Der T7 gewinnt an Pkw-Flair (Update)

Der nächste VW Bus hebt sich deutlich von seinem Vorgänger ab, der mehr ein Facelift des T5 als eine eigenständige Evolutionsstufe gewesen ist. Der komplett neue T7 soll laut VW "Komfort und Dimensionen eines Pkw plus Raumangebot und Variabilität eines Vans" bieten. Ein neues Teaserbild zeigt, dass er sich auch optisch an seine Pkw-Geschwister angleicht. So bekommt der T7 vorne offenbar das durchgehende LED-Band von Golf 8 und Co verpasst. Darunter befindet sich eine seitlich nach oben gezogene Sicke, die der T7-Front eine Art Lächeln ins Gesicht zeichnet. Vorgestellt werden wird der neue Bulli spätestens Anfang Mai 2021. Auf die Straße rollt er wohl im Herbst 2021, gefolgt vom vollelektrischen ID. Buzz 2022.
VW T7 Teaser
Die Leuchtengrafik erinnert an den Arteon, das durchgehende Band kennt man vom Golf 8.

Der neue VW T7 Multivan wurde bereits im Herbst 2020 als nur noch leicht getarnter Erlkönig in den Alpen erwischt. Die Bilder zeigen: Er orientiert sich mehr an den Pkw der Marke VW, nimmt dabei aber Elemente seiner Urahnen auf. So ist zu erkennen, dass wieder eine kleine Seitenscheibe in der Fahrerkabine verbaut ist, die an die Bulli-Generationen eins bis drei erinnert. 
Hinweis
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AUTO BILD hat die Erlkönige virtuell schon einmal ihrer Tarnung entledigt. Der T7 greift wohl nicht nur bei der Front auf Designmerkmale von Golf 8 und dem vollelektrischen ID.3 zurück. Schlankere Scheinwerfer und Rückleuchten geben dem Bulli einen modernen Look. Die Karosserie wird etwas länger und das Dach circa sechs Zentimeter gesenkt, was die Einfahrt in Tiefgaragen erleichtert. Frontscheibe und Motorhaube stehen flacher. Das macht eine Art zweite A-Säule mit Dreiecksfenster nötig, damit die Seitenscheiben heruntergefahren werden können. Insgesamt dürfte sich der T7 moderner und deutlich weniger kastig als der Vorgänger zeigen.
VW Bus T7 !! ILLUSTRATION !!
T7-Illustration: Die schmalen Scheinwerfer zitieren den ID.3. Neu: die flachere Frontscheibe.

Offenbar mit dem Innenraum aus dem Golf 8

Besonders auffällig: Ein Foto der AUTO BILD-Erlkönigjäger zeigt das Armaturenbrett mit den beiden Bildschirmen des neuen T7. Offenbar adaptiert der Bus den Innenraum des Golf 8 und erhält ein Digitalcockpit (wohl nur in den höheren Ausstattungen) sowie einen Infotainment-Touchscreen eingerahmt von Klavierlackoptik. Die Software stammt im Prototyp offenbar direkt aus dem Golf, das Display zeigt noch eine Ansicht des Kompaktmodells. Außerdem verschwindet der Handbremshebel, dafür zieht eine elektrische Parkbremse ein. Vom ID.3 übernimmt der T7 das Touchfeld links vom Lenkrad, über das Licht und Scheibenheizung gesteuert werden. Varianten mit Automatikgetriebe bekommen den kleinen Wählknubbel, der schon von anderen VAG-Modellen bekannt ist.
Erlkönig VW T7 Multivan
Das Cockpit erinnert stark an den Golf 8. Auch der T7 bekommt einen kleinen Hebel zur Wahl der Fahrstufe.

Bis zu 245 PS im Plug-in-Hybrid

Der T7 wird in Zukunft auf der MQB-Plattform aufbauen. Das ermöglicht den Einsatz eines 48-Volt-Bordnetzes. Sämtliche Benzin- und Dieselmotoren werden wahrscheinlich mild-hybridisiert. Zum Marktstart wird es auch einen Plug-in-Hybriden geben, der wahrscheinlich den Antrieb aus dem Golf 8 GTE übernimmt. Dort leisten ein 1,4-Liter-Turbovierzylinder und ein Elektroantrieb zusammen 245 PS und 400 Nm Drehmoment. Falls auch dessen 13-kWh-Batterie zum Einsatz kommt, dürfte die elektrische Reichweite aber unter den 60 Kilometern des GTE liegen. 
Hinweis
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Eine reine Elektroversion wird es vom T7 nicht geben. Die Rolle des Elektro-Busses wird der ID. Buzz übernehmen. Ansonsten dürfte der T7 auf den bekannten Mix aus Benzinern, Dieseln, Vorder- und Allradantrieb sowie Schaltgetriebe und DSG setzen. Die MQB-Plattform bedeutet wahrscheinlich auch ein moderneres Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen und Quer- statt Schräglenkern. Damit könnte der Bus zukünftig dynamischer und komfortabler fahren.

Kastenwagen und Pritsche bleiben T6.1

Der T7 Multivan wird in Zukunft mit Sharan und Caddy Life eine Modellfamilie bilden. Wie gehabt, wird der Bus mit verschiedenen Radständen angeboten. Ob diese dann die Rollen von Sharan und Caddy Life übernehmen, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass es auf Basis des T7 auch wieder eine Camping-Version namens California geben wird. Die Umstellung auf die neue Plattform spart einerseits Kosten, hat aber einen Nachteil: Sie ist nicht Nutzfahrzeug-tauglich. Deshalb werden die Kastenwagen- und Pritschenvarianten des T6.1 vorerst parallel zum T7 weitergebaut, wahrscheinlich bis 2025.
Erlkönig VW T7 Multivan
Für Nutzfahrzeuge eignet sich die MQB-Plattform nicht. Bis 2025 laufen die darum als T6.1 weiter.

Die Preise werden wohl steigen

Noch 2021 wird der T7 bei den Händlern stehen und direkt zum Marktstart auch als Plug-in-Hybrid erhältlich sein. Aktuell startet der Multivan T6.1 bei 35.960 Euro. Mit der neuen Technik und der zu erwartenden Mehrausstattung in der Basis werden die Preise leicht steigen. Bei knapp unter 40.000 Euro sollte es losgehen.