Offroad-Abenteuer im neuen Land Rover Defender

KAPITEL 01: SO GEHT GELÄNDE

Offroad-Abenteuer im neuen Land Rover Defender

Weltweit gilt der Land Rover Defender als verlässlicher Partner bei beinharten Gelände-Einsätzen. AUTO BILD und Land Rover haben drei Leser-Familien eingeladen, die Neuauflage im harten Einsatz zu testen.

In den entlegensten Winkeln der Erde wird der kultige Land Rover Defender in Land- und Forstwirtschaft, auf Expeditionen und als fähiges Abenteuergerät eingesetzt. Über 70 Jahre wurde die erste Defender-Generation gebaut und hatte entsprechend viel Zeit, zur Legende zu reifen. Ein Status, dem die 2020 erschienene Neuauflage natürlich gerecht werden muss. Dass das mehr als gelungen ist, konnten unsere AUTO BILD-Leser jetzt im Rahmen der „Defender Xperience”-Aktion von AUTO BILD und Land Rover testen. Aus zahlreichen Bewerbungen haben wir drei Gewinner gezogen, die mit ihren Familien den neuen Land Rover Defender ausgiebig getestet haben.

Treffpunkt 16 Uhr in Wülfrath in der Nähe von Düsseldorf. Hier befindet sich das Land Rover Experience Center, ein Offroad-Parcours par excellence, gelegen in einem alten Steinbruch. Mit über 120.000 Quadratmeter Felsen, 120 Hindernissen, Wasserlöchern und steilen Abhängen der perfekte Ort, um dem Defender so einiges abzuverlangen. Und da müssen auch die Fahrer wissen, was sie tun. Bevor die Teilnehmer sich durch Matsch und Schotter wühlen dürfen, gibt es eine Einführung. Bei Snacks und Getränken versammeln sich die Familien Eicker, Verheyen und Andersen/Schröder im Headquarter, wo Instruktor Friedrich „Friedel” Spitzlei grundlegendes zum Offroad-Fahren erklärt. Was sind Böschungs-, Rampen-, Kipp- und Neigungswinkel? Was bedeutet Wattiefe? Wie werden Wasserfurten durchfahren? Wie fährt man große Steigungen an? Das alles und mehr will beachtet werden, um im Gelände gut und sicher voranzukommen.

Jetzt geht es ab an die Autos – und weiter mit noch etwas Theorie am Objekt. Schließlich wollen die Teilnehmer auch wissen, wie die Offroad-Programme des Land Rover Defender bedient werden. Friedel zeigt die einzelnen Fahrprogramme und Funktionen. Besonders spannend ist heute unter anderem die automatische Bergabfahrhilfe namens „Hill Descent Control”. „Man kann den Fuß auch bei steilsten Abfahrten komplett von der Bremse nehmen, muss nur noch lenken. Und aufpassen, dass man bei der Heimfahrt dann wieder selber bremst”, schmunzelt der Instruktor. Alles klar? Dann ab in die Autos!

„Wahnsinn, was der Defender alles kann!”

KAPITEL 02: OFFROAD-ACTION

„Wahnsinn, was der Defender alles kann!”

Genug der Theorie, jetzt wird gefahren! Unter Anleitung vom Experten dürfen die Teilnehmer den Geländepark entern und Hindernisse in Angriff nehmen – jede Familie in einem ganz eigenen Land Rover Defender!

Ausgestattet mit dem nötigen Offroad-Wissen, heißt es für die Teilnehmer: Jetzt wird es ernst! Jede Familie bekommt einen eigenen Land Rover Defender, damit alle so viel wie möglich zum Fahren kommen. Vor Fahrtantritt legt Friedel in jedes Auto noch ein Funkgerät, um in Kontakt bleiben und Tipps geben zu können. Als erste Aufgabe müssen die Systeme des Defender auf Gelände gestellt werden. Die Teilnehmer aktivieren mit dem Schalthebel die Untersetzung. So ist das Getriebe kürzer übersetzt, der Landy hat im Gelände mehr Kraft. Der Offroad-Fahrmodus stellt sicher, dass Differenziale und Allrad die Motorleistung immer optimal und möglichst schlupffrei an die Räder verteilen. Außerdem fährt das Luftfahrwerk 75 Millimeter hoch, um maximale Bodenfreiheit zu garantieren. Dann geht es los, Instruktor voran.

Kurz nach dem Start schon das erste Hindernis, eine Steigung mit 75 Prozent. Vom Fahrersitz aus sieht das nach senkrechter Steilwand aus. „Man sitzt im Auto und denkt, wie kann der hier hochfahren?” meint Klaus Verheyen. Der Instinkt sagt Vollgas. Doch genau das Gegenteil ist angesagt. Langsam und mit viel Gefühl im Gasfuß heißt es die Steigung zu bewältigen. Denn erstens hat der 300 PS starke V6-Turbodiesel im Defender D300 auch im steilen Gelände genügend Kraftreserven. Zweitens können bei zu viel Gaseinsatz die Räder durchdrehen und der Defender querkommen. Der Instruktor macht vor, wie es richtig geht. Auf dem Plateau angekommen, holt er die Teilnehmer einzeln nach, gibt von oben Tipps. Nacheinander erklimmen sie mit Bravour die rutschige Rampe. Doch wer rauf will, muss auch wieder runter. Und richtig, am anderen Ende wartet schon die steile Abfahrt mit ebenfalls 75 Prozent Gefälle. Von dort oben sieht man beim Blick über die Motorhaube erst einmal nur Luft. Ein Weg? Trotzdem in Sicht! Denn via Seiten- und Unterboden-Kameras zeigt der Defender im Infotainment-Bildschirm, was dem Auge eigentlich verborgen bleibt, wird sozusagen durchsichtig. Es braucht dennoch richtig Mut, das Auto anrollen zu lassen und scheinbar ins Nichts zu fahren. Aber da war ja was, Bergabfahrhilfe! Vollautomatisch bremst die „Hill Descent Control” die Räder einzeln ab. Langsam rollt der Defender den extrem steilen Hügel hinab, während der Fahrer im Gurt hängt und nur lenken muss. Rolf Schröder ist begeistert. „Was soll man sagen, der Defender ist einfach genial!”.

Und das war noch längst nicht alles, nach den steilen Hügeln wartet eine ganz besondere Mutprobe. Die Leser sollen den maximalen Neigungswinkel des Defender austesten. Das bedeutet: das Auto so schräg wie möglich stellen. Dazu muss eine Rampe mit 30 Grad Steigung quer angefahren werden. Land Rover gibt maximal 45 Grad an, aber auch schon weniger reichen mehr als aus, um ein mulmiges Gefühl zu erzeugen. Dabei bleibt der Defender jederzeit sicher. Im Infotainment wird die aktuelle Schräglage angezeigt und vermeldet: alles okay! Zum Abschluss dürfen noch die 90 cm Wattiefe des Defender getestet werden. Wie bei steilen Anstiegen gilt beim Durchfahren von Wasserfurten: langsam, aber stetig fahren. Denn bei zu viel Tempo könnte Spritzwasser in die Ansaugwege gelangen. Im Display zeigt der Defender permanent an, wie hoch das Wasser steht.

Wie die Großen

KAPITEL 03: KIDS DRIVE

Wie die Großen

Auch für die Kinder wartet die Aktion von AUTO BILD und Land Rover mit einem unvergesslichen Erlebnis auf. In einem umgebauten Discovery dürfen die Kids das Lenkrad selbst in die Hand nehmen und sich ins Gelände stürzen.

Bei der Land Rover Xperience dürfen nicht nur die Erwachsenen ran. Auch die Kinder können sich im Gelände austoben. Auf Lenny (11), Sammy (12) und Johan (13) wartet ein speziell umgebauter Land Rover Discovery, mit dem sie den Steinbruch selbst erkunden dürfen.

Lenny: „Bei Opa durfte ich mal selber lenken. Richtig mit Pedalen gefahren bin ich aber noch nie.” Bei der Land Rover Experience dürfen sie das erste Mal selber ran! Zur Gewöhnung ans Auto lässt Kids Drive-Instruktor Peter Fürst die Jungs zuerst ein paar Runden über den großen Schotterplatz drehen. Vom Beifahrersitz aus gibt er Tipps und kann über eine zweite Pedalerie eingreifen. Muss er aber nicht, die drei haben das Fahren im Gefühl. „Die Kinder machen das richtig gut”, lobt Peter.

Also ab ins Gelände und den großen hinterher. Steigungen, Gefälle, Geröll? Kein Problem für die drei. Und auch für den 249 PS starken Discovery nicht. Denn als echter Land Rover muss auch er schweres Gelände können. Wie beim Defender bringen den kleinen Bruder Offroad-Fahrprogramme, Allrad und viel Bodenfreiheit sicher über Stock und Stein. Johan: „Wenn man nichts mehr sieht, gibt es ja immer noch die Kameras. Man fühlt sich im Auto total sicher. Es hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht.” Eine wahnsinnige Erfahrung für die Jungs.

Fähig im Gelände, bequem auf der Straße

KAPITEL 04: ASPHALT DRIVE

Fähig im Gelände, bequem auf der Straße

So hervorragend der Land Rover Defender Geländepartien auch meistert, die meiste Zeit fährt man ihn wohl auf Asphalt. Entsprechend gibt er nicht nur den toughen Offroader, sondern auch den kommoden Alltagsbegleiter.

Nach zwei Stunden hartem Offroad-Einsatz wird es jetzt etwas gemütlicher. Pause ist allerdings noch nicht. Die Teilnehmer dürfen im Auto bleiben, die Kids steigen wieder zu. Auf einer ausgedehnten Runde um den Steinbruch zeigt der neue Defender, dass er Asphalt und Alltag mindestens genauso gut kann wie schweres Gelände.

Neben modernerer Optik ist seine gestiegene Alltagstauglichkeit wohl einer der größten Unterschiede zum knorrigen Vorgänger. Statt Starrachse und Leiterrahmen verfügt der neue Defender über Luftfederung und Einzelradaufhängung. Langstrecken sind entspannt machbar, auch dank diverser Komfort-Extras, die den Abstand zum luxuriösen Range Rover deutlich verkleinern.

Davon überzeugen sich auch die Leser. Vom Experience Center geht es ab auf die Landstraße. Im Navi ist bereits eine Route einprogrammiert, die über Neben- und Landstraßen, Dörfer und ein Stück Autobahn führt. Der Straßenbelag spielt dabei kaum eine Rolle, dank der Luftfederung bleibt der Defender stets komfortabel. Unebenheiten werden weggebügelt, Kurven kann der Geländewagen trotz des hohen Aufbaus auch einmal sportlicher nehmen. Dabei bleibt der Defender auch bei Autobahn-Tempo leise, ein Verdienst der guten Geräuschdämmung.

Nach einer guten halben Stunde ist das Experience Center wieder erreicht. Es ist 21 Uhr und mittlerweile dämmert es. Während die Defender knisternd abkühlen, machen es sich die Teilnehmer im Headquarter am Lagerfeuer gemütlich. Als kulinarischen Abschluss gibt es Stockbrot und Leckeres vom Grill. Um das prasselnde Feuer versammelt, lässt man den actionreichen Tag noch einmal Revue passieren. „Es ist super schön, so ein Event mitzumachen, eine klasse Erfahrung”, meinen Rolf und Maria. Und die Jungs? „Die drei sind echt gewachsen, toll!”