Klimaerwärmung, kaum Schnee, immer bessere Ganzjahresreifen – brauchen wir da überhaupt noch Winterreifen? Eiskalte Antwort: Ja. Wer im Winter zwingend aufs Auto angewiesen ist, kommt an ihnen nicht vorbei. Nur sie bieten auf Schnee und Matsch die nötigen Reserven. Das Angebot an Winterreifen ist nach wie vor riesig.
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Doch die Onlineseiten der großen Reifenportale mit Marken wie Ovation, Torque, Lanvigator oder Racealone sind bei der Entscheidungsfindung kaum hilfreich. Auch die Einführung des Reifenlabels als Sticker auf der Lauffläche mit Daten zu Rollwiderstand, Nasshaftung und Vorbeifahrgeräusch helfen nicht weiter, weil sie nicht verlässlich sind. Selbst Reifen, die bei Fahrversuchen mit gefährlich langen Bremswegen versagen, werden dank Selbstzertifizierung durch den Hersteller noch als Gripkönige gefeiert. Wer wissen will, welche Reifen wirklich gut sind, findet nur in kompetenten Tests wie diesem wirkliche Hilfe.
Mehr zum Thema: Ganzjahresreifen im Test
Alle Reifentests im Überblick
Unsere aktuelle Winterprüfung startet wieder mit 50 Reifen, die wir "undercover" im Handel gekauft haben. Diesmal testen wir die Kompaktwagen-Dimension 205/55 R 16. In einer Vorrunde mit Vergleichsbremsungen auf nasser Fahrbahn trennen wir Reifen mit zu langen Bremswegen von den Exemplaren mit akzeptablen Werten. Jeder Reifen bekommt so eine faire Chance auf die Teilnahme an unserem Test. Auffällig: Nicht einer der vielen Billigreifen und No-Names erreichte die zweite Teststufe.
In der Tabelle unten finden Sie die Testurteile und Durchschnittsnoten aus den vier Test-Kapiteln "Schnee", "Nässe", "Trockenheit", "Kosten". Weitere Ergebnisse aus dem Test und die Stärken und Schwächen der getesteten Reifen haben wir für Sie in der Bildergalerie zusammengefasst. Außerdem erfahren Sie, welche Reifen bereits in der ersten Vorrunde wegen zu langer Bremswege aussortiert wurden.

Bildergalerie

Winterreifen-Test 2016: 205/55 R 16
Winterreifen-Test 2016: 205/55 R 16
Winterreifen-Test 2016: 205/55 R 16
Kamera
Winterreifen-Test 2016: 205/55 R 16
Der Test wurde unterstützt von Bridgestone, Continental, Dunlop, Firestone, Fulda, Goodyear, Hankook, Kleber, Michelin, Pirelli, Vredestein und Uniroyal. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.

Fazit

Auch bei den populären Bestsellergrößen haben Sicherheit und Qualität ihren Preis. Unter den 20 besten Winterreifen befindet sich nicht ein Kandidat aus dem Billigreifen-Segment. Die günstigsten Reifen mit dem Gesamturteil „gut“ heißen Hankook Winter i*cept RS2 und Semperit Speed-Grip 2. Für ein paar Euros mehr gibt es die Spitzenreifen von Goodyear, Michelin und den neuen Continental TS 860, der zu seinem Einstand mit der Bestleistung als Testsieger und Ecomeister überzeugt.