Der neue VW Golf 8 GTD

Der neue VW Golf 8 GTD

VW Golf 8 GTD (2020): Erster Test, PS, Variant, Preis, technische Daten

Neuer GTD mit einzigartigem Tagfahrlicht

Das ist der stärkste Diesel-Golf: Der neue Golf GTD kommt mit 200 PS, 400 Nm Drehmoment und zwei SCR-Kats. Ein Novum ist das spezielle Tagfahrlicht!
VW macht dem Diesel-Golf Beine! Die Wolfsburger präsentieren mit dem neuen VW Golf GTD den bisher stärksten Golf mit Selbstzünder. Mit 200 PS und 400 Nm Drehmoment steht der neue GTD deutlich besser im Futter als sein Vorgänger. Mithilfe einer überarbeiteten AdBlue-Einspritzung will Volkswagen die Stickoxid-Emissionen des Top-Diesels reduziert haben.

Schürzen vom Golf 8 GTI

Der LED-Streifen dient als Tagfahrleuchte und ist beim GTD Serie. Für die Basis-Gölfe wird dieses Detail optional sein.

Schon auf den ersten Blick ist der GTD als Sportmodell zu erkennen. Die Frontschürze übernimmt der schnelle Diesel vom GTI. Der breite Wabengrill macht im Rückspiegel des Vordermanns Eindruck, durch die seitlichen Zierspangen wirkt die Front nochmals wuchtiger. Optional sitzen im Grill Nebelscheinwerfer im Zielflaggendesign. Als Erkennungsmerkmal trägt der GTD eine silberne Zierleiste auf Höhe des Markenlogos. Sie zieht sich über die gesamte Fahrzeugbreite bis in die serienmäßigen LED-Scheinwerfer. Das Zierelement wird unterlegt von einem durchgehenden Leuchtband, das als Tagfahrlicht dient. Das Tagfahrlicht ist bei allen Golf GT-Varianten Standard und bei VW bis jetzt einzigartig: Es verleiht der Front einen noch eigenständigeren Charakter. Optional ist das Matrix-LED-Licht namens "IQ-Light" zu haben. Am Heck fallen zunächst der große Dachspoiler und das jetzt mittig sitzende GTD-Logo ins Auge. Die Auspuffanlage mündet wie bisher in einem linksbündigen Doppelendrohr. Schön: Die Endrohre sind echt und keine Fake-Blenden. Das ist beim Basis-Golf anders.

10-Zoll-Display serienmäßig

Die drei Rundinstrumente können verschiedenste Fahrzeuginformationen anzeigen.

Der Innenraum ist größtenteils vom Golf 8 bekannt. Das Digitalcockpit des GTD kommt serienmäßig mit dem großen Zentraldisplay in zehn Zoll, die kleinere 8,8-Zoll-Variante wird hier nicht angeboten. Das MIB3-Infotainment wird vollständig über Touchflächen, Sprachsteuerung oder Lenkradtasten bedient. Das unten abgeflachte Sportlenkrad mit GTD-Logo, der rot pulsierende Startknopf, spezielle Tacho-Anzeigen und die Integralsitze mit grauem Karomuster vermitteln einen Hauch von Sportlichkeit. Wird die Lederausstattung gewählt, entfällt das Karomuster natürlich. Das Kofferraumvolumen liegt unverändert bei 381 Litern, bei umgeklappter Rücksitzbank sind es 1237 Liter. Wie die anderen Golf-Varianten wird es auch den GTD nur noch mit fünf Türen geben.

Nur noch mit Doppelkupplungsgetriebe

Die Endrohre des GTI münden links und rechts in der Heckschürze, der GTD hat ein Doppelendrohr.

Im neuen GTD steckt nach wie vor ein Vierzylinder-Turbodiesel mit zwei Litern Hubraum. Der wurde umfangreich überarbeitet und heißt jetzt "EA288 evo". Das Aggregat leistet glatte 200 PS, das Drehmoment beträgt üppige 400 Nm. Das sind 16 PS und 20 Nm mehr als im Vorgänger. Die Getriebe-Optionen wurden dagegen reduziert. Die Sechsgang-Handschaltung wurde gestrichen, das einzige erhältliche Getriebe ist ein Siebengang-DSG. VW möchte den Diesel-GT als langstreckenorientiertes Auto verstanden wissen, weshalb die Entscheidung gegen eine Handschaltung fiel. Angetrieben werden nach wie vor nur die Vorderräder. Die elektromechanische, variable Vorderachssperre "XDS" soll helfen, die Kraft möglichst verlustfrei auf die Straße zu bringen. Bis auf die Höchstgeschwindigkeit von 244 km/h verrät VW noch keine Fahrleistungen. Der Vorgänger mit 184 PS und DSG schaffte den Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,5 Sekunden. Der Neue dürfte den Standardsprint in glatten sieben Sekunden erledigen. Mithilfe zweier SCR-Katalysatoren und doppelter AdBlue-Einspritzung will VW außerdem die Stickoxid-Emissionen gegenüber dem Vorgänger deutlich reduziert haben. Emissionsangaben hat VW bis jetzt noch nicht bekannt gegeben. Auf einen Soundgenerator im Auspuff haben die Wolfsburger übrigens verzichtet, der neue GTD darf – gut gedämmt – nach Diesel klingen.

Rote Bremssättel sind bei allen Golf GT-Varianten Serie. Der GTD liegt 15 mm tiefer als der normale Golf.

Dank Sportfahrwerk liegt der stärkste Diesel-Golf 15 Millimeter tiefer als die Standardmodelle. Optional ist das elektronisch einstellbare Dämpfersystem DCC zu haben. Der GTD steht serienmäßig auf 17 Zoll großen Alufelgen, gegen Aufpreis sind bis zu 19 Zoll möglich. Eingebremst wird der Diesel-Hot-Hatch von Bremsen mit roten Sätteln und Bremsscheiben mit 312 Millimeter Durchmesser vorne sowie 272 Millimeter hinten. Als einziger Vertreter im GTI/GTE/GTD-Trio hat der GTD hinten keine innenbelüfteten Bremsscheiben.

Preise dürften bei 35.000 Euro starten

Der Marktstart des neuen GTD soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 stattfinden. Preise nennt VW indes noch nicht. Den Vorgänger mit fünf Türen und DSG gab es ab 34.000 Euro. Ausstattungsbereinigt soll die neue Generation auf dem Preisniveau des Vorgängers liegen. AUTO BILD geht davon aus, dass der neue VW Golf GTD ab ca. 35.000 Euro beim Händler stehen wird. Eine Kombi-Version wird es vom Dieselsportler wahrscheinlich nicht mehr geben.

Der neue VW Golf 8 GTD

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