Sollten wir es hier tatsächlich mit einer mehrteiligen Serie zu tun bekommen? Fakt ist jedenfalls, dass nun schon der zweite Teil von "Martin Winterkorn: Der Konkurrenz-Checker" bei Youtube aufgetaucht ist. Nachdem sich der VW-Chef im ersten Teil die gute IAA-Laune vom Hyundai i30 verhageln ließ, entert er mit seinem Gefolge nun den Honda-Stand. Gegenstand des Interesses ist auch hier wieder der Golf-Gegner, in diesem Fall also der neue Honda Civic. Im gesammelten Rundgang zieht die Wolfsburger Delegation um den japanischen Messe-Debütanten. In einer Nebenrolle agiert diesmal Ferdinand Piëch, Ex-Konzernchef und nunmehr Vorsitzender des Aufsichtsrats der Volkswagen AG. Piëch kontrolliert routiniert das Spaltmaß zwischen Motorhaube und Kotflügel und beweist damit, dass er seinem Spitznamen "Fugen-Ferdi" noch immer gerecht wird. Winterkorn macht derweil den obligatorischen Scheppertest: Sachter Ruck am Außenspiegel, Öffnen und Schließen der Türen, Betasten der Kofferraumpartie.

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Als sich Winterkorn hinters Steuer des Honda Civic schwingt, wird der Youtuber Zeuge eines unerwarteten Dialogs: Ein Mitglied der VW-Entourage stellt fest, dass "die" (Honda) "ja auch gute Vorbilder" hätten. Doch der große Boss wiegelt den lobenden Hinweis auf VW lächelnd ab und verkündet dann generös: "Hier war's mal Vorbild für uns." Anschließend wird der Civic – wie auch schon der i30 – einer Winterkornschen Vermessung unterzogen, dann macht noch mal Marketing-Chef Luca de Meo die Sitzprobe – und Abgang. So viel Lob für die Konkurrenz – ist am Ende vielleicht alles nur Wolfsburger Image-Make-up? Der Auftritt bei Hyundai und Honda eine clevere Marketing-Idee Luca de Meos? Wir wissen's nicht – und warten einfach mal gespannt auf das nächste Video.

Rückblick: Winterkorn im Hyundai i30

Von

Stephanie Kriebel