VW ID Neo (2020)

VW ID Neo (2020)

VW ID Neo (2019/2020): Reichweite, Preis, Batterie, Marktstart

Alle Infos zum Elektro-VW

VW präsentiert noch 2019 sein erstes reines Elektro-Auto, das auf der eigens entwickelten MEB-Plattform steht. AUTO BILD hat erste Infos, die Fahrt in einem Prototyp und neue Erlkönigbilder!

Vorstellung und Design

VWs ID-Studie wird zum Serienauto: Unter der Karosserie des kompakten ID Neo steckt die komplett neu entwickelte MEB-Plattform, die wie der MQB bei den Verbrennern zur Basis einer Vielzahl von elektrischen VW-Modellen werden soll. Die Bandbreite ist groß: Von der Kompaktklasse bis hin zu großen SUVs und Nutzfahrzeugen kann der MEB genutzt werden. Geplant ist eine ID-Familie mit knapp zehn verschiedenen Modellen. Die Besonderheit des MEB ist, dass die Batterien flach im Boden verbaut sind, sodass die Fahrgastzelle gemessen an den Außenabmessungen geräumig ausfallen kann. Zumal auch der Mitteltunnel entfallen kann. Davon dürfte auch das Platzangebot des ID profitieren, der mit kurzen Karosserieüberhängen trotz einer moderaten Länge von rund 4,25 Meter auf einen Radstand wie der Passat kommt. Die Weltpremiere findet auf der IAA 2019 in Frankfurt statt.

Neue E-Autos und Plug-ins (2019 bis 2024)

Hybrid- und Elektro-Neuheiten bis 2025Hybrid- und Elektro-Neuheiten bis 2025

ID-Prototyp spult Testkilometer im Schnee ab

Schon der getarnte Prototyp zeigt, dass der Neo ungewohnte Proportionen bekommt. Der Elektroanatrieb ermöglicht ein komplett anderes Design.

Bis der Elektro-VW serienreif ist, spult er unter verschiedenen Klima-Bedingungen viele Testkilometer ab. Dabei ist er jetzt den AUTO BILD-Erlkönigjägern vor die Linse gefahren. Der Prototyp war im Schnee unterwegs und trug sehr viel Tarnfolie. Trotzdem kann man die Proportionen des neuen Modells schon gut erkennen. Da vorne kein Verbrennungsmotor sitzt, konnten die VW-Designer den Front-Überhang besonders kurz halten. Zusammen mit der steil ansteigenden A-Säule sorgt das für deutlich mehr Platz im Innenraum. So soll es hinten deutlich mehr Beinfreiheit als in einem vergleichbaren Golf geben. Ein zusätzliches Fenster hinter der A-Säule soll die Rundumsicht verbessern. Hinten bekommt der ID ein klassisches Steilheck. Aufgrund der starken Tarnung und des festklebenden Schnees, kann man über die Form der Serien-Rückleuchten noch nichts sagen. Insgesamt bleibt der Wolfsburger Stromer ziemlich nah an der Studie I.D. von 2016.

Marktstart und Preis

Der VW ID ist dabei eine komplette Neuentwicklung. Die MEB-Plattform entspricht in ihrer Flexibilität dem MQB.

Die ersten Serienexemplare des ID werden wohl im Frühjahr 2020 beim Händler vom Hof rollen. Bestellbar ist das E-Auto der Wolfsburger ab dem 8. Mai 2019. Ähnlich wie beim Tesla Model 3 soll es eine Anzahlung geben, mit der sich Kunden ihr Exemplar sichern können. Wie hoch die Anzahlung ausfällt, ist noch nicht bekannt. Preislich soll der Elektro-VW sich an einem Golf Diesel mit gleichwertiger Ausstattung orientieren. Im Klartext: Bei rund 30.000 Euro geht es los.

Batterie, Reichweite und Antrieb

Es wird verschiedene Akkupakete geben, die nach dem WLTP-Zyklus Reichweiten von mindestens 330 Kilometern ermöglichen sollen. Bei den Batterien sind 60, 80 und sogar 110 kWh Energiegehalt denkbar, und auch die Motorleistung ist variabel. Nach dem Marktstart sollen Modelle wie der ID Neo daheim nicht nur über einen Stecker, sondern auch induktiv geladen werden können – mit bis zu 11 kWh. Das wäre die Hälfte von dem, was eine heimische Ladebox bringen soll. An Hochgeschwindigkeitsladesäulen bekommen die Akkus mehr Saft und sollen sich mit etwa 120 kWh laden lassen. Doch auch das wird gerade noch eifrig erprobt. Obwohl sich mit mehreren E-Aggregaten problemlos ein Allradantrieb realisieren lässt, soll das Grundmodell Neo mit nur einem Motor an der Hinterachse auskommen. Die Höchstgeschwindigkeit wird voraussichtlich auf 160 km/h beschränkt werden, die stärksten Stromvarianten sollen dafür in knapp fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

Neue VW (2019, 2020, 2021, 2022)

Connectivity und Innenraum

Einen Ausblick auf das Cockpit des ID gibt die seriennahe Studie des Seat el-Born (hier im Bild).

Die Informationen, die das Cockpit und die Connectivity des ID Neo angehen, sind recht spärlich. Einen Hinweis auf das Innenleben gibt die I.D.-Studie von 2017. Das Interieur ist hier sehr reduziert, ein Head-up-Display mit Augmented Reality-Funktionen angedacht. Dass der Innenraum der Serienversion ähnlich futuristisch ausfällt wie in der Studie, ist beinahe ausgeschlossen. Schließlich soll der ID Neo vor allem Golf-Kunden ansprechen. Eine Kombination aus Touchscreen, digitalen Instrumenten und einem großen Head-up-Display ist aber dennoch wahrscheinlich.

Erste Fahrt im ID-Prototyp

Obwohl der mit wilder Tarnfolie verzierte Proband nach Aussagen des Entwicklungsteams ausschließlich die Themen Antrieb und Klimatisierung bespielen soll, fährt sich das rund 1,6 Tonnen schwere Kompaktklassemodell überraschend erwachsen. Erstmals seit Käfer-Zeiten ist wieder ein Volkswagen mit einem Heckmotor unterwegs. Und auch wenn die Leistungsdaten noch gehütet werden, ist davon auszugehen, dass das Topmodell bis zu 204 PS und deutlich mehr als 300 Nm maximales Drehmoment an seine Hinterachse bringen kann. Während die Basisversion mit rund 150 PS und 300 Nm auf 19-Zöllern rollt, ist der Testwagen mit dem größeren 20-Zoll-Radsatz unterwegs. Die ID-Modelle nehmen derzeit rund 40 Prozent der gesamten Entwicklungsarbeit in Anspruch, da man nicht wie beim MQB auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen kann.

Fahrbericht VW I.D. Neo

VW I.D. NeoVW I.D. NeoVW I.D. Neo

In der Basis-Version des ID Neo stehen rund 150 PS zur Verfügung. 330 Kilometer Reichweite sollen im ID Neo auch mit der kleinsten Batterie drin sein.

Überaus flott hängt das elektrische Integrationsstufenfahrzeug am Gas und beschleunigt gerade aus geringen und mittleren Geschwindigkeiten immer wieder äußerst dynamisch. Module wie Lenkung, Bremsen und Fahrwerk machen bei dem Testmodell, das seine schwarze Kunststoffheckklappe hinter der weiß-schwarzen Folie verbirgt, einen guten Eindruck. Das Platzangebot des Neo ist deutlich üppiger als beim ähnlich dimensionierten Golf. Grund sind der rund zehn Zentimeter längere Radstand und der fehlende Verbrennungsmotor, der das Armaturenbrett deutlich nach vorne rutschen lässt und wertvolle Zentimeter im Fond freiräumt.

Autoren: Peter R. Fischer, Michael Gebhardt, Stefan Grundhoff, Elias Holdenried

Stichworte:

Concept Car

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.