● Karoq Facelift zum Modelljahr 2022
● drei Benziner und zwei Diesel mit 110 bis 190 PS
● kein Plug-in-Hybrid
● dezente optische Veränderungen
● Virtual Cockpit serienmäßig
● Preise ab schätzungsweise 24.500 Euro

Der Preis des Skoda Karoq könnte leicht steigen

Hätten Sie es erkannt? Was Sie hier sehen ist das Karoq Facelift und da müssen sogar Fans zwei Mal hinschauen, um die Neuerungen zu erkennen. Nach vier Jahren Bauzeit und einer klitzekleinen Auffrischung zum Modelljahr 2021 gönnt Skoda dem Verkaufsschlager ein weiteres Update. Mit weltweit über 500.000 verkauften Exemplaren ist der Karoq nicht nur das meistverkaufte SUV-Modell der Tschechen, sondern war zuletzt auch die zweiterfolgreichste Baureihe nach dem Octavia. Ab 2022 steht der überarbeitete Karoq bei den Händlern und auch wenn Skoda noch keine Preise verrät, kann davon ausgegangen werden, dass die Preise leicht erhöht werden. AUTO BILD rechnet damit, dass das Karoq Facelift bei etwa 24.500 Euro starten dürfte, wodurch er preislich gleichziehen würde mit dem MQB-Plattform-Bruder Seat Ateca. Zuletzt lag der Basispreis des Karoq bei 23.990 Euro. 
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Karoq Facelift erst auf den zweiten Blick zu erkennen

Das Facelift des Skoda Karoq fällt optisch mehr als dezent aus. Die größten Veränderungen gibt es an der Front. Der breitere, jetzt hexagonale Kühlergrill trägt senkrechte Doppelrippen. Angrenzend gibt es für den Karoq neue, schmalere Scheinwerfer (auf Wunsch erstmals mit Matrix-LED-Technik). Der Lufteinlass unterhalb des Nummernschilds ist ebenfalls neu designt und mündet in angedeuteten Air Curtains. Der cW-Wert beträgt 0,30, denn beim Facelift hat Skoda den Luftwiderstand um neun Prozent verringern können. Anteil daran haben auch der in Wagenfarbe lackierte Dachkantenspoiler und die neuen Felgen mit Aero-Einsätzen (17 bis 19 Zoll).
Skoda Karoq Facelift
Die Rückleuchten sind schmaler, der Einsatz in der Heckschürze ist kürzer. Die 19-Zoll-Felgen heißen "Sagitarius" und sind neu.

Abgesehen von kleineren Rückleuchten, die serienmäßig in Voll-LED ausgeführt und ab der Ausstattungslinie "Ambition" mit dynamischen Blinkern ausgestattet sind, einem neuen Einsatz in der Heckschürze und den zwei frischen Außenfarben "Phoenix Orange" (vom neuen Fabia bekannt) und "Graphit Grau" gibt es optisch keine Neuerungen. Mit 4,39 Metern (+ 1cm) Länge und 1,84 Metern Breite bleiben die Abmessungen nahezu unverändert. Der Radstand beträgt 2,64 Meter (2,63 Meter bei den Allradversionen) und das Kofferraumvolumen gibt Skoda mit 521 bis maximal 1630 Litern an. Mit den bekannten Varioflex-Sitzen erhöht sich der Stauraum auf 588 bis 1605 Liter (umgeklappte Rücksitze) beziehungsweise 1810 Litern bei ausgebauten Sitzen.

Abmessungen des Skoda Karoq Facelift

Länge: 4390 mm
Breite: 1841 mm
Höhe: 1624mm
Radstand: 2638 mm (2630 mm mit Allrad)
Kofferraum: 521 bis 1630 Liter (bis zu 1810 Liter mit Varioflex-Sitzen)
Skoda Karoq Facelift
Analoge Instrumente gehören im Karoq der Vergangenheit an. Ab sofort gibt es das Virtual Cockpit serienmäßig.

Analoge Instrumente sind jetzt Serie

Im Innenraum gibt es zumindest eine kleine Überraschung: Der Karoq wird nicht mehr mit analogen Instrumenten angeboten. Stattdessen ist das Virtual Cockpit ab sofort Serie. Die digitalen Instrumente sind in zwei Ausführungen (8 und 10,25 Zoll) erhältlich. Zudem stehen vier Infotainmentsysteme mit Bildschirmdiagonalen von 6,5 (Swing) bis 9,2 Zoll (Columbus) zur Wahl.
Skoda Karoq Facelift
Neu ist das optionale Eco-Paket mit Sitzbezügen aus veganen und recycelten Materialien.

 
Neu ist das optionale Eco-Paket mit veganen Sitzbezügen, die sich haptisch kaum von anderen Ledernachbildungen unterscheiden aber aus recycelten PET-Flaschen hergestellt werden. Teile der Sitze sowie die Armlehnen sind zudem in Mikrofaser Suedia im Farbton "Mokka-Braun" ausgeführt. Die LED-Ambientebeleuchtung wurde um den Fond erweitert und das war's, mehr hat sich im Innenraum des Facelifts nicht getan. Das Platzangebot ist, nach wie vor, sehr gut und die Materialauswahl passt. Die Assistenzsysteme wurden verbessert, so steht der Travel Assist in Zukunft in zwei unterschiedlichen Versionen in der Aufpreisliste wobei Skoda schon mal vorwarnt, dass einige der Assistenzsysteme erst später im Jahr 2022 erhältlich sein werden. Der Grund ist auch hier der Chipmangel.

Motoren und Ausstattungslinien

Bei den Ausstattungsvarianten bleibt es bei "Active", "Ambition" und "Style". Der optisch rustikale Karoq Scout fliegt aufgrund zu geringer Nachfrage aus dem Programm, das Topmodell Sportline ist weiterhin erhältlich. Exklusiv im Sportline wird der 190 PS starke Zweiliter-Benziner (immer mit Allrad und DSG) angeboten. Zusätzlich umfasst die Motorenpalette einen Dreizylinder-Benziner mit 110 PS (nicht für den Sportline) und einen 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS (optional mit Siebengang-DSG). Dieselseitig im Angebot ist der Zweiliter-Selbstzünder mit 116 (optional mit Siebengang-DSG) oder 150 PS (optional mit Allrad und DSG).
Skoda Karoq Sportline Facelift
Das Topmodell Karoq Sportline bleibt im Programm und ist unter anderem an schwarzen Zierteilen zu erkennen. Zudem sind 18-Zoll-Felgen Serie.

Benziner:
Skoda Karoq 1.0 TSI: Dreizylinder-Benziner; Leistung: 110 PS und 200 Nm; 6-Gang-Handschaltung
Skoda Karoq 1.5 TSI: Vierzylinder-Benziner; Leistung: 150 PS und 250 Nm; 6-Gang-Handschaltung (7-Gang-DSG optional)
Skoda Karoq 2.0 TSI (exklusiv für den Karoq Sportline): Vierzylinder-Benziner; Leistung: 190 PS und 320 Nm, 7-Gang-DSG und Allrad
Diesel:
Skoda Karoq 2.0 TDI: Vierzylinder-Diesel; 116 PS und 300 Nm (250 Nm mit DSG); 6-Gang-Handschaltung (7-Gang-DSG optional)
Skoda Karoq 2.0 TDI: Vierzylinder-Diesel; 150 PS und 340 Nm (360 Nm mit DSG); 6-Gang-Handschaltung (7-Gang-DSG und Allrad optional)

Kein Plug-in-Hybrid für den Karoq

Wer auf den Plug-in-Hybrid des Octavia iV gehofft hat, wird enttäuscht, den Karoq wird es auch ab 2022 weiterhin nur als Verbrenner geben. Auf Nachfrage erklärt Skoda, dass man sich stattdessen darauf konzentriere neue Elektromodelle zu entwickeln. Schade, denn der Plug-in-Hybrid hätte die Motorenpalette abgerundet.

Fazit

Nach über 500.000 verkauften Karoq gönnt Skoda dem SUV ein Facelift, das sehr behutsam ausfällt. Ich hätte mir etwas mehr Neuerungen und einen Plug-in-Hybrid gewünscht, aber das Facelift dürfte auch so ein Bestseller werden.