ADAC-Stauprognose: 12. bis 14. Juni 2015

Ranking der Stau-Hauptstädte

Stauprognose: aktuelle Staumeldungen

So umfahren Sie den Herbst-Stau

In zwölf Bundesländern sind Ferien, jede Menge Herbsturlauber sind unterwegs. Dazu bremsen Baustellen Autofahrer aus. Anti-Stau-Tipps und die aktuelle Stauprognose!
Am kommenden Wochenende schließen in NRW und dem Süden der Niederlande die Schulen. In Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland enden die Ferien. Schleswig-Holstein und Sachsen starten in die zweite Ferienwoche. Zahlreiche Wanderer steuern die Mittelgebirge und die Alpen an. Ähnlich beliebt sind die Küsten und südliche Gefilde. Die meisten Urlauber fahren allerdings schon wieder zurück nach Hause. In beiden Reiserichtungen ist die Staugefahr an Baustellen besonders groß. Längere Fahrzeiten sollten zudem im Großraum München und Hamburg eingeplant werden. 
Wer Staus umfahren will, sollte folgende Tipps beachten:
1. Antizyklisch reisen. Wer außerhalb der Zeiten fährt, zu denen das Staurisiko am größten ist, spart möglicherweise wertvolle Zeit. Vermeiden Sie die Spitzenzeiten: Es drohen Stau-Spitzenzeiten freitags von 13 bis 20 Uhr, samstags von elf bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 20 Uhr.
2. Handy zur Navigation nutzen. Apps sind oft aktueller als feste Navis und bieten zeitig Alternativrouten an. Diese Apps sind empfehlenswert:
Google Maps: Über "Live Traffic" gibt es Verkehrsinformationen in Echtzeit. Dazu kommen präzise Vorschläge für Ausweichrouten. Bonus: Ein Fahrspurassistent für Autobahnkreuzungen in 15 europäischen Ländern.
Apple Maps: Apple Maps warnt vor Gefahrenstellen, zum Beispiel bei Unfällen. Mit der Menü-Option "Flyover" lässt sich das Verkehrsgeschehen in vielen Metropolen aus der Vogelperspektive beobachten.
Here WeGo:
Diese App ermöglicht es, weltweit kostenlos zu navigieren und Karten herunterzuladen, um Datenvolumen zu sparen. Außerdem fließen Fußwege, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrdienste in die alternativen Routenvorschläge ein.
Waze:
Dank großer Community sind die Verkehrsmeldungen topaktuell. Leider hat Waze als reine Online-App den größten Datenhunger und besteht während der Fahrt auf ständiger Server-Kommunikation.
Nunav:
Auch hier sorgt die Community rund um die Uhr für aktuelle Meldungen. Darüber hinaus warnt Nunav vor Blitzern. Allerdings können Verkehrsstörungen nicht selbst gemeldet werden.
3. Push-Meldungen einschalten. Einige Apps schicken aktuelle Stauwarnungen aus bestimmten Regionen aufs Smartphone.
4. Den Stau nicht sofort umfahren. Manche Navis empfehlen die Ausweichroute viel zu früh. Wer hektisch auf die Ausweichstrecke fährt, verlagert das Problem statt es zu lösen.
5. Soziale Netzwerke checken. Auch bei Twitter und Facebook kursieren Stauwarnungen. Mitreisende können das gegebenenfalls nachschauen.
6. Pausen einlegen. Zeichnet sich ein Stau ab, lohnt sich der Stopp auf einem Rastplatz. Das schont die Nerven – und das Problem löst sich möglicherweise von selbst.
Hier gibt's weitere Tipps zum Thema Anti-Stau-Apps!

Fünf kostenlose Navis gegen Stau

Wo die längsten Staus drohen – die Staustrecken von A1 bis A99

Großräume Hamburg, Hannover, Frankfurt, Köln und München Fernstraßen von und zur Nord- und Ostsee • A1/A3/A4 Kölner Ring - A1 Hamburg – Bremen • A2 Dortmund - Hannover A3 Oberhausen - Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden A5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel A6 Nürnberg - Heilbronn - Mannheim - Kaiserslautern A7 Füssen/Reutte - Würzburg - Hannover - Hamburg  A7 Hamburg – Flensburg A8 Salzburg - München - Stuttgart - Karlsruhe A9 München – Nürnberg – Berlin • A45 Hagen - Gießen - Aschaffenburg A93 Inntaldreieck – Kufstein • A61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen A99 Umfahrung München.

Österreich und andere Nachbarländer

Auch in den Nachbarländern kann es noch zu Staus kommen. An den Grenzen dauert es länger.

Die Lage auf den Autobahnen: Herbsturlauber sorgen auch im benachbarten Ausland für Staus. Neben den üblichen Behinderungen rund um die Ballungsräume und durch Baustellen droht vor allem in Italien Verzögerung. Die italienische Autobahn A10 Genua nach Savona ist wegen der eingestürzten Morandi-Brücke in Genua zwischen dem Autobahnkreuz mit der A7 Mailand-Genua und Genua Flughafen nach wie vor in beide Richtungen gesperrt. Die Folge sind lange Umleitungen.
Jenseits der Bundesgrenzen haben diese Routen das größte Staupotenzial:
Österreich A1 West-, A10 Tauern-, A12 Inntal-, A13 Brennerautobahn, B 179 Fernpass-Route sowie die wichtigen Bundesstraßen in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten und der Steiermark. Der Gleinalmtunnel auf der Pyhrnautobahn A9 ist nach einem Fahrzeugbrand voraussichtlich bis November Gesperrt. • Italien A22/SS 12 Brennerstrecke, Verbindung Reschenpass - Meran, SS 38 Meran - Bozen und SS 49 Pustertaler Staatsstraße • Schweiz A2 Basel – Chiasso und A1 St. Gallen – Zürich – Bern.
Situation an den Grenzen: An der Grenze zwischen Deutschland und Österreich muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Am längsten dauern wird es voraussichtlich an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz - Passau), Walserberg (A8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein - Rosenheim). Die bayerische Grenzpolizei kontrolliert zudem seit Juli Übergänge auf Bundes- und Landstraßen. Wartezeit sollte auch an Österreichs Grenzen mit Ungarn, Slowenien und der Slowakei sowie an den Übergängen von Slowenien nach Kroatien eingeplant werden.
Besonderheit in Österreich: Seit dem 1. Mai 2018 darf im Auto nicht mehr geraucht werden, wenn Personen unter 18 an Bord sind. Das Verbot gilt für den Fahrer genauso wie für alle Mitreisenden, bei geschlossenen wie geöffneten Fenstern. Bei Verstoß droht ein Bußgeld von 1000 Euro.

Die 50 besten Apps für Autofahrer

Tipp vom ADAC: Wer sich vor der Fahrt über die Gesetzeslage im Urlaubsland informiert, erspart sich möglicherweise Ärger. In einigen Ländern muss auch tagsüber das Licht eingeschaltet werden, andere ahnden Verkehrsdelikte deutlich schärfer als Deutschland.
Almabtrieb in den Alpen: Auto- und Motorradfahrer, die in den Alpen unterwegs sind, müssen damit rechnen, von Viehherden aufgehalten zu werden. Im Herbst treiben Bauern in Bayern, Österreich, in der Schweiz und in Südtirol ihre Tiere zurück ins Tal, wenn die Temperaturen sinken. Nicht bei allen Almabtrieben stehen Umleitungen zur Verfügung. Autobahnen sind jedoch nicht betroffen.

Stichworte:

Autobahn Stau

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