Vorstellung und Preis: ID.5 startet knapp unter 48.000 Euro

Jetzt also auch Volkswagen: Nach Audi bringt nun die Stammmarke des Konzerns ein vollelektrisches SUV-Coupé auf Basis der MEB-Plattform auf den Markt. Mit dem ID.5 wird das Design des ID.4 zwar grundlegend übernommen, bei der Technik ist das Modell mit dem flacheren Dach fürs Erste aber der Vorreiter innerhalb der Wolfsburger Modellfamilie. Geht der ID.5 damit als eigenständiges Modell durch?
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Als Coupé-Version des ID.4 ziehen die Preise selbstverständlich an. Mit Hinterradantrieb ist der ID.5 1600 Euro teurer als das SUV, für die Allradversion werden 3200 Euro Aufschlag fällig. Der Einstiegspreis für das SUV-Coupé liegt bei 47.935 Euro, die GTX-Allradmodelle starten bei 56.455 Euro.
Damit ist der Preis beim Standard-ID.5 erst kürzlich um 1420 Euro gestiegen. Der ID.5 GTX kostet sogar 2840 Euro mehr als zuvor. Laut VW ist der Grund dafür eine erweiterte Serienausstattung mit erweiterten Umfängen und eine leicht verfeinerte Optik.

Optik: ID.5 ist ein ID.4 mit Coupé-Linie

Bis zur B-Säule erkennt man den VW nur an seiner spezifischen Schürze. Modelle ohne Allrad tragen nämlich ein großes Kunststoffelement im Stoßfänger, GTX-Versionen gleichen allerdings dem ID.4. Im Profil werden die Unterschiede dann aber deutlich erkennbar. Das viertürige Coupé ist gegenüber dem SUV zwei Zentimeter flacher, dafür aber auch rund zwei Zentimeter länger.
VW ID.5
An der Front unterscheiden sich nur die ID.5-Modelle mit Heckantrieb vom ID.4.

Das Dach fällt zum Fahrzeugende hin deutlich ab und geht in ein weit hochgezogenes Heck über. Dort kommt ein Spoiler zum Einsatz, der dem VW einen deutlichen Aerodynamikvorteil verschaffen soll. Insgesamt liegt der cw-Wert bei gerade mal 0,26.

Abmessungen im Detail

Länge: 4599 mm
Breite: 1852 mm
Höhe: 1615 mm
Radstand: 2771 mm
Kofferraum: 549 bis 1561 Liter

Innenraum: Cockpit identisch zum ID.4

Innen gleichen sich ID.4 und ID.5 optisch wie eineiige Zwillinge. Auch das Coupé übernimmt das zweigeteilte Cockpit, bestehend aus kleinem Display am Lenkstock und Infotainment-Screen auf dem Armaturenbrett.
VW ID.5
Viel Beinfreiheit im Fond. Für den Kopf wird es ab 1,90 Meter Körpergröße aber eng.

Im Fond schrumpft allerdings die Kopffreiheit. Bis 1,80 Meter Körpergröße macht das niedrigere Dach zwar keine Probleme, darüber könnte es für längere Touren aber etwas eng werden. Ganz anders die Beinfreiheit. Da der Radstand zum ID.4 identisch ist, profitiert auch das Coupé von angenehm viel Platz im Fußraum.

Infotainment: Neuer Softwarestand bringt neue Features

Brandneu ist dagegen die Software im ID.5. Sie ermöglicht dem Augmented-Reality Head-up-Display mehr Zugriff auf die Fahrerassistenz und damit bessere Darstellungen. Der Travel Assist greift künftig auch auf Clouddaten zu und soll damit zuverlässiger auf schwierige Rahmenbedingungen reagieren können.
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Auch die Sprachsteuerung soll mit dem Update schneller arbeiten. Vom Sprachbefehl bis zur Routenführung gibt VW nur noch sieben Sekunden an – da muss man sich auch nicht mehr vor MBUX und Co verstecken.
VW ID.5
Keine Veränderung im Innenraum: Hier ist der ID.5 identisch mit dem normalen SUV ID.4.

Auch beim Schnellladen profitieren ID.5-Kunden, hier sind künftig bis zu 135 kW möglich. ID.3- und ID.4-Fahrer müssen jetzt aber ihre Fahrzeuge nicht gleich in Zahlung geben, das Update wird es auch für sie geben. Im Laufe des Jahres 2022 werden die Funktionen für Bestandsfahrzeuge over-the-air nachgereicht.

Fahrbericht: Der ID.5 bietet als GTX jede Menge Fahrspaß

AUTO BILD ist den ID.5 als GTX bereits gefahren. Das grundsätzliche Fahrverhalten des Coupés unterscheidet sich nicht vom normalen SUV. Dank der 299 PS und des Fahrdynamikmanagers – ein System, das die einzelnen Regelsysteme möglichst intelligent zusammenbringen soll – bietet der ID.5 als GTX jede Menge Fahrspaß.
VW ID.5 GTX
Wenig zu bemängeln: Der ID.5 ist auch beim Fahren ganz der Bruder des ID.4.
Das Verstellfahrwerk ist straff, aber ausreichend komfortabel abgestimmt, die Lenkung präzise und direkt. Die Sportsitze bieten einen angenehmen Seitenhalt (sogar im Fond). Das Gewicht von 2242 Kilo und die Maße merkt man kaum, der ID.5 fühlt sich beim Fahren eine Klasse kleiner an.

Akku und Antrieb: bis zu 520 km Reichweite im ID.5

Drei Motorisierungen bietet VW im ID.5 an: zwei mit Heck- und eine mit Allradantrieb. Den Anfang macht der ID.5 Pro mit 128 kW (174 PS) und maximal 235 Nm Drehmoment. Damit steht die 100er-Marke nach 10,4 Sekunden. Etwas schneller geht das mit dem Performance-Upgrade; dann kommt das SUV-Coupé auf 150 kW (204 PS), der Sprint auf 100 km/h ist nach 8,4 Sekunden erledigt. Die Allradversion ID.5 GTX leistet 220 kW (299 PS) und zusammen 460 Nm Drehmoment.

Technische Daten im Überblick:

ID.5 Pro
ID.5 Pro Performance
ID.5 GTX
Abzweigung
Motor
Abzweigung
Abzweigung
Batteriekapazität
Abzweigung
Abzweigung
Antrieb
Abzweigung
Abzweigung
Leistung
Abzweigung
Abzweigung
Max. Drehmoment
Abzweigung
Abzweigung
0-100 km/h
Abzweigung
Abzweigung
Höchstgeschwindigkeit
Abzweigung
Abzweigung
Stromverbrauch kombiniert nach WLTP
Abzweigung
Abzweigung
Max. Reichweite nach WLTP (kombiniert)
Abzweigung
Elektromotor
77 kWh
Hinterradantrieb
128 kW (174 PS)
235 Nm
10,4 s
160 km/h
16,9 kWh/100 km*
516 km*
Elektromotor
77 kWh
Hinterradantrieb
150 kW (204 PS)
310 Nm
8,4 s
160 km/h
16,6 kWh/100 km*
523 km*
Dual-Elektromotor
77 kWh
Allradantrieb
220 kW (299 PS)
472 Nm (162 Nm vorn/310 Nm hinten)
6,3 s
180 km/h
17,9 kWh/100 km*
491 km*
Alle ID.5 beziehen ihren Fahrstrom aus einem 77 kWh großen Akku, die Reichweite gibt VW mit maximal 523 Kilometer nach WLTP an. Der stärkere GTX soll immerhin noch bis zu 490 Kilometer schaffen.

Fazit

VW bemüht sich, mit vorerst exklusiven Features den ID.5 für die Kundschaft attraktiv zu machen. Wie sich das nach dem Update für die Bestandsfahrzeuge gestaltet, bleibt aber abzuwarten. Innerhalb der MEB-Coupés findet der VW aber seinen Platz, und das wird ihn erfolgreich machen.