E-Autos sind zwar in der Anschaffung teurer als Verbrenner, sie waren jedoch lange Zeit erheblich günstiger im Betrieb (ausführlicher Kostenvergleich). Wer so dachte, der empfand die vergangenen Monate als Tortur, denn die Strompreise kletterten unaufhörlich. Ein Elektroauto zu laden ist inzwischen manchmal teurer, als einen vergleichbaren Verbrenner zu betanken.

Die zurzeit besten E-Autos

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Audi Q4 e-tron
BMW iX
Hyundai Ioniq 5
Kia Niro EV
Kia EV6
Mazda MX-30
Opel Corsa-e
Skoda Enyaq iV
Tesla Model 3
Toyota bZ4X
Inzwischen aber sinkt die Strompreiskurve wieder – analog zur Entwicklung bei den Spritpreisen. Am 15. November 2022 registrierte das Vergleichsportal Verivox einen durchschnittlichen Strompreis von 45,63 Cent pro Kilowattstunde Haushaltsstrom. Im Oktober waren es noch bis zu 53,83 Cent. Da ein großer Teil der Ladevorgänge zu Hause stattfindet, wird auch das E-Auto-Fahren so wieder etwas günstiger.

Wann kommt die Strompreisbremse?

Entlastung bringt zudem die Strompreisbremse, die analog zur schon beschlossenen Gaspreisbremse geplant ist – und vermutlich schon ab Januar 2023 wirken wird. Sie soll für Privathaushalte und kleinere Betriebe den Strompreis bei 40 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für ein Basiskontingent von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs deckeln. Damit würde zumindest der privat gezapfte Strom an der heimischen Wallbox günstiger werden.
Aller Voraussicht nach kommt die Strompreisbremse zum März 2023, sie wird aber rückwirkend zum 1. Januar berechnet. Gelten soll sie bis Ende April 2024. Energieversorger hatten allerdings zuletzt Zweifel an der schnellen Umsetzbarkeit geäußert. Zudem gibt es schon im Dezember 2022 eine einmalige Abschlagszahlung vom Staat.
Die Strompreisbremse soll zum Teil durch die Abschöpfung von "Zufallsgewinnen" bei Stromproduzenten, aber auch bei Mineralöl- und Gasunternehmen finanziert werden. Wie die WELT berichtet, will das Bundesfinanzministerium Übergewinne mit einem Steuersatz von 33 Prozent besteuern. Die Maßnahmen sollen demnach drei Milliarden Euro einbringen.

Marktanalysten erwarten Strompreis-Verdoppelung

Ist das jetzt der Anfang einer grundsätzlichen Entspannung oder nur ein kurzes Innehalten vor weiteren Preissprüngen? Das ist noch nicht klar. Die Marktanalysten von First Energy erwarten laut einem Bericht des ARD-Magazins "Plusminus" einen weiteren deutlichen Anstieg. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass Preise für Haushaltskunden perspektivisch auf dem doppelten Niveau von heute liegen", prognostiziert Firmengründer und Geschäftsführer Markus Barella Anfang November.
Grund: Der aktuelle Strompreis habe noch nicht das Börsenpreisniveau beim Einkauf. Das würde bedeuten, dass auch das bislang noch vergleichsweise günstige Laden von E-Autos an der heimischen Wallbox deutlich kostspieliger werden würde.

Kostenabstand Verbrenner vs. E-Auto wird immer kleiner

Zwar sind auch die Spritpreise auf hohem Niveau, dennoch wird der Abstand zwischen den reinen Fahrtkosten beider Antriebsarten immer geringer. Ein Vergleich von zwei Modellen macht das deutlich: Der VW ID.3 Pro S mit 204 PS verbraucht laut AUTO BILD-Testrunde etwa 21,3 Kilowattstunden auf 100 km, das ergab im Oktober 2022 Stromkosten in Höhe von 11,47 Euro. Ein vergleichbarer VW Golf 1.5 TSI mit 150 PS schluckt auf dieser Distanz rund 6,5 Liter, beim zeitgleich ermittelten Benzinpreis wurden dafür 12,21 Euro fällig. Im Oktober 2022 betrug der Unterschied rein rechnerisch also nur noch 74 Cent!
Eine aktuelle Studie des Center Automotive Research (CAR) bestätigt den düsteren Trend. Demnach könnte der Kostenvorteil des Elektroautos schon 2023 der Vergangenheit angehören. Die Untersuchung analysiert die Kosten dreier Elektroautos (Fiat 500 Elektro, Opel Mokka-e Elegance und Tesla Model 3) an und stellt sie drei adäquaten Verbrennermodellen (Fiat 500 Hybrid Dolcevita, Opel Mokka Elegance und BMW 3er Limousine) gegenüber.
Dabei bezieht die Studie auch den ab 2023 schrumpfenden Umweltbonus für Elektromobilität mit ein. Das entstehende Defizit bei der Kaufprämie – umgerechnet auf drei Jahre – wirkt sich ebenfalls maßgeblich auf die errechneten monatlichen Kosten aus.
Der CAR-Studie zufolge sind die drei Benziner bei einem angenommenen Stromtarif von 50 Cent pro Kilowattstunde (kWh) Hausstrom und einem Benzinpreis von 1,87 Euro pro Liter mit 631 Euro gegenüber den Elektroautos (733) gut 70 Euro im Vorteil.

Tankkosten von E-Autos: 6 Szenarien

Szenario 1
Szenario 2
Szenario 3
Szenario 4
Szenario 5
Szenario 6
Abzweigung
Abzweigung
Abzweigung
BEV Mittelwert (2022)*
Abzweigung
Abzweigung
BEV Mittelwert (2023)*
Abzweigung
Abzweigung
Benzin Mittelwert**
Abzweigung
Abzweigung
Vorteil Verbrenner (2022)
Abzweigung
Abzweigung
Vorteil Verbrenner (2023)
Abzweigung
Strom 0,32 € / Sprit 1,87 €
596 €
665 €
631 €
-36 €
34 €
Strom 0,50 € / Sprit 1,87 €
633 €
703 €
631 €
2 €
71 €
Strom 0,75 € / Sprit 1,87 €
685 €
755 €
631 €
54 €
123 €
Strom 0,32 € / Sprit 1,55 €
596 €
655 €
607 €
-12 €
58 €
Strom 0,50 € / Sprit 1,55 €
633 €
703 €
607 €
26 €
95 €
Strom 0,75 € / Sprit 1,55 €
685 €
755 €
607 €
78 €
147 €

Die Forscher verglichen die Full-Service-Monats-Leasingkosten plus Treibstoff plus Anschaffung der Verbrenner mit monatlichen Abo-Raten plus Stromkosten plus Anschaffung der Stromer. Dabei gingen die Forscher von 15.000 Kilometern Laufleistung aus. Da viele beschlossene Strompreiserhöhungen noch nicht bei den Haushalten bzw. den Wallboxen und Ladesäulen angekommen seien, sei eine weitere Verteuerung des Ladestroms anzunehmen, so die CAR-Experten.

Das kündigen die Stromversorger an

Noch im Juli 2022 lag der Durchschnittspreis laut halbjährlicher Analyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei 37,3 Cent. Für 2023 erwartet Verivox einen durchschnittlichen Strompreis von 0,45 Euro pro kWh – oder mehr.
Wer keine eigene Wallbox zu Hause hat, ist noch schlechter dran: Die Tarife der öffentlichen Ladesäulen sind inzwischen so hoch, dass E-Autos vielerorts bereits jetzt teurer im Betrieb sind als Verbrenner. Und bis zur nächsten Preisrunde bei den Ladenetzbetreibern dürfte es allenfalls ein paar Wochen dauern.
Auf die Frage nach einer Preisgarantie reagieren die großen Stromversorger zurückhaltend. "Eine Anpassung der Ladetarife ist aktuell nicht geplant", antwortete EnBW Ende August 2022 auf Anfrage von AUTO BILD. Seit einer Preiserhöhung im Mai 2021 hat EnBW die Ladestromtarife nicht geändert. Selbstverständlich beobachte man aber die Entwicklungen an den Energiemärkten sehr genau. "Die hohe Dynamik an diesen macht eine Prognose bis zum Ende des Jahres nicht möglich. Da bitten wir um Ihr Verständnis", so der EnBW-Sprecher.
IONITY Ladestation
Das Schnelllade-Netzwerk Ionity ist aktuell mit 79 Cent pro kWh für markenfremde Nutzer besonders teuer. Es ist entlang des Autobahnnetzes in ganz Europa angelegt.

Ähnlich ist es beim Schnelllade-Netzbetreiber Ionity. "Die derzeitig steigenden Energiepreise gehen an Ladestromanbietern nicht spurlos vorbei. Und auch Ionity beobachtet die Entwicklung auf den Energiemärkten in allen europäischen Ländern weiterhin sehr genau", sagt eine Unternehmenssprecherin gegenüber AUTO BILD. Zum aktuellen Zeitpunkt sei jedoch keine Preiserhöhung vorgesehen, beteuert auch Ionity.

Netzbetreiber behalten sich Preiserhöhungen vor

Auch der größte Ladesäulen-Betreiber E.ON mag weitere Preiserhöhungen nicht ausschließen: "Die Lage auf den Energiemärkten ist derzeit historisch einzigartig, und wir beobachten sie natürlich eng." Bislang habe man die Preise an den Ladestationen stabil gehalten. "Wir bitten aber um Verständnis, dass wir aufgrund der Energiepreisentwicklung keine Aussagen für die nähere Zukunft treffen können."
Und die Preiserhöhungen gehen munter weiter: Am 1. September machte Allego sein Ladenetz teurer. Der niederländische Betreiber, mit mehr als 28.000 Stationen größter Anbieter in Europa, erhöhte schon zum zweiten Mal in diesem Jahr die Preise.
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Seitdem kostet langsames Wechselstrom-Laden 47 Cent, das entspricht einem Sprung um zehn Prozent. Das Laden an Schnellladesäulen wird nun mit 70 statt bisher 65 Cent pro kWh berechnet. Für das eingangs aufgeführte Beispiel VW ID.3 heißt das: Am Allego-Schnelllader kosten 100 km bereits 15,98 Euro, also 3,77 Euro mehr als der Sprit für den VW Golf.

Allego schließt zum teuren Ionity-Netzwerk auf

Allego schließt mit seiner Preiserhöhung zum teuren Ionity-Schnellladenetzwerk auf. Dort kostet die Kilowattstunde 79 Cent. Allerdings kann mit einer Ladekarte, dem Ionity Passport für 17,99 Euro monatlich, der Preis auf 35 Cent gedrückt werden.
Beim größten deutschen Anbieter EnBW kostet Schnellladen 55 Cent pro kWh, E.ON berechnet 53 Cent. Der Anbieter EWE verlangt 52 Cent. Beim regionalen Anbieter Maingau Energie kostet das DC-Schnellladen für Zaungäste sogar 59 Cent pro kWh. Auch Shell Recharge berechnet 59 Cent für die Kilowattstunde an Gleichstrom-Schnellladesäulen.
Tesla Insurance
Tesla hat seit dem Frühjahr 2022 sein Supercharger-Netzwerk testweise an 79 Standorten in Europa auch für Fremdmarken geöffnet.

Tesla führt einen günstigen Nacht-Ladetarif ein

Tesla hat sein Supercharger-Netzwerk probeweise für Fremdkunden geöffnet. Der Grundpreis betrug hier für Tesla-Fahrer 70 Cent, für Fremdmarkennutzer 81 Cent pro kWh (Stand: 21. September 2022). Unser VW ID.3 kostet also, wenn wir dort spontan laden, 17,25 Euro je 100 km Akku-Reichweite.
Ähnlich wie bei Ionity gibt es bei Tesla auch einen Stammkunden-Tarif in Höhe von 70 Cent, dafür wird aber eine monatliche Grundgebühr von 12,99 Euro fällig. Offenbar sind die Tarife inzwischen nicht mehr einheitlich fixiert, sondern schwanken. So kostet aktuell das Laden für Fremdmarken an einem Berliner Supercharger 74 Cent pro Kilowattstunde.
Seit Kurzem gibt es außerdem einen Nacht-Ladetarif an ausgewählten Supercharger-Stationen. "Ermäßigte Tarife für nächtliches Laden" (O-Ton Tesla) gelten an ausgewählten Stationen. Sie sind über die Tesla-App zu finden und offenbar flexibel. So kostet das Laden am Berliner Supercharger "Gleisdreieck" im Stadtteil Schöneberg zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens 54 Cent pro Kilowattstunde. An anderen Standorten betrugen die Tarife dem Blog "Teslamag" zufolge sogar nur 51 Cent tagsüber und 46 Cent in der Nacht
Im Laufe der Zeit soll diese reduzierte Nebentarif-Preisstruktur an weiteren Standorten angeboten werden – auch an solchen, die für andere Elektrofahrzeugmarken zugänglich sind, lässt Tesla wissen.

So teuer ist bereits normales AC-Laden bis 50 kW

Öffentliches Laden mit 11 bis 50 kW, in der Regel mit Wechselstrom (AC), kostet aktuell bei EnBW 45 Cent pro kWh. E.ON berechnet an Wechselstrom-Ladesäulen 39 Cent. Allego kassiert 47 Cent. Zum Vergleich: Für Gleichstromladen bis 50 kW sind 70 Cent fällig, für mehr als 50 kW, also schnellladen, berechnet der niederländische Netzbetreiber sogar 75 Cent. Maingau Energie berechnet 49 Cent fürs langsame Wechselstromladen. An einer regionalen SachsenEnergie-Ladesäule in Dresden dagegen kostet AC-Laden derzeit 39 Cent, der norddeutsche Anbieter EWE berechnet 42 Cent.

Welche Faktoren erhöhen die Strompreise?

Drei Faktoren sind für den Strompreis ausschlaggebend: Es sind neben den Kosten für Produktion und Vertrieb noch das Netzentgelt sowie Steuern und Abgaben auf den Strom. Die beiden ersteren Faktoren steigen auf Sicht, während der Staat die Steuern und Abgaben beeinflussen kann. Das tat er zuletzt durch Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022, die zuletzt etwa 3,7 Cent pro Kilowattstunde betrug und jetzt aus Steuermitteln bestritten wird. 

Wie wirkt sich der Großhandelspreis aus?

Der Großhandelspreis für Strom, der an der Leipziger Strombörse EEX gehandelt wird, sprang Anfang Juli 2022 zur Lieferung 2023 auf ein Rekordhoch von 319 Euro pro Megawattstunde. Das entspricht einer Steigerung binnen Jahresfrist von mehr als 310 Prozent! Auf die Kilowattstunde berechnet ergab das im Juli 2022 einen Preis von mehr als 31 Cent – so hoch war 2021 der Verbraucherpreis. Bedenkt man, dass auf den Großhandelspreis noch Steuern und Abgaben aufgeschlagen werden, verdeutlicht sich die gewaltige Verteuerung.
Elektro Ladestation Ladesäule
Die Preise für öffentliches Laden steigen derzeit rapide: Viele Ladenetz-Betreiber haben die Tarife bereits drastisch erhöht.
So kostete die Kilowattstunde im Großhandel Mitte Juni 2022 noch 22 Cent. Bei der jüngsten Preiserhöhung fällt damit sogar der Wegfall der EEG-Zulage nicht mehr ins Gewicht, die ja bei lediglich 3,7 Cent pro kWh gelegen hatte.

Warum ist der Gaspreis ebenfalls wichtig?

"Großer Preistreiber ist der Erdgaspreis", sagte der Energieexperte Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW. Die Gaspreise sind vor allem gestiegen, weil Russland als Deutschlands wichtigster Lieferant weniger Gas nach Deutschland pumpt. Hinzu kommen laut Sieverding etwa die gestiegenen Weltmarktpreise für Kohle oder gestiegene CO2-Preise, die die Stromproduktion verteuern. Bisher ist der Strompreis in Deutschland an den Gaspreis gekoppelt. Politiker setzen sich nun dafür ein, das zu ändern.
Strom Tankstellen - Kohlekraftwerk
Mit verstromter Kohle lassen sich E-Autos nur lokal emissionsfrei betreiben – aber Kohle ist günstiger als Gas.

Welche Rolle spielen Atomkraftwerke und die "Dunkelflaute"?

Die drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland sollten eigentlich Ende 2022 komplett abgeschaltet werden, nun werden zwei von ihnen voraussichtlich als Reserve vorgehalten. Denn der Winter bringt ein Problem mit sich: Zum Jahresende sinkt die Strommenge, die aus Photovoltaik und Windenergie stammt; mit dem Winter häufen sich traditionell die Tage der sogenannten Dunkelflaute, denn es weht weniger Wind, die Tage sind kürzer, also scheint die Sonne weniger. In dieser Zeit dürfte bei starker Nachfrage vermehrt Gas verstromt werden, als letzte und teuerste Stromquelle. Gerade das Gas wird knapper und teurer: Wegen der Russland-Krise wird dieser Energieträger auf Sicht im Preis weiter zulegen.
Somit verteuert der Gaspreis indirekt den Strompreis, denn der Energieerzeuger mit den höchsten Produktionskosten bestimmt am Ende den Strompreis. Der Energieexperte Jürgen Karl von der Universität Erlangen-Nürnberg geht von einem Plus von 8 Cent pro kWh aus, das wäre beim aktuellen Strompreis eine Steigerung von einem Viertel bis zu einem Drittel, sagte er dem Nachrichtenportal "tagesschau.de". Keine allzu guten Aussichten für E-Autofahrer!

Überholen die Energiekosten für E-Autos bald die von Verbrennern?

Das kommt stark auf die erwarteten Preissteigerungen an, die Verfügbarkeit von günstigem Strom, und es hängt wie beschrieben auch vom Gaspreis ab. Auch die Kosten für Diesel und Benzin dürften weiter anziehen: Denn jedes Jahr steigt auch die CO2-Abgabe pro ausgestoßener Tonne Klimagas – allerdings macht das Jahr 2023 wegen der Energiekrise eine Ausnahme.
VW ID.3 Pro
Beim VW ID.3 Pro S ermittelte AUTO BILD einen Durchschnittsverbrauch von 21,3 Kilowattstunden auf 100 km. Bei den derzeitigen Strompreisen kostet das 11,47 Euro.
Ein wehmütiger Blick zurück: Laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox waren E-Autos im März 2022 in Bezug auf die Energiekosten noch um bis zu 60 Prozent günstiger als Verbrenner. Zugrunde gelegt wurde ein durchschnittlicher Stromverbrauch für E-Autos von 19 kWh auf 100 km. Damit ergeben sich Kosten von 7,98 Euro pro 100 km.

Wie entwickeln sich die Strompreise mittelfristig?

Die Aussichten sind derzeit schwer abzuschätzen: Heute bezieht Deutschland rund 50 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Aktuell hat der Bundestag beschlossen, dass dieser Anteil auf 80 Prozent ausgebaut werden soll. Das wird allerdings frühestens 2030 der Fall sein.
Zugleich sollen bis zu diesem Zeitpunkt bis zu zehn Millionen Elektroautos neu zugelassen werden. Das heißt: Der Stromhunger im Verkehrssektor wächst ebenfalls. Meist steigen mit der Nachfrage auch die Preise.

Von

Roland Wildberg