The Beast: US-Präsidentenlimo und ihre Ahnen

The Beast: neue Präsidentenlimousine für Donald Trump

Trumps "Beast" meldet sich zum Dienst

Donald Trump muss nicht länger auf sein neues "Beast" warten: Die Super-Limousine des US-Präsidenten wurde in New York präsentiert. Fotos und Infos zum "Cadillac One"!
Jetzt hat auch Donald Trump sein neues "Beast". In New York nahm der US-Präsident die neue Staatskarosse offiziell in Betrieb. Bei einer Parade durch Manhattan ließ sich Trump zum ersten Mal im "Cadillac One" chauffieren. Bisher ist noch nicht viel bekannt über die neue Super-Limousine auf Basis der Stretch-Version des Cadillac CT6. Das neue "Beast" sieht etwas moderner aus als sein Vorgänger, ist schwer gepanzert und mit diversen Sicherheitssystemen ausgestattet. Laut Fox News ist der Auto-Koloss zwischen sieben und neun Tonnen schwer, zwei Exemplare waren in New York bereits zu sehen (im Youtube-Video unten ab Minute 3:07). Berichten zufolge hat die Trump-Regierung einen mit 13,8 Millionen Euro dotierten Vertrag mit General Motors geschlossen, der ein Dutzend "Beast"-Modelle garantieren soll.

Trump-"Beast" ließ auf sich warten

Von Trumps neuem "Cadillac One" gab es bislang nur Erlkönigbilder. Eigentlich sollte die neue Staatskarosse schon 2017 fertig werden.

Eigentlich sollte der mächtigste und wohl umstrittenste Politiker der Welt, der immer wieder über die deutsche Autoindustrie schimpfte, schon 2017 ein aufgefrischtes "Presidential State Car" von Cadillac bekommen. Daraus wurde nichts. Dann sollte die Panzerlimousine im Spätsommer 2018 kommen. Doch lange gab es von der Neuauflage der Staatskarosse nur Erlkönigbilder zu sehen. Auf dem GM-Testgelände in Milford/Michigan (USA) drehte der Hochsicherheits-Caddy im Sommer 2017 einige Highspeed-Testrunden, bei denen das stark getarnte Panzerfahrzeug fotografiert wurde.

Einzigartige Sicherheitsvorkehrungen der Staatskarosse

Von außen zu erahnen: Die amerikanische Staatskarosse ist fast sieben Meter lang, das Dach wurde für einen bequemen Einstieg beinahe auf Stehhöhe angehoben. Die neue Staatskarosse wird Platz für sieben Personen haben, die durch 20 Zentimeter dicke Türen geschützt werden. Ihre Fensterscheiben halten Beschuss mit Armeemunition, der Wagen einem Chemiewaffenangriff stand. Schusssichere Reifen und Stahlfelgen sind fast schon selbstverständlich. Der Unterboden des "Beasts" ist gegen Minen geschützt. Die Sicherheitsvorkehrungen an Bord des State Car suchen ihresgleichen: Das Auto bekommt eine eigene Sauerstoffversorgung, der Tank ist gepanzert, alle Fenster sind kugelsicher. Werfer für Granaten und Tränengas, Nachtsichtgeräte, Satellitentelefon und ein verschlüsselter Internetzugang sind an Bord – und es soll sogar Blutkonserven mit der Blutgruppe des Präsidenten geben. Einzelheiten halten die Behörden traditionell aus Sicherheitsgründen geheim.

Technische Daten des "Beast" sind Staatsgeheimnis

Video: "White House Down"

Das Making of "the Beast"

Von der Form her ging auch das bisherige "Beast" noch gerade als Pkw durch. Es war ein Panzer auf Lkw-Rädern. Technische Details zum Auto gab es so gut wie keine. Spekuliert wird, dass der gepanzerte Body von einem Pick-up- oder SUV-Rahmen getragen wurde. Steckt unter dem Panzerkleid ein Chevrolet Suburban? Wird das "Beast" mit Benzin oder Diesel angetrieben? Staatsgeheimnis! Die Spekulationen um den Motor reichen vom riesigen V8-Benziner bis zum 6,6-Liter-Duramax-Diesel. Gerüchten zufolge erreichte der Cadillac wegen seiner fünf bis acht Tonnen Gewicht maximal 97 km/h und verbrauchte 27 Liter auf 100 Kilometer. Eine Lachgas-Einspritzung sollte ihm aber kurzzeitig zu 1000 PS verhelfen. Gesicherte Daten gibt es aber keine und das wird wohl auch so bleiben. Seit Präsident Bush jr. wird die berühmteste Staatskarosse der Welt nach Ablauf ihrer Dienstzeit stets komplett zerstört.

Kennedys Lincoln erlangte tragische Berühmtheit

Das berühmteste Presidential State Car neben "The Beast" dürfte der Lincoln X-100 sein, in dem 1963 auf John F. Kennedy geschossen wurde.

Der erste US-Staatschef, der mit einem Auto chauffiert wurde, war Präsident William H. Taft (Amtszeit 1909 bis 1913). Aber es dauerte bis zum Angriff Japans auf Pearl Harbor 1941, dass die US-Regierung auch im Inland eine Bedrohung für Leib und Leben des Präsidenten ausmachte und den Lincoln von Franklin Delano Roosevelt nachträglich panzern ließ. Der offene Lincoln X-100 von John F. Kennedy erlangte 1963 traurige Berühmtheit, als die Welt live am Fernseher verfolgen konnte, wie der Präsident in seinem Wagen erschossen wurde. Gerald Ford hatte in den 70ern in einem seiner Autos einen Zusammenstoß mit Schülern in einem Gebrauchtwagen, und Ronald Reagan wäre ohne sein State Car beinahe gewaltvoll aus dem Leben geschieden. Obamas Cadillac wurde dann wie zuvor ein Cadillac Fleetwood an der Seite von Clint Eastwood zum Leinwandstar: Er schaffte es in Roland Emmerichs "White House Down" auf die Kinoleinwand. AUTO BILD zeigt die neuesten Bilder von Trumps Beast und eine Ahnengalerie der US-Staatskarossen.

The Beast: US-Präsidentenlimo und ihre Ahnen

Autoren: , , Matthias Techau

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