Tesla-Chef Musk: Tunnel gegen Stau in L. A.

Tesla Model 3: Bilanz

Model 3 läuft, Aktie fällt

Tesla hat 2018 rund 145.000 Model 3 ausgeliefert – allein im Schlussquartal waren es 63.000 Stück. Trotzdem könnte es an der Börse besser laufen!
(Reuters/dpa/cj) Bei Tesla läuft die Produktion des großen Hoffnungsträgers Model 3 immer besser. Im Schlussquartal 2018 wurden 63.150 Elektroautos dieses Typs an Kunden geliefert, 13 Prozent mehr als im vorangegangenen Vierteljahr, wie der Elektroautohersteller aus dem Silicon Valley am 2. Januar 2019 mitteilte. Vom Band rollten genau 61.394 Exemplare des Model 3. Insgesamt habe Tesla im vergangenen Jahr 2018 gut 245.000 Fahrzeuge ausgeliefert, darunter mehr als 145.000 Model 3 sowie knapp 100.000 Model S und Model X. Das seien fast so viele Wagen wie in den vergangenen Jahren zusammen gewesen. Im Schlussquartal 2018 seien täglich fast 1000 Fahrzeuge produziert und ausgeliefert worden.

Unerfüllte Erwartungen an der Börse

Das Elektroauto Tesla Model 3 soll für die breite Masse erschwinglich sein.

Aber: An der Börse konnte Tesla nicht überzeugen. Dem Sender CNBC zufolge gingen die Analysten im Schnitt von 64.900 ausgelieferten Model 3 aus. Die Aktie fiel um mehr als sieben Prozent. Ein weiterer Grund für die schlechte Stimmung an der Wall Street war die Ankündigung des Unternehmens, die Preise in den USA um 2000 Dollar zu senken, um geringere Steuererleichterungen für Kunden beim Kauf umweltschonender Fahrzeuge auszugleichen. Der Tesla Model 3 ist inzwischen auch in Europa bestellbar, die ersten Auslieferungen auch in Deutschland sollen im Februar oder März 2019 erfolgen.

Musk demonstriert erste Tunnel-Fahrt

Unterdesseb hatte Tesla-Chef Elon Musk hat mit einer ersten Demo-Fahrt in einem kurzen Test-Tunnel seine Ambitionen unterstrichen, den Verkehr in Großstädten unter die Erde zu verlegen. Seine Firma Boring Company eröffnete in Los Angeles in der Nähe von Musks Weltraum-Unternehmen SpaceX im Stadtviertel Hawthrone eine gut 1,8 Kilometer lange Röhre, die kaum breiter als ein Auto ist. Die Idee der Fortbewegung: An die Vorderräder einfahrender Fahrzeuge werden eine Art waagerechte Stützräder angebaut. Diese halten sie dank Schienen an den Wänden in der Spur. Das Auto muss elektrisch und autonom fahren können, es bewegt sich dann mit eigenem Antrieb durch die Röhre. Der Zu- und Ausgang erfolgt über eine Art Transport-Fahrstuhl. Nach Musks Angaben bei der Präsentation soll es zehn bis zwanzig Mal so viele Zugänge geben wie U-Bahnstationen.

Nur 80 statt 240 km/h – und das holprig

Musk verspricht, man werde mit über 240 Kilometern pro Stunde unterwegs sein können. Bei den Testfahrten für die Medien in der Nacht zum 19. Dezember 2018 war ein Tesla Model X mit fest angeschraubten Seitenrädern allerdings deutlich langsamer unterwegs – weil man laut Musk noch nicht dazu gekommen war, den Boden ordentlich zu glätten. So geriet auch eine Fahrt mit bis zu 80 km/h ziemlich holperig, wie ein Reporter der "Washington Post" berichtete. In dem Tunnel ist zunächst einmal probeweise nur ein einziger Tesla im Einsatz. Der ursprüngliche Plan war, die Fahrzeuge durch die Tunnel auf schnell fahrenden kleinen Plattformen zu befördern. Musk will den notorisch stockenden Verkehr in Los Angeles mithilfe eines ganzen Netzwerks aus solchen Tunneln entlasten. Die Boring Company musste dabei jedoch auch einen Rückschlag hinnehmen: Sie verzichtet auf eine der geplanten Röhren, nachdem Anwohner dagegen vorgegangen waren.

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