Günstig Tanken war einmal. CO2-Abgabe, Mehrwertsteueranpassung und Rohölpreis-Rallyes haben die Preise für Benzin und Diesel im Jahr 2021 wieder in die Höhe getrieben. Umso wichtiger ist es für Autofahrer nun, an der Zapfsäule strategisch richtig vorzugehen. Was viele nicht wissen: Wer zur richtigen Zeit zur Tankstelle fährt, kann pro Liter mehr als zehn Cent sparen, örtlich sicher auch noch mehr. Das kann sich bei einmal Volltanken schon kräftig auszahlen.
Hinweis
Spritpreise vergleichen mit Clever Tanken
Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken (gehört zur AUTO BILD-Gruppe), empfiehlt Autofahrern, die teils enormen Sprünge im Tagesverlauf und zwischen den Anbietern zu beachten. "Günstige Tankzeiten bieten sich oft im Zeitraum zwischen 8 und 10 Uhr, 12 und 13 Uhr und ab 18 Uhr am Abend", so der Experte. Am teuersten ist Sprit hingegen am Morgen, wo viele Menschen im Berufsverkehr unterwegs sind. Aber, so Bock: "Ausnahmen bestätigen die Regel."

Beim Tanken sparen mit Internet, Navi oder App!

Generell sollten sich preisbewusste Autofahrer im Internet, im Navi oder per App darüber informieren, welche Tankstelle in der Umgebung die günstigsten Preise hat. Hilfe beim Spritsparen gibt es bei clever-tanken.de, beim Spritpreismonitor oder beim ADAC sowie in Navigationssystemen oder Apps für Smartphone, Tablet und Apple Watch. Wer sein Smartphone im Auto nutzt – sinnvollerweise über eine Handyhalterung (hier zehn im Test) – der findet die günstigste Zapfsäule auch per Spracheingabe.

Auf Reisen: Zum Tanken runter von der Autobahn!

Reisende, die an einer Autobahntankstelle haltmachen, müssen meistens besonders tief in die Tasche greifen. Der ADAC ermittelte in einer deutschlandweiten Preisanalyse im Sommer 2019 an über 14.000 Tankstellen: Wer an Autobahnen tankt, zahlt im Durchschnitt gut 20 Cent je Liter mehr als an Zapfsäulen im übrigen Straßennetz – 21,4 Cent für einen Liter Super E10 und 23,8 Cent für einen Liter Diesel. Anders ausgedrückt: Clevere Reisende mit zehn Minuten Zeit zum Abfahren von der Autobahn und einem 50-Liter-Tank sparen beim Volltanken mit Superbenzin mehr als zehn Euro, mit Diesel sogar fast zwölf Euro. Das gilt auch für Tankstellen im Umkreis von Autobahnausfahrten, obwohl die Spritpreise hier noch um gut zwei Cent höher liegen als im restlichen Straßennetz abseits der Schnellstraßen (eine ADAC-Liste mit autobahnnahen Tankstellen gibt es hier). Zwischen den einzelnen Wochentagen stellte der ADAC indes nur geringe Preisunterschiede fest. Beim Reisen ins Ausland (das ist während Corona erlaubt) sollte man daran denken: Deutlich billiger ist der Sprit in Österreich, Tschechien, Polen und Luxemburg – teurer dagegen in Dänemark, den Niederlanden und vor allem in Italien.