Papier ist geduldig. Besonders, wenn es um die Verbrauchsangaben in den Hochglanzprospekten geht. Von so viel Sparsamkeit können die meisten Autofahrer nämlich nur träumen. Weil der Wagen nicht annähernd so genügsam ist, wie es die Herstellerangaben versprechen. Kein Wunder, denn die Verbrauchsangaben werden praktisch unter Idealbedingungen auf einem Rollenprüfstand ermittelt. Tatsächlich weichen die Praxisverbräuche zum Teil ganz erheblich von den Werksangaben ab, wie die beispielhaften Test-Werte (2006/2007 ermittelt) aus unserer Datenbank zeigen. Absolut betrachtet, ist der Mehrverbrauch bei den Dieseln relativ gering, prozentual aber oft so eklatant wie bei manchen Benzinern.

100 Beispiele: Die Bildergalerie verrät den wahren Durchschnittsverbrauch!

So ermittelt AUTO BILD den Testverbrauch: Bei AUTO BILD zählen nicht die unter Laborbedingungen ermittelten Verbrauchsangaben der Autohersteller, sondern nur der herausgefahrene Test-Verbrauch. Hierfür muss jedes Fahrzeug eine Vergleichsfahrt auf einem genau definierten Rundkurs absolvieren. Die AUTO BILD-Verbrauchsstrecke ist exakt 160 Kilometer lang und besteht aus Stadt-, Land- und Autobahnabschnitten. Gefahren wird zügig, aber nicht sportlich. Ziel der Verbrauchsfahrt sind möglichst realistische Verbrauchswerte unter Alltagsbedingungen, nicht jedoch die maximal erzielbaren Minimalverbräuche. Deshalb werden die erlaubten Geschwindigkeitsbegrenzungen ausgenutzt, also in der Stadt 50 km/h, auf Landstraßen 100 km/h. Auf der Autobahn gilt auf 20 Kilometern Vollgas, die restlichen 34 Kilometer werden mit konstanter Geschwindigkeit von 120 km/h abgespult. Entscheidend für genaue Ergebnisse ist exaktes Tanken. Zu Beginn und am Ende der Messfahrt wird der Tank deshalb randvoll befüllt.
Die Tabelle zeigt die Top 20 der größten Abweichungen