BITTE ALLE EINSTEIGEN

BMW VISION NEXT 100

BITTE ALLE EINSTEIGEN

Der BMW der Zukunft will die Freude am Fahren noch intensiver gestalten. Als BMW VISION NEXT 100 holt er das Beste aus dem Fahrer raus und interagiert mit ihm auf revolutionäre Weise.

Der BMW Fahrer der Zukunft ist nicht allein: Er hat einen intelligenten Begleiter an Bord, der stets das Beste für ihn rausholt – der Companion. Kein Mensch aus Fleisch und Blut, auch kein charmant lächelnder Roboter, sondern eine sensorische und digitale Intelligenz. Mit jedem gemeinsamen Kilometer lernt der Companion den Fahrer besser kennen und macht ihn im BMW VISION NEXT 100 zum Ultimate Driver – zum besten Fahrer, der er je war. Denn so viel ist sicher: Autonomes Fahren wird zwar allgegenwärtig sein in der voll vernetzten und digitalisierten Welt der Zukunft, die uns in ein paar Jahrzehnten erwartet. Aber: Selbst das Lenkrad (das gar keins mehr ist) in den Händen zu halten und selbst zu steuern, zu bremsen und vor allem zu beschleunigen, das bleibt für die meisten die Königsdisziplin in einem BMW.

Emotionale Bindung von Fahrer & Auto

Dynamisch selber fahren oder entspannt automatisiert gefahren werden – im BMW VISION NEXT 100 hat man stets die Wahl. Für die BMW typische Freude am Fahren sorgen zwei individualisierte Modi:
Im Boost Modus fokussiert sich das gesamte Automobil auf die Person hinterm Steuer: Mittelkonsole und Lenkeinheit richten sich zum Fahrerplatz aus, das Head-Up Display nutzt die gesamte Frontscheibe als Projektionsfläche und zeigt dem Fahrer unter anderem Ideallinie, Einlenkpunkte und Beschleunigungshinweise an. So wird er optimal gecoacht – und kann seine Fahrkünste kontinuierlich verbessern. Die gesamte Menüführung erfolgt über Gestensteuerung. Tasten, Regler, Knöpfe, sogar Bildschirme – alles überflüssig.
Im personalisierbaren Ease Modus übernimmt der intelligente BMW VISION NEXT 100 das Fahren. Das kleine rechteckige Lenkrad zieht sich in die Frontkonsole zurück, die Kopfstützen schwenken in Richtung Tür, die Sitzpolsterung gibt ein wenig nach, damit man es sich bequem machen kann beim Plausch mit seinen Mitfahrern. Das BMW Head-Up Display dimmt die Farben und bietet verschiedene Unterhaltungsformate an. Zusätzlich erzeugt es ein digitales Abbild der Umgebung: Es blendet klassische Reise-Informationen ein wie z.B. Dauer und Entfernung bis zum Ziel, außerdem Angaben zu umliegenden Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, mögliche Anlaufstellen für ausstehende Besorgungen – all das unter Mitwirkung des Companion, der als kleine geschliffene Skulptur im vorderen Bereich der Instrumententafel Präsenz zeigt, während er im Hintergrund die Fäden zieht.

Für das Interieur des BMW VISION NEXT 100 verwendete das Design-Team vorzugsweise nachwachsende Rohstoffe und Recyclingmaterial. Alle sichtbaren und unsichtbaren Karbonteile – beispielsweise in der Seitenverkleidung – bestehen aus Restmaterial der normalen Karbonproduktion. Habib ist sicher: „In Zukunft wird die Auswahl der Materialien im Design- und Produktionsprozess immer wichtiger werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wird man den Einsatz von Holz und Leder reduzieren und nach und nach auf neue Materialien und Möglichkeiten im Design und der Produktion zugreifen.“ Hochwertige Textilien, leicht recycelbare Monomaterialien und der völlige Verzicht auf echte Häute im Interieur des BMW VISION NEXT 100 sollen das schon heute andeuten.

Das Wichtigste am BMW VISION NEXT 100 war uns, dass der Fahrer nicht in ein anonymes Transportmittel einsteigt, sondern in ein sehr persönliches, das komplett auf ihn ausgerichtet ist. Auch in Zukunft soll eine möglichst emotionale Bindung zwischen einem BMW und seinem Fahrer bestehen.

Karim Habib, Leiter Design BMW Automobile.

Revolutionär ist das Kommunikationskonzept des Visionsmodells: Die sogenannte Alive Geometry besteht aus beweglichen Dreiecken und erstreckt sich mosaikartig über die gesamte Fläche des Dashboards. Diese Dreiecke erzeugen für den Fahrer intuitiv erfassbare Bewegungen, die er über peripheres Sehen wahrnimmt. Das kann je nach Fahrmodus zum Beispiel ein farbig dargestellter Hinweis sein, der vor kreuzenden Verkehrsteilnehmern warnt, oder der unauffällige Hinweis zum Abbiegen nach links oder rechts. In beiden Fällen verringert sich die Reaktionszeit des Fahrers. Gemeinsam mit dem Head-Up Display ergibt sich so eine einzigartige Verschmelzung von Analogem und Digitalem.

Außen setzt sich die Alive Geometry spektakulär fort. Designelemente werden nicht länger als starres Material begriffen, sondern als bewegliche Form. Die nahezu komplett verkapselten Radhäuser des BMW VISION NEXT 100 passen sich dynamisch und farblich abgesetzt den Lenkbewegungen an – eine echte Revolution. Das gilt auch für den Herstellungsprozess: Im 4D-Druckverfahren (3D-Objekt mit funktionaler Ebene) könnte das komplexe Bauteil mit all seinen Eigenschaften in einem einzigen Fertigungsprozess hergestellt werden. Das Radhaus käme bereits voll beweglich und in Wagenfarbe aus einer Maschine. Das ermöglicht einen sehr effizienten Materialeinsatz. Fertigungskosten und Nachhaltigkeit spielen schließlich auch beim Auto der Zukunft eine entscheidende Rolle.

BMW VISION NEXT 100: Emissionsfreie Freude am Fahren

Der BMW VISION NEXT 100 wird dieser ökologischen Verantwortung in vielen Belangen gerecht. Das gilt auch für die Aerodynamik: Karosserieform, glatter Unterboden und geschlossene Radhäuser reduzieren den Luftwiderstand auf einen cw-Wert von nur 0,18 – das wäre heutzutage für Serienautomobile unerreichbar.

Die auffällige Lackierung in Kupfer strahlt gleichzeitig ein hohes Maß an Technologie und Wärme aus – und symbolisiert die enge Beziehung zwischen Fahrer und Fahrzeug. Das beginnt schon, wenn er sich seinem Auto nähert: Durch intelligente Sensortechnik öffnen sich die Flügeltüren automatisch. Zum leichteren Ein- und Aussteigen ist das Lenkrad bündig in das Armaturenbrett eingelassen. Der Fahrer nimmt Platz und aktiviert durch Antippen des BMW Logos in der Instrumententafel alle Fahrzeugsysteme. Die Tür schließt sich, das Lenkrad fährt automatisch aus – und es kann losgehen. Will der Fahrer vom Boost Modus in den Ease Modus wechseln, reicht ebenfalls das Antippen des blauweißen Emblems.

Vier Thesen hatte das Design-Team um Adrian van Hooydonk, Leiter BMW Group Design, zum BMW VISION NEXT 100 entwickelt, bevor es sich ans Werk machte: Ein echter BMW stellt den Fahrer immer in den Mittelpunkt. Künstliche Intelligenz und intuitive Technologie werden eins. Neue Materialien eröffnen atemberaubende Möglichkeiten. Und: Mobilität bleibt ein emotionales Erlebnis. Mission erfüllt. Auch der Companion passt perfekt in dieses Bild. Bei der Übergabe der Verantwortung vom Fahrer an den BMW VISION NEXT 100 erhebt er sich aus der Instrumententafel und verbindet sich mit der Windschutzscheibe. Ein Lichtsignal zeigt dem Fahrer die Bereitschaft zum vollkommen automatisierten Fahren an. Und bedeutet ihm: Ich passe jetzt auf dich auf. Ein gutes Gefühl.


INTERVIEW ADRIAN VAN HOOYDONK

Interview Adrian van Hooydonk, Leiter BMW Group Design

Vier Visionsmodelle hat die BMW Group im Zuge von THE NEXT 100 YEARS präsentiert. Was war die größte Herausforderung dabei?

Die Aufgabe selber war die Herausforderung: Wie werden wir im Jahr 2030 und danach fahren? Wer will das exakt voraussagen? Wir erleben eine Zeit großer Veränderungen – technologisch, vielleicht auch geschäftlich und gesellschaftlich. Diesen Veränderungen wollten wir mit den Visionsmodellen eine positive Form geben und zeigen, was in ein paar Jahrzehnten möglich sein kann, bezogen auf die Produkte der BMW Group.

Wie tastet man sich an diese Aufgabe heran?

Wir wollten uns bewusst nicht auf Antriebe konzentrieren, sondern aufzeigen, wie sich das individuelle Erleben der einzelnen Marken gestalten kann in einer voll vernetzten, digitalisierten und unfallfreien Welt. Viele Rolls-Royce Kunden zum Beispiel sind es heute schon gewohnt, gefahren zu werden. Darum haben wir das Lenkrad beim Rolls-Royce VISION NEXT 100 komplett wegfallen lassen. Für BMW Fahrer wäre das keine Option.

Wie stark beeinflusst das Design in Zukunft Modelle, auch in technischer Hinsicht?

Wenn man sich als Designer etwas vorstellen kann, dann besteht eine große Chance, dass es irgendwann Wirklichkeit wird. Deshalb haben wir mit dem BMW VISION NEXT 100 versucht, ein Zukunftsszenario zu entwerfen, in das man sich gerne hineindenkt. Die Technologie wird sich stark entwickeln. Das eröffnet uns fantastische neue Möglichkeiten, die den Fahrer noch besser unterstützen und dadurch das Fahrerlebnis verstärken. Ich bin der Überzeugung, dass Technologie so intuitiv wie möglich bedien- und erlebbar sein muss, sodass die Interaktion von Mensch, Maschine und Umwelt in Zukunft wie aus einem Guss funktioniert. Diese Zukunft entwerfen wir.

Welches Feature der Visionsmodelle würden Sie gern zuerst bei einem Serienmodell sehen?

Von manchen Dingen wissen wir noch nicht, wie und ob wir sie umsetzen können, bei anderen hingegen schon. Das Thema Beleuchtung zum Beispiel beschäftigt uns bereits heute intensiv bei allen Fahrzeugen, genau wie neue Möglichkeiten der Bedienung, beispielsweise durch Gestensteuerung. Und dass es uns tatsächlich gelungen ist, mit heutigen Mitteln ein Motorrad zu bauen, das sich selbst auspendelt, damit hat mein Team meine kühnsten Erwartungen übertroffen.

Ist der Übergang zum emissionsfreien und autonomen Fahren für Sie die spannendste Epoche der Mobilität?

Ich bin jetzt seit 25 Jahren in der Automobilbranche und habe an vielen, sehr vielen spannenden Projekten mitarbeiten dürfen. Autonomes Fahren ist aus Sicht eines Designers eher ein Subthema. Das große Thema der Zukunft ist die Intelligenz der Autos. Das wird die wichtigste Aufgabe der kommenden Jahrzehnte.