Nur 214 Straßen-Sport-quattro sind 1984 bis 1986 bei Audi vom Band gerollt. Grund: die Homologation für das auf Basis des Ur-quattro entwickelte Gruppe-B-Monster (Audi Sport quattro S2). Der sogenannte "Kurze" sollte der stetig stärker werdenden Konkurrenz auf den WM-Rallye-Pisten von Korsika bis San Remo Paroli bieten. Mithilfe des um 320 Millimeter gekürzten Radstands wollten die Konstrukteure die Wendigkeit entscheidend verbessern. Von der Schnauze bis zur B-Säule basiert der Sport quattro auf der zweitürigen Limousine des Audi 80, ab der B-Säule stand der Ur-quattro Pate. Besonderheit des heißen Geräts sind die leichten Karosserieteile aus glasfaserverstärktem Polyesterharz und Aramidgewebe.    

Turbo mit voll elektronischer Einspritzanlage

Audi Sport quattro: Klassiker des Tages
248 km/h Höchstgeschwindigkeit und 4,5 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h stehen im Datenblatt.
Der Fünfzylinder unter der Haube strotzt nur so vor Leckereien zeitgenössischer Leistungssteigerung: Abgasturboaufladung, vier Ventile pro Zylinder, Motorblock aus Aluminium und eine voll elektronische Einspritzanlage. So leistet der 2,1-Liter-Motor 306 PS und entwickelt 350 Nm Drehmoment. 2,04 bar Ladedruck waren möglich. 248 km/h Höchstgeschwindigkeit und 4,5 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h stehen im Datenblatt. So viel technischer Zauber hatte seinen Preis: Mit 195.000 Mark Kaufpreis war der Sport quattro 1984 in etwa doppelt so teuer wie ein Porsche 911 Turbo und damit das teuerste deutsche Serienauto. Heute wird eine halbe Million Euro von Sammlern für ein Original hingeblättert.