es kostet allerdings Aufpreis.

Die Sahneseite des Leon ist das Heck. Dem aktuellen Trend folgend hat der Kompakte ein durchgängiges Leuchtenband inklusive dynamischen Blinkern und Lichtinszenierung beim Aufschließen – was leider nicht Serie ist. In der Basis werden die Rückleuchten mit einem Reflektor verbunden, ähnlich wie beim Tarraco. Bei den Auspuffrohren müssen sogar Profis zweimal hinschauen, bevor klar wird, dass der Leon in der gezeigten FR-Line Fake-Endrohre hat – die, zugegeben, gut gemacht sind.

Abmessungen: Radstand auf Octavia-Niveau

Seat Leon e-HYBRID
Mit dem um 50 Millimeter gewachsenen Radstand liegt der Leon deutlich vor dem Golf 8 (2,64 Meter) und exakt auf dem Niveau des Skoda Octavia.

Im Vergleich zum seit 2012 angebotenen und mehr als eine Millionen Mal verkauften Vorgänger wurde die A-Säule des Leon nach hinten verschoben, die Front verlängert. "Länge" ist ein gutes Stichwort, denn der Kompakte ist gewachsen.

Abmessungen im Detail

Fünftürer
● Länge: 4,37 m
● Breite: 1,80 m
● Höhe: 1,46 m
● Radstand: 2,69 m

Kombi
● Länge: 4,64 m
● Breite: 1,80 m
● Höhe: 1,45 m
● Radstand: 2,69 m
Mit dem um 50 Millimeter gewachsenen Radstand liegt der Leon deutlich vor dem Golf 8 (2,64 Meter) und exakt auf dem Niveau des neuen Skoda Octavia, der ebenfalls auf der MQB evo-Plattform steht.
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Innenraum: Viel Platz auf der Rückbank

Der Innenraum des Leon ist aufgeräumt, geradezu minimalistisch – fast alle Knöpfe und Tasten wurden eingespart. Im Vergleich zum Golf 8 wurden sogar die Schnellwahltasten rund um den Warnblinker weggelassen. Das Display sitzt jetzt höher als beim Vorgänger und liegt besser im Blickfeld des Fahrers. Eine weitere Analogie zum Golf 8 ist der winzige "Shift-by-Wire-Schaltknauf" in der Mittelkonsole, den nur die DSG-Versionen bekommen.
Seat Leon FR   !! Sperrfrist 28. Januar 2020  20:00 Uhr !!
Die Platzverhältnisse im Fond sind mehr als üppig. Die ansteigende Fensterlinie stört die Sicht nach draußen.

Platzangebot und Sitzposition des Leon bieten keinen Grund zum Meckern, und die Übersicht nach vorne ist top. Vollends überzeugen kann der Leon im Fond. Nicht nur der Einstieg wurde erleichtert, auch die Platzverhältnisse wurden deutlich verbessert – hier spürt man die fünf Zentimeter mehr Radstand im Vergleich zum Golf 8. Besonders elegant gelöst sind die in das umlaufende Ambientelicht integrierten Sicherheitsfunktionen, darunter der Totwinkel-Assistent oder der Ausstiegs-Assistent, der vor nahenden Radfahrern warnt.
Gleichstand zwischen Wolfsburg und Barcelona herrscht beim Kofferraumvolumen, das mit 380 Litern identisch ist. Erst bei umgeklappten Rücksitzen liegt der Leon mit 1300 Litern wieder vorne. Die Kombiversion Leon ST bietet 617 Liter und somit 30 Liter mehr als der Vorgänger.

Connectivity: Basis-Leon mit analogen Instrumenten

Besonders stolz sind die Spanier auf die neue Connectivity und erklären, dass der Leon das erste voll vernetzte Auto der Marke sei. Herzstück ist das voll digitale 10,25 Zoll große Kombiinstrument, das kinderleicht über die rechten Lenkradtasten zu bedienen ist. Anders als den Golf 8 gibt es den Leon in der Basisversion aber noch mit analogen Rundinstrumenten, was vor allem Fans des analogen Zeitalters freuen dürfte. Das Infotainment-Display sitzt auf der Mittelkonsole und misst 8,25 Zoll. Gegen Aufpreis gibt es einen Zehnzoll-Touchscreen mit Navi, Android Auto und kabellosem AppleCarplay. Das System wurde vollständig von Seat entwickelt.
Bei der Sprachsteuerung haben die Spanier nachgelegt. So kann der Fahrer im Leon über Sprachbefehle verschiedene Fahrzeugfunktionen steuern, darunter die Klimaanlage. Eine kleine Spielerei ist auch dabei: Das Aktivierungswort lautet: "¡Hola, hola!" Seit Mitte Juni 2020 ist zudem Amazon Alexa an Bord. Eins zu eins aus dem Golf 8 stammen die Sensortasten für die Lichteinstellungen links neben dem Lenkrad. Was fehlt, ist ein Head-up-Display – das ist im Leon nicht mal gegen Aufpreis erhältlich. Schade. (Den Connectivity-Check zum Seat Leon finden sie hier.)

Motoren: XXL-Antriebspalette

Genau wie den Golf 8 gibt es den Leon mit einer XXL-Motorenpalette. Erhältlich sind TSI-, TDI- und CNG-Motoren, dazu Mildhybride und erstmals auch ein Plug-in-Hybrid. Los geht's mit dem wahlweise 90 oder 110 PS starken 1.0 TSI-Dreizylinder. Darüber rangiert der 1,5-Liter-TSI mit 130 oder 150 PS. Der größte Benziner unterhalb des Cupra Leon ist der 2.0 TSI mit 190 PS, den es in dieser Leistungsstufe nicht im Golf 8 gibt.
Seat Leon ST
In der Basis kommt der Leon mit 16-Zoll-Felgen. Der FR hat immer 17 Zoll, 18-Zöller kosten extra.

Bei den Dieselmotoren setzt Seat auf einen 2.0 TDI in drei Versionen, die alle die Abgasnorm Euro 6d-TEMP erfüllen sollen. Die CNG-Variante (Erdgas) hat 130 PS und soll 440 Kilometer Reichweite bieten. Ganz neu sind die beiden Mildhybride (1.0 TSI mit 110 PS und 1.5 TSI mit 150 PS) inklusive 48-Volt-Bordnetz und DSG. Beim Plug-in-Hybrid setzt der Leon auf den gleichen 1.4 TSI mit 204 PS und rund 60 Kilometer rein elektrischer Reichweite (wie beim Golf 8).
Die Reise zur Vorstellung des Seat Leon wurde unterstützt von Seat. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

Fazit

Der neue Seat Leon ist ein gutes Auto: Ansprechende Optik gepaart mit moderner Connectivity und einer breiten Motorenpalette. Aber: Mit den neuen Generationen gleichen sich Seat Leon und VW Golf noch mehr an. Am Ende bleibt es eine Geschmacksfrage. Alle, denen ein Golf 8 zu langweilig designt ist, greifen zum stylishen Seat. Mehr Platz gibt es obendrauf!

Von

Stefan Grundhoff