Am bequemsten und mit der besten Übersicht über die Kosten lädt man sein Elektroauto zu Hause, am besten mit einer Wallbox: Das ist eine spezielle Steckdose an der Wand für das schnelle und komfortable Laden von E-Autos. Sie lädt den Akku bis zu zehnmal schneller wieder auf als eine Haushaltssteckdose. Es gibt mittlerweile viele Anbieter von Wallboxen. Stromanbieter verkaufen sie, in gängigen E-Fachmärkten und -Versandhäusern gibt es sie zu kaufen, und auch Autohersteller haben Heimladestationen selber im Angebot.
Hinweis
Vattenfall-Wallbox in der AUTO BILD-Edition ab 499 Euro statt 1189 Euro UVP – exklusives Ladepaket mit Ökostrom
Einige Autohersteller – wie Hyundai, Mazda oder Peugeot – bieten nicht selber Wallboxen an, sondern arbeiten mit Kooperationspartnern. Hier kommen die angebotenen Ladestationen entweder direkt vom Wallboxhersteller oder über Internetportale wie The Mobility House. Einziger Unterschied zu den Marken-Ladestationen: Sie sind nicht mit dem Markenlogo eines Autobauers versehen. AUTO BILD wirft einen Blick auf diese Wallboxen. Seit Ende November 2020 werden Anschaffung und Einbau einer Wallbox vom Bund mit 900 Euro gefördert. Aktuell ist der Fördertopf mit 500 Millionen Euro für insgesamt 615.000 Ladepunkte leer, derzeit können keine neuen Förderanträge gestellt werden. Zurzeit legen Vattenfall und Renault eine vergünstigte Wallbox beim Autokauf dazu. Wer seit dem 8. März 2021 als Vattenfall-Ökostromkunde einen Renault Zoe kauft, der bekommt eine vergünstigte Wallbox, einen Vattenfall-Vorteil von 200 Euro sowie gratis einen doppelten Kofferraumboden im Wert von 194 Euro.

Hyundai kooperiert mit Alpiq

Mit dem Kona Elektro und dem Ioniq Elektro ist Hyundai derzeit auf dem prosperierenden Markt der E-Autos vertreten. Hinzu kommen der e-Soul und der e-Niro von Tochter Kia. Wer als Käufer eine Lademöglichkeit zu Hause sucht und mit seinem Stromer nicht viele, viele Stunden lang an seiner Haushaltssteckdose hängen will, dem bieten die Koreaner nun in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Energiedienstleister Alpiq eine Wallbox mit Rundum-Service an. Während an der herkömmlichen Steckdose in der Haus- oder Garagenwand lediglich mit 2,3 Kilowatt (kW) Leistung geladen werden kann, bietet die Basis-Wallbox von Hyundai flexible und sichere Ladeleistungen zwischen 3,7 und 11 kW.
Hyundai Wallbox
Die Hyundai-Wallbox bietet sichere Ladeleistungen zwischen 3,7 und 11 Kilowatt.

Die genannten Hyundai-Modelle können am Wechselstromnetz mit maximal 7,2 kW geladen werden, der Onboard-Charger des Kona Elektro mit dem 150 kW (204 PS) starken Elektromotor verträgt auch die 11 kW der Wallbox. Das komplette Installationspaket zum Preis von 2099 Euro beinhaltet einen Vorab-Check durch einen Elektriker vor Ort, die Montage und die Anmeldung bei einem Stromanbieter. Kosten für den Home-Check (199 Euro) werden nur fällig, wenn das Angebot nicht wahrgenommen wird. Weitere Pluspunkte beim Erwerb eines Elektromodells von Hyundai: Beim Ioniq gibt es satte 11.000 Euro Umweltprämie, bei beiden Fahrzeugen nunmehr acht Jahre Garantie.

Honda kooperiert mit Vattenfall

Honda und Vattenfall kooperieren und starten mit der Einführung des Honda Power Charger S+ (4G) den Verkauf des ersten gemeinsamen intelligenten, vernetzten Ladegeräts in Deutschland exklusiv für Honda-e-Kunden. Im Design ist die Wallbox optisch auf den Honda e abgestimmt und mit allen E-Fahrzeugen kompatibel, die über einen gängigen Typ-2-Anschluss verfügen. Die gesamte Bestellabwicklung, die Installation, sowie der umfangreiche Kunden-Service liegen in der Hand von Vattenfall InCharge.
Wallboxen - Prämien
Honda setzt auf drei verschiedene Wallboxen. Den "Honda Power Charger", "Honda Power Charger S" und "Honda Power Charger S+".

Für die meisten Installationsvorhaben bietet Vattenfall InCharge einen festen Paketpreis an. Über die Beantwortung weniger Fragen im Bestellprozess wird ermittelt, ob ein Installationspaket in Frage kommt oder ein individuelles Installationsangebot erstellt wird. Der Honda Power Charger S+ (4G) und die Installationskosten sind bei Verfügbarkeit der staatlichen KfW-Förderung in Höhe von 900 Euro pro Ladepunkt (hier der aktuelle Stand) förderfähig. 

Citroën kooperiert mit inno2grid und Mazda mit E.on

Citroën bietet Käufern seiner Modelle ë-C4, ë-SpaceTourer, ë-Jumpy und C5 Aircross Hybrid in Kooperation mit inno2grid eine Wallbox samt Prüfungs-, Installations- und Wartungsservice an. Zur Auswahl stehen drei Installationspakete. Wer sich für ein Ladekabel und die Wallbox aus Citroëns Zubehörangebot entscheidet, der kann sich anschließend alle für die Installation nötigen Arbeiten – von einem Vor-Ort-Check bis hin zur Inbetriebnahme – von zertifizierten inno2grid-Elektrikern erledigen lassen. Je nach Aufwand stehen drei Pakete ab 467, 805 bzw. 1661 Euro zur Verfügung. Nach der Inbetriebnahme kümmern sich die inno2grid-Experten je nach Bedarf auch um die Wartung der Wallbox. Im Basis-Paket ist ein Online-Pre-Check, die Wallbox-Installation an vorhandener Unterverteilung und die zugehörige Leitungsverlegung inbegriffen. Das Get-Started-Paket mit ähnlichem Leistungsumfang kommt zum Einsatz, wenn eine Unterverteilung mit Sicherungen und Schutzschaltern noch installiert werden muss. Und das Premium-Paket umfasst zusätzlich einen Vor-Ort-Check, die Inbetriebnahme der smarten Wallbox und die Einrichtung des Online-Zugriffs.
Mazda EBox Smart mit Kabel - Wallbox
Mazda bietet mit dem Energieversorger E.on das Modell Eon Drive eBox smart für 901 Euro an

Mazda kooperiert mit dem Energieversorger E.on und bietet das förderberechtigte Modell Eon Drive eBox smart für 901 Euro an. Nach Abzug der 900 Euro Prämie (bei Verfügbarkeit ) kostet die 11-kW-Wallbox also nur einen Euro. Hinzu kommen natürlich die Kosten für Einbau und Verkabelung. Die von Opel angebotenen Ladestationen von Hersteller EVBox "Wall Box, smart 11 kW 3-phasig mit Kabel" (1.159,04 Euro, UPE inkl. MwSt.) und "Wall Box, smart 22 kW 3-phasig ohne Kabel" (1062,36 Euro, UPE inkl. MwSt.) erfüllen ebenso diese Anforderungen. Inklusive Förderung kommen Kunden so schon ab rund 162 Euro zu einer smarten Wallbox für zuhause.

Volvo kooperiert mit Garo AB

Auch der schwedische Hersteller hat für alle Kunden, die ein Volvo-Recharge-Modell bestellen oder bereits eines besitzen, ein Komplettpaket bestehend aus Wallbox und Installation im Angebot. Kunden erwerben die Wallbox im Komplettpaket über die Telekom. Die Bestellung sowie
Die Volvo-Wallbox stammt vom schwedischen Hersteller Garo AB. Das Modell verfügt über eine Ladeleistung von bis zu 11 kW, WLAN-Konnektivität sowie ein fest angeschlossenes Kabel mit fünf Metern Länge und Typ-2-Stecker.
Volvo Wallbox
Die Volvo-Wallbox stammt vom schwedischen Hersteller Garo AB.

Die Wallbox ist spritzwassergeschützt (IP44) und kann im Innen- und Außenbereich installiert werden. Im Webshop ist unter anderem auch eine Standsäule erhältlich, an der die Wallbox befestigt werden kann, wenn keine Wandmontage möglich ist oder nicht gewünscht wird. Das Wallbox-Komplettpaket kostet für Volvo-Recharge-Kunden 2279 Euro (inkl. MwSt.). Es beinhaltet die Ladestation, einen PreCheck durch einen Techniker sowie ein Standard-Installationspaket inklusive Material.  Die Volvo-Wallbox erfüllt die Anforderungen des KfW-Förderprogramms 440 und kann mit bis zu 900 Euro gefördert werden (hier der Stand der Förderung).

Marken-Wallboxen von Fiat und Mitsubishi

Zum neuen Fiat 500 mit E-Antrieb bietet Fiat eine gebrandete Wallbox an. Es handelt sich um die "EVBox Elvi". Die "EVBox Elvi (E3160-A35062-10.2)" ging aus dem diesjährigen ADAC-Test allerdings mit mangelhaftem Ergebnis hervor. Sie lag zwar mit guter Ausstattung, Funktion und App nahezu auf dem Niveau des Testsiegers, aber der integrierte Fehlergleichstrom-Schutzschalter Typ A löste bei einer Messreihe nicht aus. Für Kunden, die bereits eine solche Box gekauft haben, hat der Hersteller bereits ein kostenfreies Firmware-Update vorbereitet. Der ADAC empfiehlt, dass sich betroffene Kunden direkt an den Hersteller wenden. Die Tester begründen das mit unzureichenden Sicherheitshinweisen, die schlimmstenfalls zu Fehlern bei der Installation führen können.
EVBox ELVI Connected Box
Zum neuen Fiat 500 mit E-Antrieb bietet Fiat eine gebrandete Wallbox an. Es handelt sich um die "EVBox Elvi".

Auch bei Mitsubishi kann der Kunde für sein elektrifiziertes Fahrzeug auf Wunsch eine Wallbox bekommen. Sie sind mit Mitsubishi Motors gebrandet, stammen aber aus einer Kooperation mit ABB. Die Boxen sind nach Angaben von Mitsubishi förderfähig, einen Service zur Installation vermittelt der japanische Autohersteller auf Wunsch. Dazu kann der Kunde beim Mitsubishi-Händler einen Stromtarif mit 100 Prozent Ökostrom und einen Ladechip für 29.000 Ladepunkte in Deutschland und einige mehr in ganz Europa bekommen. 

Installation und Box im Paket

Fast alle Hersteller bieten auch einen Installationsservice an oder planen ihn. In der Regel haben die Autobauer dafür einen Partner an Bord. The Mobility House etwa unterstützt neben Mercedes und Smart eine Vielzahl von weiteren Herstellern. Die Montage wird häufig zu einem Festpreis oder als Gutschein angeboten. Hier lohnt sich der genaue Blick, da sich die Kosten je nach Aufwand (Wanddurchbrüche oder Kabelverlegung) signifikant erhöhen können. Daher empfiehlt sich ein Installationscheck vor Ort, der Aufwand und Kosten im Vorfeld transparent macht. Dieser Service kostet ab 200 Euro. Wichtig: Die Installation darf nur von zertifizierten Elektrikern ausgeführt werden. Für Fragen gibt es eine kostenfreie KfW-Servicenummer: 0800-539 90 05.