Land Rover erweckt seine wohl bekannteste Baureihe wieder zum Leben – den Defender. Auf der IAA in Frankfurt (12. bis 22. September 2019) haben die Briten das neue Modell vorgestellt. Mit dem Land Rover sollte 1948 ein günstiges Arbeitsgerät geschaffen werden, heraus kam für viele eine Ikone. 1990 bekam der Geländewagen dann den Namen Defender, bis 2016 lief er fast unverändert vom Band. Jetzt legt Land Rover den Defender neu auf und will dem Mythos ...


... um das eigene Modell gerecht werden. Technisch ist der Offroader auf dem heutigen Stand der Technik angekommen, bei den Fans muss er sich aber in puncto Optik messen lassen. Der Land Rover Defender 90 startet in der Basis bei 49.700 Euro. Als längerer 110 kostet der Offroad-Brite mindestens 55.600 Euro. Marktstart für den 110er ist im April 2020, der 90er folgt im Herbst. (Alle Preise und die technischen Daten im Überblick!)
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Design: Die mit Abstand schwierigste Aufgabe bei der Entwicklung des neuen Defender war wohl die Optik. Hier mussten sich die Designer auf einen Spagat einlassen: Modern sollte der Geländewagen werden, ohne dabei seine Wurzeln und den Vorgänger zu vergessen. Das klappt beim englischen 4x4 auf den ersten Blick ganz gut. An der Front bleibt der Defender hoch und bullig. Hier lässt sich der Vorfahr noch ...
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... gut erkennen. Die LED-Scheinwerfer finden hinter rechteckig geschnittenem Glas Platz und orientieren sich am aktuellen Land Rover-Markengesicht. Im unteren Bereich der Schürze geht ein zunächst angedeuteter Unterfahrschutz in einen echten über. Die ...
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... Frontscheibe steht immer noch sehr steil. Im Profil zeigt der Neue die typische Defender-Silhouette. Land Rover hat sich sichtlich bemüht, dem neuen Defender ein ähnliches Profil zu spendieren wie dem klassischen "Landy". Je nach Ausstattung kommt der neue Defender mit 18-Zoll-Stahlfelgen oder mit bis zu großen 22 Zoll großen Alufelgen auf die Straße. Das kleine Dachfenster bleibt auch der neuen Generation erhalten. Gegen Aufpreis trägt das hintere Seitenfenster ein in Wagenfarbe lackiertes Panel. Auch am ...
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... Heck zeigt der Defender eine Neuinterpretation der alten Form. Die typischen aufgestellten Backen bleiben ebenso erhalten wie das obligatorische Reserverad an der Heckklappe. Bewährt ...
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... und zugleich futuristisch wurden die Rückleuchten gezeichnet. Sie zitieren die Lampen-Anordnung des Vorgängers und bilden leuchtende LED-Kästen.
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Innenraum: AUTO BILD hat den Innenraum des neuen Defender bereits gecheckt! Innen soll der Land Rover weiterhin Robustheit ausstrahlen – dafür haben ihm die Designer und Entwickler geschraubte Türverkleidungen aus Kunststoff, eine pulverbeschichtete Lenkradspange und einen Armaturenbretträger aus einer Magnesiumlegierung verpasst. Das macht zwar alles einen guten Eindruck, die Türtafeln ...
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... passen aber nicht ganz zum selbst auferlegten Premiumanspruch. Das Lenkrad ist angenehm groß. Optional befindet sich dahinter ein voll digitales 12,3-Zoll-Kombiinstrument. Die Steuerung des Infotainments geschieht über einen 10-Zoll-Touchscreen. Die Mittelkonsole ist in drei verschiedenen Varianten bestellbar. Neben einer hohen und einer niedrigen Version ist auch ein ...
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... dritter Sitz möglich. Wird er nicht gebraucht, dient er umgeklappt als Armstütze mit Cupholder – pfiffig. Die Klimabedienung und der Schaltknauf finden unterhalb des Armaturenbretts ihren Platz. Hierüber lassen sich auch die Differenzialsperren und andere Fahrzeugfunktionen schnell steuern. Das metallisch anmutende Armaturenbrett ist als Ablage verwendbar und bietet den Beifahrern Haltegriffe. Es trägt einen Defender-Schriftzug. Der Sitzkomfort ist auf den ersten Eindruck ordentlich, Seitenhalt darf man aber nicht erwarten.
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Zumindest im Defender 110 gibt's auch hinten ordentlich Platz für Passagiere. Mit einer Körpergröße von 1,80 m fühlt es sich hier angenehm luftig an. Wer den Defender auch als Familienauto nutzen will, der macht also mit dem langen Radstand nichts falsch. Optional gibt es eine dritte Sitzreihe – die Notsitze eignen sich für Kinder, Erwachsene haben darauf keinen Spaß. Cooles Detail: Der ...
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... Kofferraumboden und die Rückseiten der hinteren Sitze sind mit Kunststoff verkleidet und tragen ein Riffelblechmuster. Beim kurzen Defender 90 sieht das Platzangebot etwas anders aus. Zwar ist hinten noch Platz für die Passagiere, aber wenn das farbige Panel für die Scheibe bestellt wurde, ist es sehr dunkel im Fond. Den Passagieren wird durch die Kunststofffläche fast jegliches Licht genommen. Da hilft es auch nichts, dass das Panel auf der Innenseite eine Ablage bietet.
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Ausstattung: Auf Wunsch kommt der Defender mit einem Stoff-Faltdach. Damit können die Insassen bei stehendem Fahrzeug in Safari-Manier aufstehen und aus dem Auto gucken. Ab Werk lässt sich der Defender zudem schon foliert bestellen. Die matte Folie soll vor Parkkratzern und Schrammen von Büschen und Bäumen schützen. Wer keine Lust mehr auf den matten Look hat, der zieht die Folie ab und erhält ein glänzendes Auto.
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Zu den klassischen Ausstattungen lässt sich der Defender schon ab Werk mit einer Menge Zubehör ausstatten. So kann der Land Rover unter anderem mit einer fernbedienbaren Seilwinde bestellt werden. Daneben stehen Dachträgersysteme mit Leitern, seitliche Aufbewahrungsboxen und ein Dachzelt in der Preisliste.
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Offroad und Assistenten: Der Defender soll trotz Einzelradaufhängung nicht zum Lifestyle-Objekt verkümmern, sondern weiterhin ein echter Geländewagen bleiben. Daher haben Ingenieure unter anderem auf möglichst viel Bodenfreiheit geachtet. Maximal 291 Millimeter Platz hat der Defender nach unten. Beim Defender 110 kommen hierzu noch ein vorderer Böschungswinkel von 38 Grad, ein Rampenwinkel von 28 Grad und ein ...
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... hinterer Böschungswinkel von 40 Grad. Die großen Böschungswinkel kommen durch die sehr kurzen Überhänge der Karosserie zustande. Auch Flussdurchfahrten sollten bei 900 Millimetern Wattiefe kein Problem darstellen. Matsch und Dreck sind für den Innenraum kein Problem, alle Bodenbeläge im Defender sind gummiert und sollen sich einfach reinigen lassen. Mit der Offroad-Funktion "Configurable Terrain Response" lassen sich verschiedene Fahrzeugeinstellungen an die ...
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... Umgebung anpassen. Wer noch nicht so versiert im Gelände ist, der lässt den Assistenten die Einstellung automatisch vornehmen. Das System feiert im Defender Premiere. Außerdem Hilfreich im Gelände: Das Feature "Clear Sight Ground View". Kameras machen die Motorhaube und den Vorderwagen "durchsichtig". Der ...
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... Fahrer bekommt über den Infotainmentbildschirm einen ungehinderten Blick auf die Straße. Das kann vor allem bei Kuppen im Gelände helfen. Damit sich der Defender im Gelände wenig verwindet, basiert das 4x4 auf der neuen D7x Architektur. Es soll die steifste Karosseriekonstruktion sein, die Land Rover je in Serie gebaut hat. Sie setzt zu einem Großteil auf ein Aluminium-Monocoque.
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Motoren: Bei der Motorisierung setzt Land Rover zum Marktstart auf Benziner, Diesel und einen Mildhybridantrieb. Die Basis bildet ein Diesel: Der D200 ist ein Zweiliter-Vierzylinder mit 200 PS, als D240 leistet er 240 PS. Bei den Benzinern bildet der P300 den Einstieg, der Vierzylinder leistet 300 PS. Das ...
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... vorläufige Topmodell ist der Defender mit dem P400-Benziner. Der Dreiliter-Reihensechszylinder arbeitet dank 48-Volt Netz als Mildhybrid und nutzt zur Überbrückung des Turbolochs einen elektrischen Zusatzverdichter. Der Motor leistet 400 PS. Übersetzt werden alle Motoren über das bewährte Achtgang-Automatikgetriebe von ZF. Ein Defender mit Plug-in-Hybridantrieb ist in Arbeit und soll ein Jahr nach Marktstart verfügbar sein.
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Gebrauchtwagen: Der Defender hat längst Kultstatus erreicht – entsprechend entwickeln sich auch die Preise für gebrauchte Exemplare. Gepflegte Exemplare des Offroaders kosten gebraucht mindestens 18.000 Euro. Dafür gibt es dann aber auch immerhin die Langversion "110" mit einem 122 PS starken Ford-Diesel. Wurde der ...
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Toni Bader
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... Landy bereits umfangreich für den Geländeeinsatz ausgerüstet, starten die Preise bei 24.000 Euro. Doch es geht auch anders: Wer den Defender im Alltag nur als Spaßauto nutzen möchte, der muss deutlich weniger einplanen. Ehemalige ...
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... Militärfahrzeuge gibt es schon für 8000 Euro. Worauf sollten Interessenten achten? Besondere Aufmerksamkeit verdienen Elektrik und Getriebe. Ein typisches Problem ist auch die Kontaktkorrosion zwischen dem Stahltragwerk und der Alubeplankung.
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Götz von Sternenfels