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Renault 9 für 450 Euro

Renault 9
Nur neun Fuffis für einen Youngtimer? AUTO BILD KLASSIK-Redakteur Roland Kontny wagte den Versuch und erstand einen rostfreien Renault 9, Baujahr 1983 mit nur 91.000 Kilometern und frischer TÜV-Plakette. Wie schlägt sich ein Youngtimer für 450 Euro im Alltag?
Bild: Sven Krieger
Renault 9
450 Euro für einen jungen Klassiker mit frischer HU, sauber laufendem Motor und fünf Vorbesitzern – was sollte da schiefgehen? Andere Leute geben mehr Geld für eine Jacke aus.
Bild: Sven Krieger
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In den 80er-Jahren konkurrierte der R9 mit Rentnermobilen wie dem VW Derby und dem Ford Orion. Alles Typen, die vom Sport befreit waren, aber Platz für eine Familie mit Gepäck boten.
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Renault 9
Der R9 ist ein kantiges Ding, dieser hat eine Dreistufenautomatik, elektrische Fensterheber vorn und Zentralverriegelung – in der unteren Mittelklasse 1983 der ganz große Luxus. Aber fehlt nicht trotzdem etwa? Einen rechten Außenspiegel gab es 1983 nicht mal als Option.
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Renault 9
Kein Stürmer, aber auch kein Schleicher: Trotz Dreigangautomatik und nur 68 PS ist man im Renault 9 recht flott unterwegs, 150 km/h sind drin. Kein Wunder: Die kompakte Limousine wiegt nur 875 Kilogramm.
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Renault 9
Unebene Straßen sind für das weich abgestimmte Fahrwerk kein Problem. Wohl aber für den Kofferraumdeckel, der sich wegen eines defekten Schlosses immer wieder öffnet, bis ihn eine Paketschnur bändigt.
Bild: Sven Krieger
Renault 9
Rentnertraum der 80er: schwarze Gummilippe auf dem Kofferraum und Modefarbe Goldmetallic.
Bild: Sven Krieger
Renault 9
Die weichen Cordsitze sehen nicht nur cool aus, ...
Bild: Sven Krieger
Renault 9
... sie sind auch bequem und passen zum franzosentypisch weichen Fahrgefühl.
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Renault 9
Der Fond bietet einen überraschend großzügigen Fußraum, ...
Bild: Sven Krieger
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... denn die Vordersitze laufen auf Einzelschienen – eine geniale Idee.
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Plüsch und Plastik der 80er: Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vorn versüßen das Leben im Renault 9. Servolenkung gibt es keine, wegen des geringen Leergewichts vermisst man sie beim Fahren allerdings auch nicht.
Bild: Sven Krieger
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Übersichtlicher Kommandostand: Vier Rundinstrumente informieren über alles Wesentliche, ein Drehzahlmesser ist überflüssig. Ab 45 km/h verharrt die Automatik sowieso im dritten Gang.
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Automatische Peilung: Bei Zündung zeigt die Ölkontrolle ein paar Sekunden lang den Schmierstoffstand an. Verlassen sollte man sich darauf nicht, die Kontrolle am Messstab ist besser.
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Ungewöhnlich: die abgenutzte "1" der Automatik.
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Und während in einem Jetta gleichen Baujahrs nackte Türknöpfe zum unbefugten Öffnen einladen, schützt eine Plastikkappe die roten Pendants der R9-Zentralverriegelung.
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Bei geöffneter Beifahrertür passen zwei Meter lange Balken und Bretter diagonal in den Innenraum. Nicht ungefährlich, aber machbar. Und: Der Beifahrer muss dann auf den Platz hinten rechts ausweichen.
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In den Kofferraum passen 402 Liter. Das reicht für für den großen Einkauf. Auch die Zuladung des R9 ist mit 450 Kilogramm völlig ausreichend.
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Für junge Familien entpuppt sich der Renault 9 jedoch nicht als guter Kumpel: Der Kinderwagen passt nicht einmal ohne Schale in den Kofferraum. Bei einem verzweifelten Versuch, den Kinderwagen in den Kofferraum zu stopfen, verbog sich das Schloss.
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Die schmutzige Notlösung: Der verdreckte Kinderwagen nimmt auf dem Beifahrersitz Platz, Frau und Kind hinten – keine Lösung auf Dauer, weder für die Familie noch für den angehenden Klassiker.
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Nervig: Der Tank hat einen eigenen Schlüssel und ist nicht an die Zentralverriegelung angeschlossen. 47 Liter Superbenzin passen in den Kraftstoffbehälter, im Schnitt verbraucht der R9 acht Liter auf 100 Kilometer.
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Typisch Renault: Der 1,4-Liter-Vierzylinder verrichtet seine Arbeit mit metallischen Geräuschen, erzeugt von der Steuerkette. Die Automatik wirft ab 45 km/h die dritte und letzte Stufe ein, da ist Zurücklehnen angesagt.
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"Coole Karre" – der Franzose kommt gut an bei den Leuten. Eine Interessentin wollte ihn gar für 1000 Euro kaufen. Dass sie Geschmack hat, beweist ihr Familien-Fuhrpark: R5 und VW Fridolin.
Bild: Sven Krieger
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Keine Panne, passabler Verbrauch, guter Komfort: bis auf das ganz individuelle Problem mit dem Kinderwagen besteht der fast 28 Jahre alte Franzose den Alltagstest.
Bild: Sven Krieger
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Die niedrigen Preise und der Umstand, dass heute weniger als 500 Exemplare auf der Straße sind, eröffnen dafür die Möglichkeit, für wenig Geld an einen komfortablen und seltenen Youngtimer zu kommen.
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