VW ID.3 (2019/2020)

VW ID.3 (2019/2020)

VW ID.3 (2019/2020): Preis, bestellen, News, First Edition, Akku

Der VW ID.3 ist ab sofort vorbestellbar

VW präsentiert noch 2019 sein erstes reines Elektro-Auto. Jetzt ist eine limitierte Sonderedition des ID.3 vorbestellbar. AUTO BILD hat neue Infos.

Vorstellung und Preis

VWs neues Elektroauto hat endlich einen Namen. Mit dem Start für Vorbestellungen am 8. Mai 2019 steht fest: Das Auto heißt ID.3. Doch wofür steht die Ziffer 3? Laut VW hat sie zwei Bedeutungen: Zum einen soll sie einen Hinweis auf die kompakte Größe des Elektroautos geben. Intern und in der Autobranche sei es üblich, das Segment der Kompakten mit einer Drei zu kennzeichnen. Außerdem beginnt für VW nach dem Käfer und dem ersten Golf mit dem ID.3 das dritte große Kapitel. Die ersten offiziellen Fotos zeigen das Auto noch getarnt, trotzdem ist die unverkennbare Golf-Silhouette sichtbar. Scheinbar sind aber Front- und Heckpartie anders gestaltet. Ebenfalls auffällig: ein größeres Fenster hinter der A-Säule. Besonders interessant soll das neue Lichtkonzept sein. VW beschreibt es als das aktuell interaktivste auf dem Markt. Es begrüßt den Fahrer mit einem "Augenaufschlag", wenn er sich dem Auto nähert, unterstützt optional bei der Navigation, fordert den Fahrer bei Gefahr zum Bremsen auf, kann ihn beim Aussteigen vor anderen Verkehrsteilnehmern warnen und per Sprachsteuerung eingestellt werden.

Technisch ist autonomes Fahren Level 3 möglich, bis die Funktionen ausgerollt werden, dauert es aber noch.

Unter der Karosserie des kompakten ID.3 steckt die komplett neu entwickelte MEB-Plattform, die – wie der MQB bei den Verbrennern – zur Basis einer Vielzahl von elektrischen VW-Modellen werden soll. Die Bandbreite ist groß: Von der Kompaktklasse bis hin zu großen SUVs und Nutzfahrzeugen kann der MEB genutzt werden. Geplant ist eine ID-Familie mit knapp zehn verschiedenen Modellen. Die Besonderheit des MEB ist, dass die Batterien flach im Boden verbaut sind, sodass die Fahrgastzelle gemessen an den Außenabmessungen geräumig ausfallen kann. Zumal auch der Mitteltunnel entfallen dürfte. Davon sollte auch das Platzangebot des ID profitieren, der mit kurzen Karosserieüberhängen trotz einer moderaten Länge von rund 4,25 Metern auf einen Radstand wie der Passat kommt. Preislich soll der Elektro-VW sich an einem Golf Diesel mit gleichwertiger Ausstattung orientieren. Im Klartext: Bei rund 30.000 Euro geht es los. Die Weltpremiere findet auf der IAA in Frankfurt (12. bis 22. September 2019) statt.

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Vorbestellung

Seit dem 8. Mai 2019 nimmt VW online die ersten Vorbestellungen für den ID.3 "1st" an. Gegen eine Anzahlung von 1000 Euro kann man sich dort das auf 30.000 Autos limitierte Sondermodell reservieren. Dann hat man die Wahl zwischen vier Farben und drei Versionen, alle mit großen Felgen, erweiterter Ausstattung und einer 58-kWh-Batterie mit einer Reichweite von 420 Kilometern nach WLTP. Der ID.3 "1st" kommt mit Komfort-Features wie Sprachsteuerung und Navigationssystem. Für diese Variante gibt VW auch bereits einen vagen Preis an: Unter 40.000 Euro soll sie kosten. Der besser ausgestattete ID.3 "1st Plus" hebt sich durch LED-Matrixscheinwerfer und zweifarbiger Lackierung ab. Das Topmodell der Sonderedition ID.3 "1st Max" ist zusätzlich mit großem Panorama-Glasdach und Head-up-Display mit Augmented Reality ausgestattet. Kostenloses Stromtanken an bestimmten Ladesäulen ist bei allen Modellen der First Edition ein Jahr lang (maximal 2000 kWh) inklusive. Die Reservierung kann bis April 2020 storniert werden.

Batterie, Reichweite und Antrieb

Es wird verschiedene Akkupakete geben, die nach dem WLTP-Zyklus Reichweiten von 330 bis 550 Kilometern ermöglichen. Bei den Batterien sind 45, 58 und 77 kWh bestellbar und auch die Motorleistung ist variabel. Nach dem Marktstart sollen Modelle wie der ID.3 daheim nicht nur über einen Stecker, sondern auch induktiv geladen werden können – mit bis zu 11 kWh. Das wäre die Hälfte von dem, was eine heimische Ladebox bringen soll. An Hochgeschwindigkeitsladesäulen bekommen die Akkus mehr Saft und sollen sich mit etwa 120 kWh laden lassen. Doch auch das wird gerade noch eifrig erprobt. Obwohl sich mit mehreren E-Aggregaten problemlos ein Allradantrieb realisieren lässt, soll das Grundmodell mit nur einem Motor an der Hinterachse auskommen. Die Höchstgeschwindigkeit wird voraussichtlich auf 160 km/h beschränkt werden, die stärksten Stromvarianten sollen dafür in knapp fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

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Connectivity und Innenraum

Einen Ausblick auf das Cockpit des ID gibt die seriennahe Studie des Seat el-Born (hier im Bild).

Die Informationen, die das Cockpit und die Connectivity des ID.3 angehen, sind recht spärlich. Einen Hinweis auf das Innenleben gibt die I.D.-Studie von 2017. Das Interieur ist hier sehr reduziert. Dass der Innenraum der Serienversion ähnlich futuristisch ausfällt wie in der Studie, ist beinahe ausgeschlossen. Schließlich soll der ID.3 vor allem Golf-Kunden ansprechen. Eine Kombination aus Touchscreen, digitalen Instrumenten und dem großen Head-up-Display mit Augmented Reality-Funktionen ist aber dennoch wahrscheinlich.

Erste Fahrt im ID-Prototyp

Obwohl der mit wilder Tarnfolie verzierte Proband nach Aussagen des Entwicklungsteams ausschließlich die Themen Antrieb und Klimatisierung bespielen soll, fährt sich das rund 1,6 Tonnen schwere Kompaktklassemodell überraschend erwachsen. Erstmals seit Käfer-Zeiten ist wieder ein Volkswagen mit einem Heckmotor unterwegs. Und auch wenn die Leistungsdaten noch gehütet werden, ist davon auszugehen, dass das Topmodell bis zu 204 PS und deutlich mehr als 300 Nm maximales Drehmoment an seine Hinterachse bringen kann. Während die Basisversion mit rund 150 PS und 300 Nm auf 19-Zöllern rollt, ist der Testwagen mit dem größeren 20-Zoll-Radsatz unterwegs. Die ID-Modelle nehmen derzeit rund 40 Prozent der gesamten Entwicklungsarbeit in Anspruch, da man nicht wie beim MQB auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen kann.

Fahrbericht VW I.D. Neo

VW I.D. NeoVW I.D. NeoVW I.D. Neo

In der Basis-Version des ID Neo stehen rund 150 PS zur Verfügung. 330 Kilometer Reichweite sollen im ID Neo auch mit der kleinsten Batterie drin sein.

Überaus flott hängt das elektrische Integrationsstufenfahrzeug am Gas und beschleunigt gerade aus geringen und mittleren Geschwindigkeiten immer wieder äußerst dynamisch. Module wie Lenkung, Bremsen und Fahrwerk machen bei dem Testmodell, das seine schwarze Kunststoffheckklappe hinter der weiß-schwarzen Folie verbirgt, einen guten Eindruck. Das Platzangebot des Neo ist deutlich üppiger als beim ähnlich dimensionierten Golf. Grund sind der rund zehn Zentimeter längere Radstand und der fehlende Verbrennungsmotor, der das Armaturenbrett deutlich nach vorne rutschen lässt und wertvolle Zentimeter im Fond freiräumt.

Autoren: Peter R. Fischer, Katharina Berndt, Stefan Grundhoff, Elias Holdenried

Stichworte:

Concept Car

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