Am bequemsten und mit der besten Übersicht über die Kosten lädt man sein Elektroauto zu Hause, am besten mit einer Wallbox: Das ist eine spezielle Steckdose an der Wand für das schnelle und komfortable Laden von E-Autos. Sie lädt den Akku bis zu zehnmal schneller wieder auf als eine Haushaltssteckdose. Es gibt mittlerweile viele Anbieter von Wallboxen. Stromanbieter verkaufen sie, in gängigen E-Fachmärkten und -Versandhäusern gibt es sie zu kaufen, und auch Autohersteller haben Heimladestationen im Angebot.
Hinweis
Vattenfall-Wallbox in der AUTO BILD-Edition ab 499 Euro statt 1189 Euro UVP – exklusives Ladepaket mit Ökostrom
AUTO BILD wirft einen Blick auf diese Wallboxen – die entweder vom Hersteller direkt hergestellt wurden oder mit der jeweiligen Marke gebrandet und mit Markenlogo versehen sind. Seit Ende November 2020 werden Anschaffung und Einbau einer Wallbox vom Bund mit 900 Euro gefördert.

Wallbox ID. Charger und Skoda iV Charger

Für zu Hause bietet VW eine private Ladelösung an: die vernetzte Wallbox ID. Charger samt Ladedienst und Ökostrom-Tarifen (alles, was Sie zu Wallboxen wissen müssen). Die ID. Charger-Basisversion kostet nur 389 Euro. Aber aufpassen: Sie ist laut KfW-Liste nicht förderberechtigt! Beim ID. Charger gibt es die förderberechtigten Ausführungen Connect (599 Euro) und Pro (849 Euro). Hinzu kommen Installationskosten.
ADAC Wallboxen Test - Ladesäule VW
Volkswagen-ID. Charger Connect: Die Wallbox im Test lieferte im ADAC-Test eine ausgewogene Vorstellung ab.

Beim ADAC-Test schloss der "Volkswagen ID. Charger" mit der Note 2,1 ab. Die Wallbox lieferte eine ausgewogene Vorstellung ab und überzeugte durch gutes Kabelmanagement. In der Kategorie Sicherheit erreichte sie mit der Note 1,5 das beste Ergebnis im Test (zusammen mit der Kostad TX-1000). VW bietet seine "Charger-Wallboxen" auch für die Submarke Skoda an. Sie heißen dort: "Skoda iV Charger", "iV Charger Connect" und "iV Charger Connect+". Das Gleiche gilt für Seat und Cupra, wo diese Wallboxen ebenfalls unter anderem Namen und Branding angeboten werden.

Wallboxen von anderen Herstellern

BMW bietet mit der "Wallbox Essential" eine herstellereigene Wallbox mit einer Ladeleistung von bis zu 22 kw (dreiphasig) an. Sie ist relativ rudimentär ausgestattet (ohne Stromzähler, Lastmanager und Datenübertragungsschnittstelle). Die BMW-Wallbox ist aber voll förderfähig. Auch Mercedes hat eine eigens hergestellte Wallbox ("Mercedes Benz Wallbox Home") im Programm. Die Ladestation hat ein fest verbundenes Ladekabel und eine Ladeleistung von bis zu 22 kW.
Wallboxen Mercedes
Die Mercedes Benz Wallbox Home hat eine Ladeleistung von bis zu 22kW.

Ford bietet mit der "Ford Connected Wallbox" für 3-Phasen-Stromversorgungssysteme eine hausinterne Ladestation. Auch diese Wallbox mit einer Ladeleistung bis 11kW ist voll förderfähig mit einem 900 Euro Zuschuss der KfW. Honda setzt auf drei verschiedene Inhouse-Wallboxen. Den "Honda Power Charger", "Honda Power Charger S" und "Honda Power Charger S+". Die Basisversion ermöglicht eine Ladekapazität von bis zu 22 kW (dreiphasig). Die Versionen "S" und "S+" bieten darüber hinaus "intelligente Ladefunktionen", lokales Lastmanagement und einen externen Stromzähler. Auch Elektropionier Tesla hat natürlich eine eigene Wallbox im Programm. Der "Gen 3 Wall Connector" ist voll förderfähig durch die KfW-Bank.

Marken-Wallboxen von Fiat und Mitsubishi

Zum neuen Fiat 500 mit E-Antrieb bietet Fiat eine gebrandete Wallbox an. Es handelt sich um die "EVBox Elvi". Die "EVBox Elvi (E3160-A35062-10.2)" ging aus dem diesjährigen ADAC-Test allerdings mit mangelhaftem Ergebnis hervor. Sie lag zwar mit guter Ausstattung, Funktion und App nahezu auf dem Niveau des Testsiegers, aber der integrierte Fehlergleichstrom-Schutzschalter Typ A löste bei einer Messreihe nicht aus. Für Kunden, die bereits eine solche Box gekauft haben, hat der Hersteller bereits ein kostenfreies Firmware-Update vorbereitet. Der ADAC empfiehlt, dass sich betroffene Kunden direkt an den Hersteller wenden. Die Tester begründen das mit unzureichenden Sicherheitshinweisen, die schlimmstenfalls zu Fehlern bei der Installation führen können.
Auch bei Mitsubishi kann der Kunde für sein elektrifiziertes Fahrzeug auf Wunsch eine Wallbox bekommen. Sie sind mit Mitsubishi Motors gebrandet, stammen aber aus einer Kooperation mit ABB. Die Boxen sind nach Angaben von Mitsubishi förderfähig, einen Service zur Installation vermittelt der japanische Autohersteller auf Wunsch. Dazu kann der Kunde beim Mitsubishi-Händler einen Stromtarif mit 100 Prozent Ökostrom und einen Ladechip für 29.000 Ladepunkte in Deutschland und einige mehr in ganz Europa bekommen. 

Ladestationen ohne Logo

Einige Autohersteller – wie Hyundai, Mazda oder Opel – gehen einen anderen Weg als die letztgenannten Hersteller. Hier kommen die angebotenen Ladestationen entweder direkt vom Wallboxhersteller oder über Internetportale wie The Mobility House. Einziger Unterschied zu den Marken-Ladestationen: Sie sind nicht mit dem Markenlogo eines Autobauers versehen. Mazda zum Beispiel kooperiert mit dem Energieversorger E.on und bietet das förderberechtigte Modell Eon Drive eBox smart für 901 Euro an. Nach Abzug der 900 Euro Prämie kostet die 11-kW-Wallbox also nur einen Euro. Hinzu kommen natürlich die Kosten für Einbau und Verkabelung.

Installation und Box im Paket

Fast alle Hersteller bieten auch einen Installationsservice an oder planen ihn. In der Regel haben die Autobauer dafür einen Partner an Bord. The Mobility House etwa unterstützt neben Mercedes und Smart eine Vielzahl von weiteren Herstellern. Die Montage wird häufig zu einem Festpreis oder als Gutschein angeboten. Hier lohnt sich der genaue Blick, da sich die Kosten je nach Aufwand (Wanddurchbrüche oder Kabelverlegung) signifikant erhöhen können. Daher empfiehlt sich ein Installationscheck vor Ort, der Aufwand und Kosten im Vorfeld transparent macht. Dieser Service kostet ab 200 Euro. Wichtig: Die Installation darf nur von zertifizierten Elektrikern ausgeführt werden. Für Fragen gibt es eine kostenfreie KfW-Servicenummer: 0800-539 90 05.