Die schönsten Wochen des Jahres

Kapitel 1: AB IN DEN URLAUB!

Die schönsten Wochen des Jahres

Jetzt ist er da, der Sommer - und mit ihm die Urlaubszeit für die ganze Familie. Wer mit dem Auto in die Ferien reist, findet hier viele Tipps für eine sichere und problemlose Fahrt.

Bald ist es soweit: Die Sommerferien rücken immer näher! Wie toll wäre es, wenn bereits die Anreise für alle entspannt verliefe?

Dabei ist das gar nicht so schwer – es beginnt bereits mit der Wahl des richtigen Reisezeitpunktes. Wer sich darüber aufregt, dass er oft im Stau steht, sollte seine Hin- und Rückfahrt bewusst außerhalb der Zeiten legen, die alle nutzen. Auch nachts lässt sich deutlich stressfreier reisen, als es tagsüber möglich ist. Das gilt besonders für Familien: Wenn die Kinder einen Teil der Strecke schlafen, kommen sie entspannter an. Übrigens, eine ständige Unterhaltung mit Filmen muss nicht sein: Es gibt eine große Zahl geeigneter Hörbücher und -spiele, die eine gute Alternative sind, weil sie die Fantasie anregen und keine Übelkeit aufkommen lassen wie der ständige Blick auf Monitore. Ein Tipp: Wer ab und zu die Geschichte stoppt, um Kinder überlegen und erzählen zu lassen, wie es weitergehen könnte, gibt Langeweile keine Chance.

Wer seine Nerven schonen möchte (und eine Menge Geld sparen), hält sich möglichst penibel an die Regeln vor Ort. Das gilt speziell für die Fahrverbotszonen, die in vielen Innenstädten gelten – besonders tückisch ist hier Italien. Österreich und die Schweiz sind dagegen bekannt für häufige Radarkontrollen, die Strafen sind empfindlich hoch. Vereinzelt gilt dies inzwischen auch für Italien, wo auch Sektorkontrollen auf Autobahnen drohen, bei denen Systeme automatisch die gefahrene Zeit zwischen zwei Mautstationen berechnen.

Unterschiedlich sind zudem die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten: In der Schweiz sind es nicht 130 km/h wie in vielen anderen Ländern, sondern nur 120 km/h. Zudem sind in der Schweiz wie Österreich Vignetten vorgeschrieben, wenn Autobahnen und ähnliche Straßen benutzt werden.

Nicht immer ist jedoch der direkte, schnelle Weg auf Autobahnen der angenehmste. Oft halten Umwege und Stopps auf der Route Überraschungen bereit: Wer sich aufs Erleben einlässt, hat gute Chancen, neue Orte zu entdecken, die ihn und die gesamte Familie begeistern. Wer also reisen will statt nur zu fahren, lässt das Navi beiseite und studiert eine klassische Landkarte (oder den Straßenatlas): Wetten, dass es nahe an der Route reizvolle Ziele für einen zauberhaften Zwischenstopp gibt, der den gesamten Urlaub viel entspannter beginnen lässt?

Das hilft, wenn der Sommer alles gibt

Kapitel 2: COOL BLEIBEN

Das hilft, wenn der Sommer alles gibt

Die Tage sind lang und sonnig, der Strand ruft: Zur Ferienzeit steigt das Thermometer schnell auf über 30 Grad. Wer dann mit dem Auto reist, sollte sich nicht von der Hitze stressen lassen.

Die einen liegen schon am Strand oder dürfen ein Bad im Meer (oder Freibad) genießen, die anderen sind noch auf dem Weg an ihr Urlaubsziel: An heißen Tagen sollten Autofahrer auf sich und ihre Familie besonders achten. Wer noch in einem Auto ohne Klimaanlage unterwegs ist, vermeidet lange Fahrten an heißen Tagen möglichst: Je höher die Temperatur im Auto steigt, desto höher ist das Unfallrisiko, weil der Fahrer mit jedem Grad mehr langsamer reagiert. Hitze wirkt hier ähnlich wie Alkohol.

Offene Fenster sind kein ideales Mittel für ein angenehmes Klima. Zum einen birgt die permanente Zugluft ein gesundheitliches Risiko, besonders für die Ohren, zum anderen strengt das hohe Geräuschniveau an und macht schnell müde.

Wenn sich genügend Platz im Auto findet, sollte eine Kühlbox mit an Bord. Sie hält unterwegs Proviant und Getränke frisch. Beim Parken sind zudem reflektierende Abdeckungen für die Windschutzscheibe hilfreich, weil sie die Aufheizung spürbar verlangsamen – schattige Parkplätze sind schließlich selten. Niemals dürfen kleine Kinder oder Tiere an einem heißen Tag im Auto zurückgelassen werden, auch nicht für eine kurze Pause: Die Innenraumtemperaturen können im Hochsommer jede Minute um ein Grad klettern – sehr schnell wird dann die Hitze lebensbedrohlich.

Clevere Lösungen für Extra-Ladung

Kapitel 3: MEHR PLATZ

Clevere Lösungen für Extra-Ladung

Oft ist der Kofferraum zu klein für das viele Gepäck. Gut, dass es für dieses Problem äußerst praktische Lösungen gibt.

Wer kennt das nicht: Der Kofferraum quillt bereits aus allen Nähten, doch immer noch steht jede Menge Gepäck hinterm Auto. Um diese Aufgabe zu lösen, gibt es zwei Möglichkeiten: Man trägt die Taschen und Koffer wieder zurück mit der Bitte an die versammelte Familie, einiges doch zu Hause zu lassen. Die zweite Option sichert den Familienfrieden besser: Eine Gepäckbox auf dem Dach schafft erhebliche Platzreserven, um alles mitzunehmen, was der Familie während des Sommerurlaubs wichtig ist.

Allerdings gilt es darauf zu achten, so weit oben nur leichtes, dafür gerne voluminöses Gepäck unterzubringen. Für Decken, Schlafsäcke oder Schuhe ist der variable Dachstauraum ideal – je leichter, desto besser. Die maximale Dachlast darf in keinem Fall überschritten werden.

Genügt eine Dachbox nicht für das anfallende Gepäck, gibt es eine weitere Lösung, die bei allen Transportproblemen hilft: einen Anhänger. Kleine, ungebremste Modelle bieten einen günstigen Einstieg. Der Vorteil: Ein Anhänger lässt sich das ganze Jahr vielfältig nutzen, zum Beispiel beim Entsorgen der Gartenabfälle.

Wenn es um den Transport von Fahrrädern geht, finden sich dagegen andere clevere und bewährte Lösungen: Fahrradträger, die auf der Anhängerkupplung befestigt werden – die übrigens bei allen Pkw schnell und einfach nachgerüstet ist. Auf diese Weise lassen sich auch mehrere Fahrräder problemlos mit in den Urlaub nehmen.

Zudem lassen sich Räder auf speziellen Trägern mitnehmen, die sich auf dem Dach oder der Heckklappe montieren lassen. Allerdings steigt der Spritverbrauch erheblich, wenn die Räder auf dem Dach im Wind stehen. Und unabhängig davon, wo die Räder montiert sind, muss der Fahrer regelmäßig seine Ladung prüfen. Immer wieder lösen sich schlecht gesicherte Fahrräder und fliegen auf die Straße. Das löst oft schwere Unfälle aus.

Viel Unsicherheit herrscht bei der Frage, ob Reisende eine Warntafel am Heckträger befestigen müssen. Tatsächlich fordern Italien und Spanien diese bei allen Ladungen, die über das in den Fahrzeugpapieren genannte Maß hinausgehen – eine Tafel ist also sogar dann anzubringen, wenn nur ein leerer Träger montiert ist. Sie muss zudem typgeprüft und aus Metall sein, allerdings – welche Tücke – in Italien anders gestreift sein als in Spanien. Und: Die Strafen bei Verstößen sind empfindlich.

Diese blöden Fehler passieren ständig

Kapitel 4: SICHER GEHT VOR

Diese blöden Fehler passieren ständig

Oft ist es nur ein wenig Sorglosigkeit vor der Abreise. Doch im Falle eines Falles drohen dann Gefahren, die einfach zu vermeiden wären.

Der wichtigste Tipp ist ein simpler, dabei enorm wirksamer: Schweres Gepäck gehört möglichst weit nach unten und möglichst weit nach vorne an die Rückenlehne. Dann verändert sich das Handling des Autos am wenigsten. Ganz wichtig: Nicht so hoch laden, dass Gepäckstücke bei einer Bremsung nach vorne fliegen können – das ist lebensgefährlich. Wenn es kein Gepäcknetz gibt, wie es bei Kombis oft der Fall ist, leisten simple Zurrgurte wertvolle Hilfe. Dann verrutscht weder beim Bremsen noch beim Ausweichen etwas. Übrigens: Das maximale Gesamtgewicht des Fahrzeugs darf auf keinen Fall überschritten werden. Im Zweifel hilft eine Kofferwaage und Rechnen – es drohen sonst nicht nur hohe Strafen bis zur Stilllegung des Fahrzeugs, sondern auch das Risiko nur schwer beherrschbarer Fahrmanöver.

Sollte es tatsächlich zu einem Unfall kommen, findet sich in ganz Europa unter der Notrufnummer 112 Hilfe, oft sogar mehrsprachig. Zudem ist es nicht nur wichtig, Warnwesten an Bord zu haben – in Ländern wie Österreich und Italien muss sogar für jeden Reisenden ein Exemplar greifbar an Bord sein (und nicht im Kofferraum versteckt). Ebenso vorgeschrieben sind ein Warndreieck und der Verbandkasten. Dessen Inhalt besitzt übrigens ein Haltbarkeitsdatum – das die Polizei nicht nur in Deutschland gerne überprüft.

Nicht fehlen an Bord dürfen die Fahrzeugpapiere, und zwar im Original. Eine Kopie genügt bei einer Kontrolle nicht. Gleiches gilt für die grüne Versicherungskarte. Sie ist zwar innerhalb Europas nicht vorgeschrieben, doch kann es sich lohnen, sie vorzeigen zu können. Insbesondere in Italien fragt die Polizei regelmäßig nach ihr – wer dann darauf beharrt, ohne ein Exemplar dieser Versicherungsbestätigung unterwegs sein zu dürfen, muss für sein Recht vor Ort unter Umständen mühsam verhandeln. Im Falle eines Falles ist zudem ein Europäischer Unfallbericht sehr hilfreich. Als mehrsprachige Version erleichtert er die Aufnahme von möglichen Schäden erheblich. Und wenn es gekracht hat, darf eines natürlich nicht fehlen: aussagekräftige Fotos aus verschiedenen Perspektiven. Niemals dagegen sollten Fahrer Formulare unterschrieben, die eine Form von Schuld anerkennen oder aufgrund der fremden Sprache nicht vollständig verständlich sind. Das kann den Versicherungsschutz gefährden.

Mit dem perfekten Fahrrad auf Tour

Kapitel 5: MOBIL AM ZIEL

Mit dem perfekten Fahrrad auf Tour

Nichts nervt mehr, als mit dem Auto am Ziel ständig einen Parkplatz zu suchen. Immer mehr Menschen nehmen deswegen ihr Fahrrad mit in den Urlaub – eine gute Idee.

Die Zeiten sind heute andere: Noch vor zehn Jahren hatten allenfalls Hobbysportler ihre Fahrräder dabei, wenn sie in den Urlaub fuhren. Heute setzt sich die Kombination aus Auto und Rad immer weiter durch: Ein Fahrrad verspricht vor Ort maximale Mobilität, spart viel Geld, ist gesund – und macht zudem Spaß.

Es spielt keine Rolle, ob ein Besuch auf dem romantischen Wochenmarkt ansteht oder die historische Innenstadt lockt: Wer mit dem Fahrrad kommt, parkt kostenlos direkt am Ziel. Wer zu viel Anstrengung beim Treten fürchtet, wählt ein smartes E-Bike: Mit Pedelecs lassen sich auch weitere Strecken problemlos zurücklegen, ohne dabei aus der Puste zu kommen.

Zu beachten ist allerdings, dass nicht überall in Europa für Radfahrer gleich gute Bedingungen herrschen. Bestens aufgehoben fühlen sich Radler in den Niederlanden und Skandinavien, auch in Österreich und der Schweiz radelt es sich meist problemlos. In Italien ist die Lage uneinheitlich: Im Norden (und dort, wo viele Touristen sind), nehmen Autofahrer auf Fahrräder mehr Rücksicht als im Süden. Ähnliches gilt für Spanien.

Ein Helm sollte also, auch wenn nicht vorgeschrieben, in keinem Fall fehlen. Gleiches gilt für ein gutes Licht, zumindest für alle, die in der Dämmerung oder nachts mit ihrem Rad unterwegs sein wollen. Nicht vergessen werden sollte ein anderer Faktor: Nur ein hochwertiges, stabiles Schloss schützt die Räder vor einem möglichen Diebstahl – das gilt übrigens auch, wenn sie auf dem Träger montiert sind.

Am besten prüfen Profis

Kapitel 6: ALLES GECHECKT?

Am besten prüfen Profis

Jede Reise birgt auch ein wenig Abenteuer. Gut, wenn das Auto bestens darauf vorbereitet ist – ein kurzer Vorab-Boxenstopp in der Werkstatt klärt, ob der Wagen rundum startklar ist.

Es ist so einfach: Ein Anruf genügt, und wer mag, vereinbart problemlos online einen Termin beim Profi. Nichts ist vor dem Reisestart beruhigender, als ein Rundum-Check in der Werkstatt.

Denn schiefgehen kann einiges, zum Beispiel bei den Reifen. Das Profil muss mindestens – und das gilt für den gesamten Reifen! – einen Restwert von 1,6 Millimeter aufweisen. Allerdings drohen bei derart abgefahrenen Reifen durchaus Gefahren: Bei einem Sommergewitter kann die Straße schnell zur Rutschbahn werden. Experten empfehlen daher rundum mindestens drei Millimeter Restprofil. Übrigens: Auch der Luftdruck ist ein erheblicher Faktor in Sachen Fahrsicherheit. Der richtige Wert – passend für ein entsprechend beladenes Auto – steht meist auf einem Aufkleber in der Tankklappe oder der Türsäule. In jedem Fall findet er sich in der Bedienungsanleitung. Wer hier einfach über den Daumen schätzt, geht unnötige Risiken ein.

Die Werkstattprofis schauen nicht nur auf die Reifen, sondern auch dahinter. Bremsklötze sind schließlich Verschleißteile. Spezielle Markierungen auf ihnen zeigen an, ob ein Austausch nötig ist. Ebenso füllen die Experten Motoröl, Kühl- und Bremsflüssigkeit auf, ebenso den Behälter für das Scheibenwaschwasser. Eine Überlegung wert ist auch ein Ölwechsel: Je nachdem, wie weit das Urlaubsziel entfernt liegt, macht ein Tausch vorab durchaus Sinn.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beleuchtung. Vor jeder Fahrt muss sie geprüft werden – sagt das Gesetz. Spätestens vor dem Urlaub sollte das tatsächlich nachgeholt werden: Funktionieren alle Bremsleuchten? Die Rücklichter? Abblend- und Fernlicht samt Blinker? Als eigener Punkt stehen auch die Nebel-Scheinwerfer und -Rückleuchten auf dem Prüfzettel – sie werden oft vergessen.

Und falls doch eine Panne auftreten sollte: Nur mit einer günstigen Auslandskrankenversicherung und einem Auto-Schutzbrief sind die wichtigsten Risiken und Kosten abgedeckt. Dazu zählen das Abschleppen sowie der Rücktransport des Autos und, bei Krankheit oder Unfall, auch der Reisenden. Wer ohne diesen Schutz reist, kann schnell in einer enorm teuren Kostenfalle landen.