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Vergessene Öko-Autos

Audi 100 Avant (1989) Technik
Die Mär von der verschlafenen Hybrid-Technologie klebt an den deutschen Autobauern wie Pattex – zu Unrecht, wie dieser Audi 100 Avant Duo zeigt. 1989 wurde der Audi 100 (C3) auf der IAA in Frankfurt als Hybrid-Modell Duo vorgestellt. Damals mit an Bord: ein 2,3-Liter-Fünfzylinder (136 PS), der die Vorderräder antrieb und ein Elektroaggregat, das ...

Bild: Werk
Audi 100 Avant (1989) Technik
... je nach Bedarf an die Hinterräder zugeschaltet werden konnte. Der Elektromotor hatte eine Leistung von 9,4 kW und wurde von Nickel-Cadmium-Batterien mit Energie versorgt. Die Batterien konnten während der Fahrt wieder aufgeladen werden. Reine Elektro-Reichweite: 25 Kilometer. Letztlich blieb es bei drei Prototypen von Audi 100 C3 und C4. Also, Schluss mit Hybrid? Noch nicht ganz. Im ...



Audi duo (Audi A4) 1997 Seitenansicht
... September 1996 wurde mit dem Audi duo auf Basis des Audi A4 Avant (B5) der erste frei verkäufliche Serienhybrid in Europa vorgestellt. Der Serien-duo kombinierte einen 66 kW-TDI-Motor mit einem 35 kW starken Elektromotor. Das Interesse am Hybrid-Kombi blieb jedoch gering – wahrscheinlich auch wegen der 60.000 Mark Grundpreis. Die Produktion wurde 1998 nach etwa 100 Exemplaren eingestellt.

Bild: Werk
Audi A2 3L schräg vorne
Nach dem duo-Misserfolg verschwanden die Hybrid-Pläne bei Audi wieder in der Schublade – während die asiatische Konkurrenz so langsam warm mit dem Thema wurde. Audi setzte voll auf den A2 3L 2.0 TDI, der 1999 auf den Markt kam. Drei Liter Diesel auf 100 Kilometer sind machbar, dabei bietet der A2 Platz für vier Passagiere. Technisch enttäuscht der kleine Audi: Er teilt sich die Technik und damit auch die Schwachstellen mit seinem Konzernbruder Lupo 3L.




Bild: Hans-Joachim Mau
Audi A2 3L Cockpit
Das Cockpit ist top verarbeitet und bietet typische Audi-Qualität. Das Ziel, Kraftstoff zu sparen, wird beim A2 teuer erkauft: Autos mit rund 100.000 km werden heute ab circa 8000 Euro gehandelt.
Bild: Hajo Mau
Audi A2 3L Serviceklappe
Als Neuwagen war dem A2 kein großer Erfolg vergönnt: Das Design und der hohe Kaufpreis schreckten viele ab, insgesamt wurden bis Ende 2005 nur rund 6500 Fahrzeuge gebaut – mit entsprechenden Folgen. Als Gebrauchtwagen erlebt der A2 seinen zweiten Frühling: Wegen seines niedrigen Verbrauchs ist er sehr gefragt. A2-Comeback: Reichweiten-Comeback für den Audi A2 mit Elektroantrieb.

Bild: Hans-Joachim Mau
BMW Elektroautos
BMW Elektro-Studien unter sich. Ganz rechts steht der BMW E1, ein Elektro-Pionier aus dem Jahr 1991 – erdacht und erbaut von der BMW Forschung und Technik GmbH.





Bild: Werk / BMW AG
BMW E1 frontal
Der E1 war das erste auf reinen Elektroantrieb ausgerichtete Konzeptfahrzeug von BMW. Ein E-Motor mit 37 kW treibt die Hinterräder an. Das dank Aluminiumprofilbauweise und Kunststoffkarosserie sehr leichte Citymobil erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, die Reichweite beträgt 200 Kilometer.

Bild: Werk / BMW AG
BMW E1 schräg hinten
Die 200 Kilogramm schwere Natrium-/Schwefel-Batterie kann an der Steckdose in gut acht Stunden aufgeladen werden. Neu zu dieser Zeit: die Bremsenergierückgewinnung. In die Felgen integrierte Trommelbremsen führten Energie in die Akkus zurück. Vorschau: 2013 kommt der Elektro-BMW.
Bild: Werk / BMW AG
Toyota Prius I schräg vorne
Im Jahr 2000 kam die erste Generation des Toyota Prius nach Deutschland – da lag das duo-Debakel von Audi gerade mal zwei Jahre zurück. Kein Grund für die Japaner, es nicht trotzdem in Europa zu versuchen. 2100 Fahrzeuge wurden bis 2003 verkauft – keine Sensation, aber ein Anfang.




Bild: Werk / Werk
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Das Cockpit des Prius I mit Monitor, Digital-Tacho und dem Riesen-Wählhebel für das Automatikgetriebe sieht ungewöhnlich aus. Die mausgraue Kunststofflandschaft wirkt trotzdem ähnlich trist wie der Rest des Prius.




Bild: AUTO BILD Werk / Christian Bittmann
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Im AUTO BILD-Test erzielte der Prius I einen Verbrauch von 5,1 Litern Super – und muss sich dem sparsameren Opel Astra Eco 4 geschlagen geben. Voll punkten kann der Toyota jedoch bei der Zuverlässigkeit.

Bild: AUTO BILD Werk / Christian Bittmann
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Den meisten Fahrern des ersten Toyota Prius ist die Optik zu hochbeinig und zu bieder.
Bild: Werk /
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Das Treffen der Mercedes NECAR-Generationen. NECAR steht für "New Electric Car", was übersetzt "neues Elektroauto" heißt. Urvater aller NECAR-Fahrzeuge war das Brennstoffzellen-Fahrzeug NECAR I (1994) in der Bildmitte – ein MB 100, dessen Laderaum zum rollenden Wasserstoff-Labor umgerüstet wurde. 41 PS leistete der Elektromotor. Das reichte für 90 km/h. Keine schlechte Leistung, wenn man bedenkt, dass alleine die Technik im Heck rund 800 Kilogramm auf die Waage brachte.

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Elektroautos im Dauerbetrieb? Die gab's bereits 1992. Am 2. Oktober beginnt in Binz auf der Insel Rügen ein vom Bundesministerium für Forschung und Technologie gefördertes Großprojekt zur Praxiserprobung von Elektrofahrzeugen. Ausblick: Mercedes Vito mit Elektroantrieb. Mercedes ...



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... beteiligte sich mit 20 Fahrzeugen, von denen je zehn auf dem Typ 190 (im Bild, vorgestellt 1990) und dem Transporter MB 100 D basierten. 1995 ging die Elektro-Zeit auf Rügen zu Ende, die Erkenntnisse und Erfahrungen verschwanden wieder in den Schubladen der Hersteller. Kleiner Bruder: Smart electric drive.
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Bitte lächeln: Twingo SmILE hieß der aerodynamisch rundgelutschte Spritspar-Zwerg, mit dem Greenpeace 1996 für Aufsehen sorgte. 50 Prozent sparsamer als der Serien-Twingo (Leichtbau, Zweizylinder-Motor, Leichtlaufreifen usw.), entwickelt mit sehr geringem Budget. Das Problem: Die großen Autobauer wollten davon noch nichts wissen.


Bild: Greenpeace
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Der Spritspar-Golf, den keiner haben wollte: Anfang der 90er brachte VW den Golf Ecomatic an den Start. Dabei wurde erstmals ein Motorabschaltsystem mit einem sequentiellen Getriebe (keine Kupplung) kombiniert, was zu einem gewöhnungsbedürftigen Fahrverhalten führte (bei jedem Gaswegnehmen wurde der Motor abgeschaltet). Lohn ...

Bild: Toni Bader
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... der ungewöhnlichen Technik: ein Durchschnittsverbrauch von 4,4 Liter (Diesel) auf 100 km. Mehr als 2000 Golf Ecomatic wurden nicht verkauft. Das Aus für den Ecomatic brachte die Einführung der TDI-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung, die auch ohne die Abschaltautomatik und das gewöhnungsbedürftige Fahrverhalten einen sparsamen Dieselverbrauch ermöglichten.
Bild: Hajo Mau
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2002 rollte der damalige VW-Chef Ferdinand Piëch mit dem ersten Einliter-Auto (1L) zur Jahreshauptversammlung und verbrauchte dabei im Schnitt 0,89 Liter Diesel auf 100 km (Durchschnittsgeschwindigkeit rund 72 km/h). Bis 2012, so Piëch damals, werde ...





Bild: Werk
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... man die Kosten für die Kohlefaser-Karosserie eines solchen Fahrzeuges von 35.000 Euro auf 5000 Euro senken können. Ganz so schnell wird es allerdings nicht gehen. 2009 präsentierte VW-Chef Martin Winterkorn die nächste Evolutionsstufe des Einliter-Autos (VW L1) und kündigte eine Serienfertigung für das Jahr 2013 an. 


Bild: Frank Stange
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1995 lieferte Volkswagen 120 Golf III Citystromer vorwiegend an Energieversorger. Der Citystromer kommt etwa 70 km weit, erreicht 110 km/h und wiegt so viel wie ein Kombi der Mittelklasse.
Bild: Werk
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Nur wenige Golf Citystromer kamen in private Hand – zu horrenden Tarifen. Für das hohe Gewicht des Golf Citystromer sind hauptsächlich die Blei-Gel-Akkus verantwortlich. Sechs ...
Bild: Werk
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... lagern im Motorraum, zehn im Heck. Sie allein wiegen schon fast 500 Kilogramm. Sind mal neue fällig, ist der Elektro-Fahrer um über 3500 Euro ärmer. So fährt sich der Nachfolger: Erste Fahrt mit dem Elektro-Golf.
Bild: Werk
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Im Jahr 2000 schickte die Neuruppiner Jetcar Zukunftsfahrzeug GmbH ihren gleichnamige Spar-Zigarre auf die Straße. Wie beim Einliter-Auto von VW sitzt man im Jetcar hintereinander. Das senkt den Luftwiderstand und damit auch den Verbrauch.





Bild: Werk /
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48.000 Euro werden für ein Jetcar 2.5 mit 41-PS-Diesel fällig, gebaut werden alle Jetcars in Handarbeit. Inzwischen arbeiten die Neuruppiner auch an einer Elektro-Version, für die allerdings noch keine Preise vorliegen.


Bild: Werk /
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Der Hotzenblitz kam 1993 und ist konsequent als Elektroauto konzipiert. Bei der Entwicklung des viersitzigen Elektroautos wurde besonderer Wert auf hohe passive Sicherheit gelegt.

Bild: Klaus Kuhnigk
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Mit Blei-Gel-Batterien hat der bis zu 120 km/h schnelle Hotzenblitz eine Reichweite von 70 km, mit Lithium-Ionen-Akkus sogar bis zu 200 km. Der Hotzenblitz wird in Österreich gefertigt und ist ab 15.000 Euro zu haben.
Bild: Klaus Kuhnigk
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Schon 2001 sollte dieses schlankfüßige Wägelchen Spirtspar-Rekorde aufstellen – der Loremo (Low Resistance Mobile) kam allerdings nicht so richtig aus den Startlöchern. Erst ...

Bild: Werk
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... auf der IAA 2007 konnte die Firma einen fahrbereiten Prototyp vorweisen. Angepeilter Verbrauch des Serien-Loremo mit Dieselmotor: 1,5 Liter.


Bild: Werk
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Seine Leistungsfähigkeit konnte der Loremo allerdings zu keinem Zeitpunkt unter Beweis stellen. Mehrfach wurde das Projekt neu ausgerichtet, Geldgeber sprangen ab, neue kamen angeblich hinzu. Stand heute hat der Loremo mit einem angeblichen Verbrauch von knapp über zwei Liter Diesel auf 100 Kilometer kaum Marktchancen. Eine angekündigte Elektro-Version existiert bislang nur auf dem Papier.


Bild: Werk
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Schon seit 1987 flitzt der CityEL durch den städtischen Verkehr, bis zu 65 km/h erreicht das Elektro-Dreirad. Eine Batterieladung reicht je nach Fahrweise bis zu 90 km. Aufgeladen wird das Ei an der heimischen Steckdose, von ganz leer bis ganz voll vergehen neun Stunden.

Bild: S. Lindloff
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Bitte einsteigen: Der CityEL ist aufgrund seines spartanischen Konzeptes nur etwas für Idealisten. Neupreis: ab 9500 Euro.

Bild: S. Lindloff
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Der Opel Astra Eco 4 1.7 DTI war 2000 eine Sensation: 4,8 Liter AUTO BILD-Testverbrauch in einem vollwertigen Kompaktwagen mit 170 km/h Spitze. 
Bild: AUTO BILD - Schaper
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Verantwortlich dafür: Gewichtseinsparungen, aerodynamische Optimierungen und eine längere Übersetzung. Dicker Pluspunkt für den kompakten Opel: Die Limousine mit Heckklappe entspricht ganz dem Standard-Modell. Opels Elektro-Zukunft: der Opel Ampera.
Bild: AUTO BILD / Wolfgang Meier
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2007 traute sich Opel an das erste Hybridfahrzeug. Im Corsa-Hybrid sorgte ein 1,3-Liter-Dieseltriebwerk in Verbindung mit einem riemengetriebenen Starter-Generator (gespeist von einem Lithium-Ionen-Akku) ...




Bild: Werk
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... für Vortrieb. Kombiniert sollen lediglich 99 Gramm CO2 pro Kilometer anfallen. Das Problem: Der sparsame Diesel-Hybrid existiert bislang nur als Studie.
Bild: Werk
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Auch den Citroën AX gab es mit Elektroantrieb. Der AX electrique kam 1994, schaffte 91 km/h und kam mit einer Batterieladung 120 km weit.
Bild: Werk