Klassiker des Tages: DeLorean

DeLorean DMC-12: Umbau, Zurück in die Zukunft

Klassiker des Tages: DeLorean DMC-12

Das Flügelmonster DeLorean DMC-12 mutierte in der Trilogie "Zurück in die Zukunft" zur Zeitmaschine. Herzstück: der "Fluxkompensator" – ein Blechkasten mit blinkenden Röhrchen. Unser Klassiker des Tages!
Leuchtende Anzeigen, Knöpfe und Schalter waren den Drehbuchautoren von "Zurück in die Zukunft" damals besonders wichtig: Das Fahrzeug sollte damit möglichst futuristisch wirken. Deswegen fiel die Wahl für die Zeitmaschine auch auf den DeLorean DMC-12. Form und Flügeltüren ließen ihn wie ein Raumschiff aussehen.

Beim Umbau wurde viel improvisiert

DeLorean-Zeitmaschine: Mittlerweile gibt es etwa 135 Replikas, die von Fans gebaut wurden.

Den als qualitativ mangelhaft stigmatisierten Sportwagen gab es Anfang der 1980er-Jahre schon für wenig Geld. Der Amerikaner Kevin Pike war 1984 für den Bau des originalen Film-DeLorean aus dem ersten Teil der Trilogie verantwortlich: "Wir bauten drei Fahrzeuge um. Eins kauften wir für 12.000 Dollar, eins für 15.000 und eins für 18.000 Dollar." Heute sind brauchbare DeLorean kaum unter 30.000 Dollar zu bekommen. Beim Umbau wurde viel improvisiert. Als Aufsatz für die "Plutoniumkammer" des Fluxkompensators diente die Felgenabdeckung eines Dodge Polara in Kombination mit Teilen eines Hubschraubertriebwerks. Auch die Integration der vielen Leuchtelemente gestaltete sich mühsam. Flexible LED-Schläuche aus Gummi gab es damals noch nicht. Pike musste mit Neonröhren arbeiten, die aus Glas bestanden und schnell zerbrachen. Im Innenraum ist es eng. Überall laufen Kabel entlang, und die Mittelkonsole wird durch den Schalter für die Zeitleitung – ein transparenter Kasten mit sperrigem Griff – fast vollkommen eingenommen. Auf dem Armaturenbrett steht der goldene Wecker, rechts über den beiden Flügeltüren sind allerlei Knöpfe verbaut.

In der Realität war der DMC-12 ein gänzlicher Reinfall

Im Innenraum ist es eng. Überall laufen Kabel entlang. In der Mitte steht der berühmte goldene Wecker.

Der DeLorean ist ein Showstar. Darüber hinaus hatte die Flunder aus Irland nicht viel auf dem Kasten: Lässige Verarbeitung zählt ebenso zu den Schwächen wie der enorme Wendekreis, der hohe Verbrauch, die herbe Federung und die schwergängige Lenkung. Ein Renault-Fünfganggetriebe kooperiert hakelig mit dem rauen 2,8-Liter-V6. Sein Erbauer John DeLorean war Topmanager bei General Motors und versuchte dort, seine Vision eines Autos durchzusetzen: kompakt, sparsam, langlebig. GM hatte an so etwas Anfang der 70er-Jahre kein Interesse. DeLorean kündigt aus Frust über die Trantütigkeit des größten Autoherstellers der Welt, gründet 1975 die DeLorean Motor Company. Ihr liefert Italdesign Skizzen für einen Mittelmotor-Sportwagen. Es heißt, die Italiener recycelten einen Giugiaro-Entwurf, den Porsche als Vorschlag für den 928 ablehnte. Heute sind brauchbare DeLorean kaum unter 30.000 Dollar zu bekommen. Es gibt eine wachsende Zahl von Zeitmaschinen-Replikas. Kevin Pike schätzt die Anzahl der umgebauten DeLorean weltweit auf etwa 135 Exemplare.

Autoren: , Marcel Nobis,

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