WRC

Die Rallye-Boliden der WRC-Saison von 2018

WRC: Rallye Australien

Ogier holt sechsten Titel

Ford-Pilot reicht Rang fünf zur Titelverteidigung, Konkurrenten fallen aus. Erster Saisonsieg von Jari-Matti Latvala bringt Toyota die Hersteller-Meisterschaft.
Sébastien Ogier (34, Ford) hat es wieder geschafft. Ein fünfter Rang bei der Rallye Australien reichte dem Franzosen zum sechsten Weltmeistertitel in Folge. Nach vier Titeln mit Volkswagen (2013 bis 2016) setzten sich Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia (36) zum zweiten Mal mit dem vermeintlich unterlegenen, weil privat entwickelten Ford Fiesta WRC (380 PS, Allrad) gegen die Werkskonkurrenz von Toyota, Hyundai und Citroën durch.
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„Noch vor ein paar Monaten hätte ich das nicht für möglich gehalten“, sagte Ogier. „Aber es hat sich gelohnt, dass wir nie aufgegeben haben. Wir wollten uns von M-Sport mit einem Titel verabschieden, das ist uns gelungen.“ Für 2019 kehren Ogier/Ingrassia nach sieben Jahren zu Citroën zurück.

Sébastien Ogier ist zum sechsten Mal Rallye-Weltmeister

Den Sieg beim Saisonfinale holte sich Jari-Matti Latvala (33), der Toyota damit auch den WM-Titel in der Markenwertung sicherte – den ersten seit 1999. „Ich musste fast zwei Jahre auf diesen Sieg warten“, freute sich Latvala. „Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben. Aber die schwierigen Bedingungen heute waren perfekt für mich.“
Ogiers vor dem Saisonfinale verbliebene Titelkonkurrenten patzten dagegen. Nicht zum ersten Mal in der Saison 2018 sah Ott Tänak (31) lange Zeit wie der Sieger aus. So hielt der als Tabellendritter gestartete Este seine rechnerischen Titelchancen in Takt. Doch am Morgen der letzten Etappe, als Regen den Schotter auf den Pisten in glatten Matsch verwandelte, leistete er sich gleich zwei Fahrfehler. Nach dem ersten musste er „nur“ die Führung an Teamkollege Latvala abgeben, nach dem zweiten war Feierabend.
Auch nicht besser erging es Thierry Neuville (30), der sich aufgrund seiner besseren Startposition sogar gute Chancen ausgerechnet hatte, den nur drei WM-Punkte vor im liegenden Ogier noch abzufangen. Doch der Hyundai-Pilot aus Belgien musste sich nach einem Reifenschaden schon im Zwischenklassement der ersten Etappe hinter Ogier anstellen. Am Sonntagmorgen bedeutete ein Ausrutscher das endgültige Aus. „Wir hatten keine andere Chance, wir haben alles riskiert und alles verloren“, lautete Neuvilles bescheidenes Australien-Resümee.
Ähnlich sah die Bilanz von Armin Kremer (49) aus. Der frühere Europameister gönnte sich den Gaststart in der WRC2-Kategorie mit dem Ziel, die Klasse zu gewinnen. Ein beschädigter Motorkühler am Skoda Fabia (280 PS, Allrad) machte dem Mecklenburger allerdings einen Strich durch die Rechnung.  
Ergebnis Rallye Australien
1. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (Toyota Yaris WRC) 2:59.52,0 Stunden
2. Hayden Paddon/Seb Marshall (Hyundai i20 Coupe WRC) + 32,5 Sekunden
3. Mads Ostberg/Torstein Eriksen (Citroën C3 WRC) + 52,2 Sekunden
4. Esapekka Lappi/Janne Ferm (Toyota Yaris WRC) + 1.02,3 Minuten
5. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (Ford Fiesta WRC) +2.30,8 Minuten
6. Elfyn Evans/Daniel Barritt (Ford Fiesta WRC) + 3.05,1 Minuten
Endstand Rallye-WM nach 13 Rallyes:
1. Sébastien Ogier (Frankreich, Ford), 219 Punkte
2. Thierry Neuville (Belgien, Hyundai), 201 Punkte
3. Ott Tänak (Estland, Toyota), 181 Punkte
4. Jari-Matti Latvala (Finnland, Toyota), 128 Punkte
5. Esapekka Lappi (Finnland, Toyota), 126 Punkte
6. Andreas Mikkelsen (Norwegen, Hyundai), 84 Punkte

Die Rallye-Boliden der WRC-Saison von 2018

Autor: Christian Schön

Fotos: Picture-alliance

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