Marktstart und Preis: Zuerst rollt der RS zu den Händlern

Mit dem Enyaq durfte Skoda das erste SUV auf der MEB-Plattform des Volkswagenkonzerns zeigen. VW ID.4 und Audi Q4 e-tron folgten erst später. Bei der entsprechenden Coupé-Version ließ sich Skoda dann mehr Zeit und schiebt nach ID.5 und Q4 e-tron Sportback nun als letztes im Trio eine eigene Coupé-Version nach.
Das Warten hat sich gelohnt: In der Studio-Halle im tschechischen Mladà Boleslav wurde das Enyaq Coupé zur Vorstellung gleich als RS-Version aufgefahren. Die ist ab sofort bestellbar und kostet ab 57.700 Euro, was mehr als 4000 Euro über dem Schwestermodell VW ID.5 GTX liegt. Mit Umweltbonus kostet das Enyaq Coupé RS noch 49.725 Euro. Das reguläre Enyaq Coupé folgt etwas später und dürfte bei etwa 43.000 Euro starten.
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Optik und Abmessungen: Heck ähnelt dem Tesla Model X

Das Enyaq Coupé kommt serienmäßig mit dem Sportline-Paket. Das beinhaltet neben sportlicheren Schürzen auch lackierte Seitenschweller. Die größte Veränderung findet natürlich ab der B-Säule statt. Das steiler abfallende Dachlinie lässt das Heck eleganter, dabei aber noch bulliger wirken als die bisherige Karosserievariante.
Die Heckansicht ähnelt dem Tesla Model X, woran die Abrisskante auf dem Heckdeckel einen nicht unerheblichen Anteil haben dürfte. Als Coupé erreicht der Enyaq einen Cw-Wert von 0,234, laut Skoda ein Bestwert in dieser Klasse. Die Abmessungen unterscheiden sich praktisch nicht vom normalen Enyaq. In der Länge legt das Coupé um vier, in der Höhe um einen Millimeter zu. Die Maße im Überblick:
• Länge: 4653 mm
• Breite: 1879 mm (ohne Spiegel)
• Höhe: 1617 mm
• Kofferraumvolumen: 570 l

Enyaq RS Coupé: Sportlicheres Fahrwerk sorgt für Tieferlegung

Die zusätzlichen optischen Veränderungen am RS halten sich in Grenzen. Am auffälligsten ist die exklusive Lackierung in "Mamba Grün", bei der die glanzschwarzen Akzente besonders deutlich zur Geltung kommen. In der Frontschürze gibt es je einen zusätzlichen Steg in den seitlichen Öffnungen, am Heck einen neuen Diffusor mit durchgehendem Reflektorband. Wie die Founders-Edition beim normalen Enyaq bekommt der RS den beleuchteten Crystal-Grill serienmäßig.
Skoda Enyaq Coupe RS
Der RS hat eine leicht abgewandelte Frontschürze, der beleuchtete Christal-Grill ist beim Top-Modell Serie.

Spannend: Die RS-Logos sind beim Elektro-Skoda grün statt rot und finden sich außen nur unterhalb der vorderen Dreiecksfenster. Felgenseitig besteht die Wahl zwischen 20 und 21 Zoll, ein sportlicher abgestimmtes Fahrwerk legt den RS vorne 15, hinten zehn Millimeter tiefer. Den Abtrieb übernimmt die Topversion von den GTX-Versionen des ID.4 und ID.5. Zwei Elektromotoren erzeugen 220 kW (299 PS).

Innenraum: Cockpit wie im regulären Enyaq

Das Cockpit lässt Skoda unangetastet, wobei das Coupé eine etwas bessere Grundausstattung bekommt. So ist hier etwa das Glasdach serienmäßig an Bord. Außerdem wird es für das MIB3-Infotainment ein Update geben. Leider ist auch in Zukunft das Head-up-Display nur optional zu haben. Suboptimal, denn das kleine Digitalcockpit lässt sich nur schlecht ablesen.
Skoda Enyaq Coupe
Das Cockpit übernimmt das Coupé vom regulären Enyaq. Es gibt aber eine bessere Grundausstattung.

Der RS unterscheidet sich durch RS-Logos an Lenkrad und Sitzen von seinen schwächeren Geschwistern. Das unten abgeflachte Lenkrad und die Sportsitze gibt es auch bei der Sportline. Sitze, Türtafeln und Armaturenbrett sind im RS mit einem Mix aus Leder und Mikrofaser bezogen. Dazu gibt es überall im Cockpit grüne Ziernähte und Keder. Wer möchte, bekommt gegen Aufpreis auch eine dezentere Volllederausstattung mit grauen Akzenten.

Bis 1,85 Meter Körpergröße kann man hinten bequem sitzen

Im Fond herrscht auch im Coupé kein Platzmangel. Die Beinfreiheit ist unverändert überragend. Am Scheitel wird es naturgemäß etwas enger als im praktischeren Bruder. Allerdings können Erwachsene bis etwa 1,85 Meter noch immer bequem mitreisen, zumal das Glasdach für eine luftigere Atmosphäre sorgt.
Skoda Enyaq Coupe RS
Bis etwa 1,85 Meter hat man es trotz abfallendem Dach bequem auf der Rückbank, zumal das Glasdach für eine luftigere Atmosphäre sorgt.
Der Kofferraum schluckt mit 570 Liter nur 15 Liter weniger, wobei die Rücksitzbank noch umgeklappt werden kann. Minuspunkt: Die Ladehöhe wird durch die abfallende Heckklappe deutlich eingeschränkt.

Antrieb und Reichweite: Elektro-Coupé schafft mit voller Batterie bis zu 545 Kilometer

Traditionell werden SUV-Coupés im Portfolio etwas oberhalb ihrer "herkömmlichen" Geschwister positioniert. Entsprechend entfällt im Enyaq Coupé auch die Basis-Motorisierung. Den Einstieg bildet der 132-kW-Motor (179 PS) mit Hinterradantrieb und 58-kWh-Batterie (netto). Darüber liegt die Version mit Hinterradantrieb, 150 kW (204 PS) und der größeren 77-kWh-Batterie.
Wer Allrad möchte, muss zur 195-kW-Version (265 PS) greifen, auch hier ist die 77-kWh-Batterie Serie. Die maximale Reichweite des Enyaq Coupé liegt laut Skoda je nach Antrieb bei 545 Kilometer. Schön: Die bisher kostenpflichtige Option für das Laden mit bis zu 135 kW ist in Zukunft Serie.

Bildergalerie

Skoda Enyaq Coupe RS
Skoda Enyaq Coupe
Skoda Enyaq Coupe
Kamera
Galerie Skoda Enyaq Coupé (2022)

Noch mehr Power bietet der RS, wobei der Antrieb bereits aus dem VW ID.4/ID.5 GTX bekannt ist. Auch im Enyaq RS bringen es zwei Elektromotoren auf zusammen 220 kW (299 PS) und 460 Nm Drehmoment. Die beschleunigen den 2,3-Tonner in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis auf maximal 180 km/h. Die genaue Reichweite ist noch nicht raus, soll laut Skoda aber bei knapp über 500 Kilometer liegen.

Test: Keine Überraschungen auf der ersten Fahrt

Das Skoda Enyaq Coupé stellt sich auf der ersten Testfahrt als Gleiter heraus. Trotz der 220 kW (299 PS) ist der Tscheche kein Sportwagen, überzeugt dafür aber mit Komfort. Den vollständigen Fahrbericht finden sie hier.

Fazit

Das Skoda Enyaq Coupé kommt spät, aber dafür gleich auch als RS. Mit dessen 299 PS dürfte das Elektro-SUV endgültig seine von uns attestierte Behäbigkeit ablegen. Großartige Praktikabilitätseinbußen muss zudem auch niemand befürchten, Platz ist noch immer genug. Mein Tipp: Wenn, dann unbedingt in Mamba-Grün bestellen!

Von

Michael Gebhardt