VW T7 Multivan (2021): California, Preis, Caddy, MQB, Bulli

Neuer VW T7 mit Power und Technik aus dem Golf GTE

Der neue VW T7 steht in den Startlöchern: 2021 kommt er auf neuer Plattform und teilelektrifiziert. Der Plug-in-Hybrid aus dem Golf GTE könnte richtig Power liefern!

Der T7 gewinnt an Pkw-Flair

Die schmalen Scheinwerfer zitieren den ID.3. Neu: die flachere Frontscheibe.

AUTO BILD hat virtuell die Erlkönige schon einmal ihrer Tarnung entledigt. Der T7 dürfte seit dem Ende des T4 2003 optisch den größten Schritt machen. Er greift auf Designmerkmale von Golf 8 und dem vollelektrischen ID.3 zurück. Schlankere Scheinwerfer und Rückleuchten geben dem Bulli einen modernen Look. Die Karosserie wird etwas länger und ca. sechs cm flacher, was die Einfahrt in Tiefgaragen erleichtert. Nicht zuletzt wird dadurch auch der cw-Wert und damit der Durchschnittsverbrauch gesenkt. Frontscheibe und Motorhaube stehen flacher. Das macht eine Art zweite A-Säule mit Dreiecksfenster nötig, damit die Seitenscheiben heruntergefahren werden können. In unserer Illustration gibt sich der T7 moderner und deutlich weniger kastig als der Vorgänger. Er schlägt mehr in die Van-Kerbe und tritt Pkw-mäßiger auf.
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Innenraum-Features vom ID.3

Links vom Lenkrad sitzt ein Touchpad, das Scheinwerfer und Scheibenheizung steuert.

Analog zum Außenkleid macht das Cockpit einen großen Schritt in Richtung Pkw. Der Handbremshebel verschwindet, ein zieht eine elektrische Parkbremse. Vom ID.3 übernimmt der T7 das Touchfeld links vom Lenkrad, über das Licht und Scheibenheizung gesteuert werden. Varianten mit Automatikgetriebe bekommen den kleinen Wählknubbel, der schon von anderen VAG-Modellen bekannt ist. Ein konfigurierbares Digitalcockpit dürfte die traditionellen Analoganzeigen ersetzen. Beim Infotainment kommt die neueste Version von VWs MIB3-System zum Einsatz, das mit drahtloser Smartphone-Anbindung, intuitivem Sprachassistenten und zahlreichen Online-Angeboten aufwartet.

Bis zu 245 PS im Plug-in-Hybrid

Im getarnten Cockpit sind bereits der neue DSG-Wählhebel und die elektronsiche Parkbremse zu sehen.

Der T7 wird in Zukunft auf der MQB-Plattform aufbauen. Das ermöglicht den Einsatz eines 48-Volt-Bordnetzes. Sämtliche Benzin- und Dieselmotoren werden wahrscheinlich mild-hybridisiert. Es wird auch einen Plug-in-Hybriden geben, der wahrscheinlich den Antrieb aus dem Golf 8 GTE übernimmt. Dort leisten ein 1,4-Liter-Turbovierzylinder und ein Elektroantrieb zusammen 245 PS und 400 Nm Drehmoment. Falls auch dessen 13-kWh-Batterie zum Einsatz kommt, dürfte die elektrische Reichweite aber unter den 60 Kilometern des GTE liegen. Eine reine Elektroversion wird es vom T7 nicht geben. Die Rolle des Elektro-Busses wird der ID. Buzz übernehmen. Ansonsten dürfte der T7 auf den bekannten Mix aus Benzinern, Dieseln, Vorder- und Allradantrieb sowie Schaltgetriebe und DSG setzen. Die MQB-Plattform bedeutet wahrscheinlich auch ein moderneres Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen und Quer- statt Schräglenkern. Damit dürfte sich der Bus zukünftig dynamischer und komfortabler fahren.

T6.1 und T7 laufen parallel weiter

Die T7-Erlkönige sind nur noch mit Folientarnung und ohne Karosserieanbauten unterwegs.

Der T7 Multivan wird in Zukunft mit Sharan und Caddy Life eine Modellfamilie auf MQB-Basis bilden. Wie gehabt, wird der T7 mit verschiedenen Radständen angeboten. Ob diese dann die Rollen von Sharan und Caddy Life übernehmen, oder ob die beiden eigenständigen Modellvarianten werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass es auf Basis des T7 auch wieder eine Camping-Version namens California geben wird. Die Umstellung auf die MQB-Plattform spart einerseits Kosten, hat aber einen Nachteil: Sie ist nicht Nutzfahrzeug-tauglich. Deshalb werden die Kastenwagen- und Pritschenvarianten des T6.1 vorerst parallel zum T7 weitergebaut, wahrscheinlich bis 2025. Dazu passt das Pkw-mäßigere Wesen des neuen T7, der in Zukunft nicht mehr die Doppelrolle als Familienvan und Lastentier erfüllen muss.

Die Preise werden wohl steigen

Ab 2021 dürfte der T7 bei den Händlern stehen. Ob direkt zum Marktstart auch der Plug-in-Hybrid erhältlich sein wird, ist unklar. Wahrscheinlicher ist, dass zunächst die Mildhybride starten und VW den Vollhybriden zu einem späteren Zeitpunkt nachschiebt. Aktuell startet der Multivan T6.1 bei 35.960 Euro. Mit der neuen Technik und der zu erwartenden Mehrausstattung in der Basis werden die Preise leicht steigen. Bei knapp unter 40.000 Euro sollte es losgehen.

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