Einfach für den schieren Besitz eines Autos schon Geld bekommen – das können E-Auto-Fahrer mit Hilfe der THG-Quote. Diese Quote steht jedem zu, der den Treibhausgasausstoß in Deutschland reduziert. Also Besitzer von Elektroautos, aber auch die von elektrischen Zweirädern (mit Fahrzeugschein) und elektrischen Busse oder Lkw. Auch für ein geleastes Auto gibt's die Prämie – und es muss auch nicht zwingend mit Ökostrom geladen werden.
Mittlerweile tummelt sich eine Vielzahl von Anbietern auf dem lukrativen wie umweltfördernden Markt. Und das Beste: Es ist absehbar, dass die Prämie – und damit auch der Verdienst – mit der THG-Quote weiter steigt. Hier ein Wegweiser zum Beantragen der Treibhausminderungsprämie, worauf man beim Beantragen achten muss, und welche Rolle der Faktor Zeit spielt.
THG-Quoten-Prämie
THG-Quotenhandel mit Emobia

Einfach Geld verdienen mit dem E-Auto

Bei emobia können Sie bis zu 440 Euro pro Jahr mit Ihrem Elektroauto kassieren. 350 Euro gibt es garantiert. Wer Freunde wirbt, kann sich über einen Bonus von 30 Euro pro Person freuen. Jetzt registrieren und Prämie kassieren!

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emobia-Logo
Die Idee zur THG-Prämie ist nicht ganz neu: Tesla macht seit Jahren auf diese Weise einen Teil seines Profits. Denn neben dem Verkauf rein elektrischer Pkw kassiert der US-Hersteller Millionen Dollar mit dem Emissionshandel für CO2-Zertifikate. Noch 2021 waren die Tesla-Einnahmen durch den Verkauf dieser Zertifikate hoch genug, um den Verlust im Kerngeschäft zu kompensieren! Das Geld stammt indirekt von der Mineralölindustrie, weshalb die Quote langfristig steigen dürfte. 
Die Zahl der Dienstleister, die den THG-Quotenhandel erst möglich machen, ist seit Monaten explosionsartig gewachsen. Wie findet man nun den richtigen? AUTO BILD gibt einige Tipps, worauf es ankommt bei der Wahl der THG-Vermittler!

Worauf sollte man achten bei der Suche nach einem Vermittler?

Es gibt inzwischen Dutzende Agenturen, die Endkunden beim Verkauf ihrer THG-Quote unterstützen und dabei eine Provision verdienen wollen. Perfekt ist keiner von ihnen, aber einige machen es besser als andere. Die Stiftung Warentest hat kürzlich die Verträge von 36 Marktteilnehmer untersucht, nur ein Drittel hielten die Verbraucherschützer für empfehlenswert.
Drei Gruppen sind grob hinsichtlich der Gestaltung der THG-Prämie voneinander unterscheidbar: 1. Feste Prämie 2. Mindestprämie mit Variable on Top oder 3. Flexible Prämie je nach Angebot und Nachfrage. Je nach Risikobereitschaft des Teilnehmers empfiehlt sich eine der drei Kategorien.
Ford E-Transit
Für ein leichtes Nutzfahrzeug wie den Ford e-Transit gewährt Emobility Energy bis zu 690 Euro THG-Prämie.

Ein Tipp ist zum Beispiel Emobility Energy, die verschiedene Modelle anbieten: Schon die feste Prämie ist mit 326 Euro relativ hoch, die flexible Prämie bringt bis zu 450 Euro. Für ein leichtes Nutzfahrzeug gibt es sogar bis zu 690 Euro. Auch die Express-Auszahlung in Höhe von 250 Euro innerhalb von 24 Stunden nach Abschluss klingt attraktiv.

Wie viel erhalte ich maximal, wenn ich Freunde als Kunden werbe?

Wer im Freundeskreis weitere E-Auto-Fahrer kennt, wird sich für die Anbieter Geld für eAuto oder ADAC interessieren: Wer bei einem dieser Vermittler unter Vertrag ist, erhält für einen erfolgreich geworbenen Kunden satte 50 Euro Prämie. Der Vermittler eMobia honoriert die Freundschafts-Werbung immerhin mit 30 Euro.
Viele wollen Geld-Dinge schnell hinter sich bringen. Für sie ist das Angebot von Wir kaufen Dein Zertifikat geeignet: Innerhalb eines Tages nach Auftragseingang überweist der Vermittler 300 Euro auf das Konto, und Schluss! Und bereits heute können Kunden sich für die nächste Rund 2023 vormerken lassen, dann dürfte die nächste Auszahlung ebenfalls besonders schnell vonstattengehen.
Einige Anbieter wie etwa EnBW beschränken ihre Vermittler-Tätigkeit auf Bestandskunden. Der ADAC nimmt alle (E-Auto-Fahrer), bietet aber Mitgliedern noch ein zusätzliches Bonbon: Sie erhalten 20 Euro obenauf überwiesen oder auf Wunsch einen 20-Euro-Gutschein für das Lade-Programm ADAC e-Charge.

Wie die THG-Quote den Treibhausgas-Ausstoß mindern soll

Zunächst zum Hintergrund der THG-Quote. Es geht – natürlich – um die Umwelt. Bis 2015 förderte die Bundesregierung regenerative Energien mit der Biokraftstoffquote. Sie forderte von Energieproduzenten, einen bestimmten Anteil an Sprit aus nachwachsenden Rohstoffen dem Benzin und Diesel beizumischen. Ab 2015 wurde die Quote ersetzt durch pauschale Einsparziele. Seit 2022 präzisiert der Gesetzgeber die Ziele mit Einführung der Treibhausgasquote – abgekürzt THG-Quote. 
KW Tesla Model Y
Tesla macht es vor: Seit Jahren verdient der Hersteller mit Emissionszertifikaten zig Millionen quasi nebenbei.
Die THG-Quote bedeutet, stark vereinfacht dargestellt: Wer CO2 produziert, zahlt für den Ausstoß. Wer dagegen CO2 einspart, bekommt dafür Geld! Daher wird Elektroautos und -zweirädern eine pauschale Spar-Quote automatisch zuerkannt, weil sie durch Nichtverbrennen fossiler Brennstoffe CO2 einsparen helfen. Diese Pauschale kann an andere verkauft werden.

Wie kann man vom Handel mit Emissionszertifikaten profitieren?

Seit Anfang 2022 ist das auch privaten Elektroauto-Eigentümern und -Leasingnehmern erlaubt: Sie verkaufen ihre CO2-Einsparungen als Emissionszertifikat – wie einen Schuldschein oder eine Aktie. Schon heute sind bis zu 475 Euro pro Jahr Verdienst drin, der an dem Handel teilnehmenden E-Auto-Besitzern bequem aufs Konto überwiesen wird. Und jedes Jahr ist die Prämie wieder fällig. Das hilft, im Kostenvergleich von E-Autos gegenüber Verbrennern, die Elektroautos besser dastehen zu lassen und die laufenden Kosten für E-Autos zu stemmen.
Wichtig: Egal ob gekauft oder geleast, für jedes E-Auto gibt es ein dazugehöriges Zertifikat, dass die Besitzer auf dem freien Markt verkaufen können.
Und das Beste daran: Die Quote wächst von Jahr zu Jahr! Heute beträgt sie sieben Prozent, 2030 soll sie schon 25 Prozent betragen. Damit dürfte die Nachfrage steigen, der Verdienst folglich auch.

Kann ich die THG-Prämie selbst verkaufen?

Leider nein, das funktioniert nur über Zwischenhändler. Es gibt eine Vielzahl von Anbietern. Diese Vermittler kassieren dafür zwar eine Provision, bündeln aber viele Zertifikate und können so besser verhandeln.
Kia EV6 Alltagstest
Die Prämie aus dem THG-Quotenhandel ist jedes Jahr fällig. Die Quote steigt bis 2030 auf 25 Prozent!

Wichtig: Die Zertifikate werden versteigert, daher ist der Verdienst nicht von vornherein berechenbar. Er hängt vom aktuellen Marktpreis ab. Das erklären auch die meisten Anbieter: Eine bestimmte Summe wird zumeist garantiert. Die letztlich ausgezahlte Summe kann höher oder niedriger als die eingangs veranschlagte Prämie ausfallen.

Übersicht: Das sind die Top-Anbieter bei der THG-Quote

Anbieter
Maximale Auszahlung
Auszahlungsmodelle und Boni (Stand: 7.10.2022)
Provision des Vermittlers
Abzweigung
Insta Drive
Abzweigung
Abzweigung
THG Experten
Abzweigung
Abzweigung
emobia
Abzweigung
Abzweigung
Elektrovorteil
Abzweigung
Abzweigung
wirkaufendeinethg.de
Abzweigung
Abzweigung
Sixt Neuwagen
Abzweigung
Abzweigung
Wirkaufendeinzertifikat, Klima-Quote.de, 2Ocean.de
Abzweigung
Abzweigung
THG Börse
Abzweigung
475 Euro
460 Euro
440 Euro
440 Euro
435 Euro
430 Euro
425 Euro
415 Euro
Aktueller Marktpreis 425 Euro
Aktueller Marktpreis 415 Euro
Emobia garantiert 350 Euro, die Maximalzahlung fällt bei optimalem Quotenverkauf an. Bei Weiterempfehlung gibt es einen 30-Euro-Freundebonus
Maximale Prämie hängt ab vom Quotenkurs; garantierte Mindestauszahlung 350 Euro; 15 Euro Werbeprämie, Prämie gilt für E-Autos und E-Zweiräder mit Fahrzeugschein
Bis zu 435 Euro, garantiert 370 Euro für jedes E-Auto oder jeden E-Roller
Garantie-Prämie 365 Euro, bestehend aus 350 Euro Bonus plus 15 Euro Extra-Zahlung. Maximale Prämie hängt ab vom Quotenkurs
Festbetrag von 300 Euro binnen 24 Stunden + Gutschein, der die Prämie noch erhöhen kann - oder 275 Euro + 25 Spende an Sea Shepherd Deutschland; Flexbetrag bis zu 425 Euro nach 12 Wochen, pro registriertem Auto werden 40 Bäume gepflanzt
Garantiepreis 275 Euro oder Risikopreis 415 Euro, Auszahlung orientiert sich am Quotenmarkt
keine Provision
5 Prozent
emobia spendet 1 Prozent der Einnahmen an die Deutsche Umwelthilfe e.V.
5 bis 15 Prozent je nach Marktlage
10 Prozent
15 Prozent
maximal 25 Prozent; mit der Flex-Option 15 Prozent
15 Prozent nur bei Risikopreis

So beantragen Sie die THG-Prämie für Ihr Elektroauto

Es ist wenig zu tun: Um die Zulassung beim Umweltbundesamt zu beantragen, müssen Elektroauto-Besitzer sich für eine Plattform entscheiden. Anschließend sind lediglich ein Anmeldefenster auszufüllen, der Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) hochzuladen und die Bankdaten anzugeben.
Für jedes Fahrzeug kann jeweils eine THG-Quote in Anspruch genommen werden. Wichtig: Wer ein gebrauchtes Elektroauto gekauft hat, erhält eine bereits für das laufende Jahr gezahlte Prämie kein zweites Mal! Darüber müssen Sie sich also mit dem bisherigen Besitzer/Halter einigen.

Wie funktioniert die Auszahlung der THG-Prämie?

Sobald Sie bei einer der Plattformen registriert sind, erhalten Sie eine Bestätigung. Jetzt ist nur noch eine kleine Wartezeit notwendig, bis der Betrag auf Ihr Konto überwiesen wird. Wegen vieler Anträge war Mitte des Jahres mit einer verzögerten Auszahlung zu rechnen. Denn dem Umweltbundesamt als verantwortlicher Behörde liegen zu viele Anmeldungen vor, die noch abgearbeitet werden mussten Auch kommen einige Webportale offenbar mit der Weitergabe der Zahlungen nicht hinterher.

Welche Rolle spielt der Zeitfaktor bei der Antragstellung?

Weil die Zahl der Anträge laufend wächst, sollte man die THG-Prämie rechtzeitig beantragen. Denn: Entscheidend ist nicht, wann der Antrag bei der Agentur eingegangen ist, sondern der Zeitpunkt, wann er beim zuständigen Umweltbundesamt (UBA) eingereicht wurde. Mittlerweile dauert die Bearbeitungszeit beim UBA schon verschiedenen Quellen zufolge drei bis vier Monate. Soviel Zeit sollte man also einplanen, bevor man mit der Auszahlung der Prämie rechnen kann.

Wie wichtig ist die Haltedauer fürs Kassieren der THG-Prämie?

Es gibt keine Haltedauer für das Beantragen der THG-Quote – wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Prämie nur einmal pro Kalenderjahr beansprucht werden kann. Somit muss ein E-Auto-Besitzer zum Kassieren der THG-Prämie seinen Wagen nur so lange behalten, bis die Prämie auf seinem Konto eingetroffen ist. Wer sein E-Auto verkauft, sollte aus Gründen der Transparenz und Fairness bei der Übergabe den Käufer aber über die Inanspruchnahme der THG-Quote informieren.

Muss ich die Prämie aus dem Handel mit THG-Quoten versteuern?

In aller Regel ist die Einnahme aus dem Zertifikate-Verkauf steuerpflichtig. Wer sein Elektroauto oder E-Leichtkraftrad als Dienstfahrzeug betreibt, muss die Prämie immer als Betriebseinnahme versteuern. Besser sieht es aus für Nicht-Selbstständige, also Angestellte, Rentner oder Vermieter: Sie müssen die Einnahmen auch jenseits des Freibetrags von 255,99 Euro nicht versteuern. Einem jüngsten Finanzurteil zufolge sind bis zu 400 Euro THG-Prämie steuerfrei.
VW e-Golf 136 PS
Auch wer ein älteres, gebrauchtes E-Auto besitzt, kann in den Handel mit Emissionszertifikaten einsteigen.

Welche Autos können am THG-Quotenhandel teilnehmen?

Neue Elektroautos, aber auch ältere Modelle dürfen gleichberechtigt am Zertifikate-Handel teilnehmen.
Hybride, Plug-in-Hybride, Erdgas- und Wasserstoffautos sind vom Bezug der THG-Quote leider ausgeschlossen, aber Betreiber von Ladesäulen oder auch Wallboxen können ihre Zertifikate ebenfalls zu Geld machen, ebenfalls wie die Besitzer von Häusern mit PV-Anlagen auf dem Dach. Und wer will, kann den Ertrag auch spenden.

THG-Quote auch für E-Scooter und E-Motorräder

Die gute Nachricht für Zweiradfahrer: Auch E-Leichtkrafträder, also E-Scooter und E-Motorräder erhalten die volle THG-Prämie! Das macht die Teilnahme für ihre Eigentümer noch attraktiver, denn im Verhältnis zu Kaufpreis und Unterhaltskosten sind die Einnahmen daraus gerade bei E-Leichtkrafträdern viel höher.
Vespa Elettrica
E-Scooter wie die Vespa Elettrica sind ebenfalls berechtigt, am THG-Quotenhandel teilzunehmen.

Es gibt nur eine Bedingung für die erfolgreiche Teilnahme von Motorradfahrern am Emissionshandel: Das E-Leichtkraftrad muss mehr als 45 km/h fahren und eine Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Ex-Fahrzeugbrief) besitzen. Zulassungsfreie Kleinkrafträder wie die "kleine" E-Schwalbe oder der Unu-Roller sind also nicht dabei – so wie alle Fahrzeuge, die mit einem Versicherungskennzeichen gefahren werden dürfen.

Wer steckt hinter den Vermittlern der THG-Quote?

Die Prämien-Vermittler, die für E-Autofahrer die Bündelung und Vermarktung ihrer THG-Quote übernehmen, kommen aus verschiedenen Richtungen: Es gibt unabhängige Händler wie eMobia. Um für ihre Kunden die beste Prämie herauszuholen, vermeiden sie feste Partnerschaften mit einzelnen Konzernen. Hier ein Überblick über die Vermittler und die dahinterstehenden Anbieter.
Andere Vermittler schließen bindende Verträge mit quotenpflichtigen Unternehmen, zum Beispiel aus der Energiebranche. Die dritte Gruppe der Anbieter gehört komplett oder über Beteiligungen zu solchen Konzernen. Oft handelt es sich um Tochterfirmen von Energieversorgern, die damit ihr Angebot abrunden. Auch der Automobilclub ADAC oder der Mietwagenbetreiber Sixt bieten die Quote an.
Eon zum Beispiel teilte AUTO BILD mit, man wolle mit dem THG-Handel den eigenen Strom- und Gaskunden eine möglichst bequeme Dienstleistung anbieten.
Gemeinsam ist allen: Sie lassen sich über die Provision ihre Arbeit bezahlen. Da der Markt maximal transparent ist, können Kunden die angebotenen THG-Prämien der einzelnen Anbieter indes auf einen Blick vergleichen und sich die attraktivste und für sie am besten passende Offerte heraussuchen.

Diese THG-Vermittler-Plattformen gibt es (Auswahl)

Wie viel verdient man bei emobia?

Pfeil
Die Plattform emobia richtet sich ausdrücklich an private Elektroauto-Besitzer. Der Vorteil bei dieser Plattform liegt darin, dass 350 Euro Prämie garantiert werden. Die flexible Prämie stellt bis zu 440 Euro in Aussicht. Wer Freunde wirbt, erhält dafür eine Prämie von 30 Euro. Es spielt keine Rolle, wie hoch die jährliche Laufleistung ist. Man scannt den Fahrzeugschein, lädt ihn hoch und gibt die Bankverbindung an. Nach spätestens zwei Wochen ist die Prüfung abgeschlossen.

Was macht Maingau-Energie anders?

Pfeil
Der Energieversorger Maingau-Energie hat ebenfalls ein Angebot für den privaten Emissionshandel mit Elektroauto-Zertifikaten. Es gibt nur einen Tarif: Eine Pauschale in Höhe von 260 Euro, die jährlich fest ausgezahlt wird. Die Auszahlung erfolgt etwa drei Wochen nach Antragstellung, verspricht der Stromversorger.

Welche Bedingungen gelten für das Angebot von Geld-für-eAuto.de?

Pfeil
Die ZusammenStrom GmbH in Hamburg bietet unter dem Namen "Geld-für-eAuto.de" bis zu 410 Euro jährlich als Risikopreis. Für Pkw mit Elektroantrieb ist das Angebot gedeckelt. Das ist das Risiko für Teilnehmer: Wenn der Markt sich weiterentwickelt, und damit ist aufgrund der gesetzlich verankerten Steigerung der THG-Quote zu rechnen, könnte der Erlös für den Anbieter steigen. Dann schöpft die Plattform den Gewinn ab. Eigentümer müssen das beobachten und rechtzeitig den Partner wechseln. Als Garantieprämie lobt der Anbieter ebenfalls 400 Euro aus. Freunde als Kunden zu werben ist recht attraktiv: Als Prämie winken 50 Euro.

Welchen Zusatz-Rabatt bietet The Mobility House an?

Pfeil
Das Unternehmen The Mobility House vermarktet unter anderem Wallboxen. Da liegt es nahe, für Wallbox-Käufer auch gleich noch die THG-Quote zu verkaufen. 305 Euro jährlich bietet die Plattform dafür. The Mobility House macht Besitzern von Elektroautos den Deal schmackhaft, indem das Unternehmen einen Rabatt in Höhe von 50 Euro für den Kauf einer Wallbox auslobt. Wer sich drei Jahre lang an das Unternehmen bindet, bekommt durch Verrechnung der Prämien samt Rabatt die Wallbox gratis.

Wie rundet Fainergy sein Angebot ab?

Pfeil
Tue Gutes und rede darüber: Fairnergy möchte sich von Mitbewerbern abheben, indem die Plattform einen Teil der Provision aus dem THG-Verkauf für gemeinnützige Zwecke einsetzt. Pro Elektrofahrzeug sechs Prozent der aktuellen Quote verspricht das Unternehmen als Spende für Energiegerechtigkeit. User können den Spendenanteil aber auch beliebig erhöhen. Der Verdienst für den Kunden beträgt mindestens 300 Euro, verspricht Fairnergy.

Mit welcher Garantie wirbt eAuto Cash?

Pfeil
Die Firma eAuto Cash aus Darmstadt macht nichts anderes als die oben genannten Konkurrenten. Allerdings versucht sie E-Auto-Fahrer mit bis zu 410 Euro Verdienst durch die THG-Quote zu ködern. Eine Einschränkung findet sich im Kleingedruckten: Garantiert wird eine Mindestauszahlung von 360 Euro, die Differenz ist abhängig von der tatsächlichen Quote, schreibt eAuto Cash. Das Unternehmen reklamiert für sich: "Höchste Ausschüttungsquote auf dem Markt." Und: "Finden Sie einen seriösen Anbieter, der prozentual eine höhere Ausschüttung anbietet, so gehen wir dessen Angebote selbstverständlich mit!"

Welche Kunden hat Wirkaufendeinzertifikat im Blick?

Pfeil
Wer einen Fuhrpark aus Elektroautos betreibt, wird sich eventuell für das Angebote von Wirkaufendeinzertifikat interessieren: Das Start-up aus Zossen bei Berlin bietet für Flottenbetreiber individuelle Betreuung an. Auch der ausgelobte Verdienst für die THG-Quote ist relativ hoch: Bis zu 400 Euro stellt Wirkaufendeinzertifikat in diesem Jahr in Aussicht. Es gibt drei Auszahlungsmodelle: 325 Euro erhalten E-Auto-Besitzer, die 12 Wochen Zeit mitbringen. Bis zu 400 Euro erhalten E-Auto-Fahrer im "Flextarif", oder 300 Euro garantiert binnen 24 Stunden. Für ein leichtes Nutzfahrzeug gibt es sogar 655 Euro THG-Prämie. Wer sich übrigens schon jetzt (Stand Oktober 2022) für 2023 vormerken lässt, dem wird die Prämie im kommenden Jahr besonders schnell ausgezahlt.

Was ist das besondere Angebot von Juicify?

Pfeil
Der Anbieter Juicify macht E-Auto-Besitzern neben einer jährlichen Garantieauszahlung von 375 Euro zudem ein längerfristiges Angebot: Er bietet eine Zweijahressumme von 750 Euro an. Das ist zwar nicht mehr als die verdoppelte Jahressumme, ermöglicht aber, die THG-Prämie gleich für zwei Jahre kassieren zu können, bei einmaligem Meldeaufwand.

Warum ist das E.ON-Angebot nicht attraktiv?

Pfeil
Der deutsche Energie-Riese E.ON macht ebenfalls Elektroautofahrern ein Angebot, für sie die Vermarktung ihrer Emissionszertifikate zu übernehmen. Allerdings bietet das Unternehmen mit Sitz in Essen aktuell nur 300 Euro – die immerhin garantiert. Wichtig zu wissen: Nur E.ON-Kunden können an diesem Programm teilnehmen. Diese müssen die E.ON-App auf ihrem Smartphone speichern, den Fahrzeugschein per App fotografieren und mitsamt ausgefülltem Antrag versenden.

Was macht das Lowago-Angebot interessant?

Pfeil
Nicht alle Vermittler gehen beim Zertifikatehandel offen und transparent vor. Einige lassen die Auszahlungsgarantie weg, manche behalten sich sogar das Recht vor, die THG-Quote doch nicht zu verkaufen. Das kann problematisch sein, denn für E-Auto-Fahrer wäre es mindestens ärgerlich, wenn sie von dem nicht erfolgten Verkauf zu spät erfahren – denn rückwirkend zum Vorjahr ist der Anspruch nicht mehr möglich. Lowago dagegen macht alles richtig: Das Unternehmen aus Obertshausen bei Wiesbaden bietet garantiert 310 Euro.

Warum ist die prozentuale Beteiligung von Elektrovorteil.de attraktiv?

Pfeil
Der Anbieter Elektrovorteil.de macht es geringfügig anders: Hervorgehoben wird von dem Vermittler der THG-Zertifikate zwischen Großkunden und E-Auto-Besitzern eine prozentuale Beteiligung. Mindestens 85 Prozent der THG-Prämie landen beim Kunden, 15 Prozent kassiert Elektrovorteil.de ein. Zugleich garantiert der Makler, dass mindestens 350 Euro Prämie ausgezahlt werden. Mit dieser Offerte bietet Elektrovorteil.de eine Win-win-Chance: Bei steigender THG-Quote wächst einerseits die Prämie, andererseits auch die Provision. Wer dieses Angebot nutzt, sollte aufmerksam die Preisentwicklung beobachten. Bis zu 440 Euro aktuell theoretisch möglich. Wer einen Freund mit E-Auto als Kunden wirbt, erhält 15 Euro Prämie. Das ist wenig im Vergleich zu anderen.

Was gibt es beim ADAC obendrauf?

Pfeil
Auch der ADAC mischt inzwischen mit bei der Vermittlung der THG-Zertifikate. Europas größter Automobilclub garantiert für das Jahr 2022 allen Interessenten eine Prämie von 350 Euro. Mitgliedern winken 20 Euro mehr oder eine Gutschrift für ihr ADAC e-Charge Ladekarten-Konto in gleicher Höhe. Und wer einen Freund mit E-Auto als Kunden wirbt, erhält 50 Euro Prämie.

Was verspricht der THG-Service von Instadrive?

Pfeil
100 Prozent Erlös dank automatisierter und optimierter Prozesse verspricht Instadrive: "Wir zahlen dir die höchste THG-Prämie und nehmen keine Erfolgsprovision." Bis zu 475 Euro sind bei einem Elektro-Pkw drin, bei leichten elektrische Nutzfahrzeugen sogar bis zu 700 Euro. Wer will, kann den gesamten Betrag in die eigene Tasche stecken. Allerdings werden Interessenten auf der Website sehr aktiv dazu animiert, zumindest einen Teil zu spenden, zum Beispiel ans Rote Kreuz, die Deutsche Umwelthilfe oder an die Tafel Deutschland.

Was bietet Renault den THG-Prämien-Interessenten?

Pfeil
"Mobilize EV Bonus" nennt Renault sein Angebot fürs Kassieren der THG-Prämie. Der Autohersteller garantiert 300 Euro als Verdienst. Und: Die Auszahlung durch Renault dauert drei bis fünf Monate. Immerhin ist der Bonus nicht nur auf Besitzer eines Mégane, Zoe oder Twingo E-Tech beschränkt, das Programm steht auch anderen Kunden offen.

Welche Top-Prämie bietet Emobility Energy für leichte E-Nutzfahrzeuge?

Pfeil
Emobility Energy lässt Kunden die freie Wahl zwischen einer recht hohen fixen (also garantierten) Prämie in Höhe von 326 Euro oder einer flexiblen Prämie in Höhe von 450 Euro. Mehr bietet kaum ein anderer. Wer ein leichtes Nutzfahrzeug mit Elektroantrieb anmeldet, kann 690 Euro einstreichen. Kundenwerbung im E-Freundeskreis bringt pro erfolgreicher Rekrutierung 25 Euro.

Wie die THG-Prämie geringeren CO2-Ausstoß belohnt

Grundlage für diesen neuen Zuverdienst für E-Auto-Besitzer ist das "Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote" (kurz: THG-Quote), in Kraft getreten Anfang 2022.
Es geht darin um die Vermeidung von Kohlenstoffdioxid (CO2): Wer mehr CO2 einspart, als er tatsächlich ausstößt, wird finanziell belohnt. Wer dagegen mehr CO2 ausstößt, muss Strafgebühren zahlen. Das betrifft vor allem die Industrie, etwa große Produzenten von fossilen Energieträgern wie Shell oder BP.

Wie das Gesetz Privatleuten den Quotenverkauf ermöglicht

Nun kaufen sich viele Unternehmen, die sehr hohe Emissionen verursachen, dadurch frei, indem sie "Verschmutzungsrechte" von anderen Marktteilnehmern erwerben. Das ist auch der Grund, warum Autobesitzer nur über Vermittler ihre Zertifikate verkaufen können: Shell & Co verhandeln in der Regel nicht mit Einzelpersonen. Diese Verschmutzungsrechte heißen Emissionszertifikate oder CO2-Zertifikate.
Mit dem Gesetz sind Privatpersonen den großen Unternehmen in Deutschland gleichgestellt. So können E-Auto-Halter von Förderprämie, Kfz-Steuerfreiheit, Sonderabschreibung und weiteren Boni nun noch von einer weiteren staatlichen Subvention profitieren.

Warum die THG-Quote auf Sicht steigen könnte

Zum Glück für E-Autofahrer wächst die THG-Quote von Jahr zu Jahr um einige Prozentpunkte an. So soll sie 2023 bei acht Prozent liegen. Es gibt jährlich kleinere Sprünge, sodass der Wert 2025 auf 10,5 Prozent steigt und sich bis 2030 auf 25 Prozent erhöht. Heißt, die THG-Prämien könnten in den nächsten Jahren nennenswert ansteigen. Von aktuell 250 bis 400 Euro auf dann unter Umständen deutlich mehr Erstattung pro Jahr und Fahrzeug, wenn man ein entsprechendes E-Auto oder einen E-Roller anmeldet. Also insgesamt eine gute Nachricht für E-Auto-Käufer und Interessenten.

Von

Roland Wildberg